News story
Markt und Börse   18.06.2026 09:37:12

Richemont- und Swatch-Aktien nach stabilen Uhrenexporten etwas tiefer

Zürich (awp) - Die Aktien der Luxusgüterkonzerne Richemont und Swatch Group sind am Donnerstag etwas tiefer in den Handel gestartet. Im Mai haben sich die Schweizer Uhrenexporte nach einem von der US-Zollpolitik ausgelösten April-Einbruch stabilisiert. Die Erholung in China geriet dabei allerdings ins Stocken.

Gegen 09.30 Uhr geben die Inhaberaktien der Swatch Group nur noch um 0,2 Prozent auf 209,60 Franken nach und die Richemont-Papiere verlieren 0,1 Prozent auf 181,70 Franken. Demgegenüber rückt der Gesamtmarkt gemessen am Leitindex SMI um 0,1 Prozent leicht vor.

Im Mai sind die Schweizer Uhrenexporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent geringfügig angestiegen, dies nach einem Rückfall im April (-17%). Die monatlichen Exportdaten seien grossen Schwankungen unterworfen, hält Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy in seinem Kommentar fest. Dies sei insbesondere in den USA der Fall.

Die Ausfuhren in die USA kletterten im Mai um 12 Prozent in die Höhe, im April waren sie noch um 56 Prozent eingebrochen. Die Vorjahresbasis sei im April jedoch wegen zollbedingter Vorzieheffekte sehr hoch gewesen, begründet Bertschy den Rückfall. Eine stetige Verbesserung macht er derweil im Nahen Osten nach Ausbruch des Konflikts zwischen den USA und dem Iran aus.

Fragen wirft laut dem Vontobel-Experten der deutliche Rückgang der Uhrenexporte nach China (-21%) auf. Denn dieser sei von einer eigentlich niedrigen Vorjahresbasis aus erfolgt. Bei RBC sieht man den Einbruch in China der allgemein sehr volatilen Entwicklung in diesem Markt geschuldet. Seit Jahresbeginn beschränkt sich das Minus für China auf 2,2 Prozent.

Kaum Rückenwind gibt es für Swatch von einer Kurszielerhöhung der Citigroup. Die Analysten haben das Kursziel für Swatch Inhaber auf 211 Franken von zuvor 193 Franken erhöht und das Rating auf "Neutral" belassen. Sie sehen bei Swatch den Tiefpunkt bezüglich Profitabilität durchschritten und rechnen mit einer weiteren Erholung des China-Geschäfts sowie mit anhaltend starkem Wachstum in den USA.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente