Unternehmensergebnis
15.01.2026 11:53:08
Im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) stieg der Umsatz des Schmuck- und Uhrenkonzerns im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie Richemont am Donnerstag mitteilte. Damit wurde das zuvor umsatzstärkste Quartal aller Zeiten von vor einem Jahr erneut übertroffen.
In Lokalwährungen legten die Verkäufe gar um 11 Prozent zu. Im Vorjahresquartal hatten die Genfer +10 Prozent geschafft. Analysten hatten beim organischen Wachstum im Durchschnitt nun lediglich einen Anstieg von 8,3 Prozent erwartet.
___ Der Schmuckbereich glänzt
Das Schmuckgeschäft mit der Vorzeigemarke Cartier bleibt das Zugpferd von Richemont. Die vier Schmuckhäuser der Gruppe - neben Cartier noch Buccellati, Van Cleef & Arpels und Vhernier - setzten 4,8 Milliarden Euro um, zu konstanten Währungen ein Wachstum von 14 Prozent.
Auch das Uhrengeschäft fand im Vergleich zum Vorjahresquartal zu leichtem Wachstum zurück mit +1 Prozent. Organisch wuchs der Bereich gar um 7 Prozent. Dabei sei das zuletzt sehr harzig verlaufene Uhrengeschäft in allen Regionen gewachsen, hiess es.
Auf Gruppenebene lieferte Asien-Pazifik den grössten Beitrag mit einem Umsatzanteil von 29 Prozent. Als einzige Region ist der Umsatz mit -2 Prozent weiterhin rückläufig. Zu konstanten Währungen fand sie aber im Vergleich zum Vorjahr zu Wachstum zurück mit +6 Prozent und setzte damit den Trend aus dem Vorquartal fort. Der Umsatz in China, Hongkong und Macau stieg um 2 Prozent, was aber vor allem auf die solide Entwicklung in Hongkong zurückzuführen war.
Die zweitgrösste Marktregion Americas (Umsatzanteil: 27%; organisches Wachstum: +14%) legte kräftig zu, aber auch Europa (24%; +8%) zeigte sich robust.
___ Margendruck bleibt
Derweil investiere Richemont konsequent weiter in die Maisons, um das Wachstum in einem "komplexen makroökonomischen Umfeld" zu fördern. Schwächere Hauptverkaufswährungen sowie steigende Materialkosten würden auf die Margen drücken. Die Goldpreise etwa kennen seit mehreren Jahren nur noch die Richtung nach oben und erklimmen ein Allzeithoch nach dem nächsten.
Keine weiteren Aussagen wollte der Konzern zu den Auswirkungen durch die US-Zölle machen. Anlässlich der Halbjahreszahlen 2025/26 hatte es im November vom Management geheissen, dass der Impact mit gut 50 Millionen Euro im ersten Semester noch gering gewesen sei. Für das Gesamtjahr stellte Richemont damals jedoch einen negativen Einfluss von rund 300 Millionen in Aussicht.
Die Prognose hatte damals auf dem US-Zoll von 39 Prozent auf Schweizer Waren basiert. Mittlerweile haben die USA die Tarife auf Schweizer Importe rückwirkend per 14. November 2025 auf maximal 15 Prozent gesenkt. Erwartet wird, dass Richemont die Guidance bei der Publikation der Jahreszahlen im Mai entsprechend anpassen wird.
___ Aktie nach starkem Lauf unter Druck
Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy schreibt von einem "spektakulären Wachstum". Die Richemont-Uhrenhersteller hätten erneut überrascht, die Schmuckhäuser glänzten trotz negativer Effekte durch die Währungs- und Goldpreisentwicklung. Der weitere Anstieg im Uhrengeschäft und im Grossraum China signalisiere, dass die Talsohle durchschritten ist, so Bertschy. Die Margen stünden zwar weiterhin unter Druck - doch das Markenportfolio, die Preissetzungsmacht und die Bilanzstärke seien "herausragend".
An der Börse geben die Titel jedoch nach und verlieren am Donnerstag gegen 11.30 Uhr 2,3 Prozent auf 170,80 Franken. Analysten zeigten sich überrascht, hatten sie nach den News doch mit einer positiven Marktbewegung gerechnet. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel 2025 um einer Viertel zugelegt haben.
Richemont erneut mit erfolgreicher Weihnachtssaison
Zürich (awp) - Beim Luxusgüterkonzern Richemont sind die Verkäufe im wichtigen Weihnachtsquartal so hoch wie nie gewesen. Die Aktie kommt dennoch deutlich unter Druck. Sorgen bereitet unter anderem der steigende Kostendruck - angesichts der US-Zölle und steigenden Preisen etwa für Gold.Im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) stieg der Umsatz des Schmuck- und Uhrenkonzerns im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie Richemont am Donnerstag mitteilte. Damit wurde das zuvor umsatzstärkste Quartal aller Zeiten von vor einem Jahr erneut übertroffen.
In Lokalwährungen legten die Verkäufe gar um 11 Prozent zu. Im Vorjahresquartal hatten die Genfer +10 Prozent geschafft. Analysten hatten beim organischen Wachstum im Durchschnitt nun lediglich einen Anstieg von 8,3 Prozent erwartet.
___ Der Schmuckbereich glänzt
Das Schmuckgeschäft mit der Vorzeigemarke Cartier bleibt das Zugpferd von Richemont. Die vier Schmuckhäuser der Gruppe - neben Cartier noch Buccellati, Van Cleef & Arpels und Vhernier - setzten 4,8 Milliarden Euro um, zu konstanten Währungen ein Wachstum von 14 Prozent.
Auch das Uhrengeschäft fand im Vergleich zum Vorjahresquartal zu leichtem Wachstum zurück mit +1 Prozent. Organisch wuchs der Bereich gar um 7 Prozent. Dabei sei das zuletzt sehr harzig verlaufene Uhrengeschäft in allen Regionen gewachsen, hiess es.
Auf Gruppenebene lieferte Asien-Pazifik den grössten Beitrag mit einem Umsatzanteil von 29 Prozent. Als einzige Region ist der Umsatz mit -2 Prozent weiterhin rückläufig. Zu konstanten Währungen fand sie aber im Vergleich zum Vorjahr zu Wachstum zurück mit +6 Prozent und setzte damit den Trend aus dem Vorquartal fort. Der Umsatz in China, Hongkong und Macau stieg um 2 Prozent, was aber vor allem auf die solide Entwicklung in Hongkong zurückzuführen war.
Die zweitgrösste Marktregion Americas (Umsatzanteil: 27%; organisches Wachstum: +14%) legte kräftig zu, aber auch Europa (24%; +8%) zeigte sich robust.
___ Margendruck bleibt
Derweil investiere Richemont konsequent weiter in die Maisons, um das Wachstum in einem "komplexen makroökonomischen Umfeld" zu fördern. Schwächere Hauptverkaufswährungen sowie steigende Materialkosten würden auf die Margen drücken. Die Goldpreise etwa kennen seit mehreren Jahren nur noch die Richtung nach oben und erklimmen ein Allzeithoch nach dem nächsten.
Keine weiteren Aussagen wollte der Konzern zu den Auswirkungen durch die US-Zölle machen. Anlässlich der Halbjahreszahlen 2025/26 hatte es im November vom Management geheissen, dass der Impact mit gut 50 Millionen Euro im ersten Semester noch gering gewesen sei. Für das Gesamtjahr stellte Richemont damals jedoch einen negativen Einfluss von rund 300 Millionen in Aussicht.
Die Prognose hatte damals auf dem US-Zoll von 39 Prozent auf Schweizer Waren basiert. Mittlerweile haben die USA die Tarife auf Schweizer Importe rückwirkend per 14. November 2025 auf maximal 15 Prozent gesenkt. Erwartet wird, dass Richemont die Guidance bei der Publikation der Jahreszahlen im Mai entsprechend anpassen wird.
___ Aktie nach starkem Lauf unter Druck
Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy schreibt von einem "spektakulären Wachstum". Die Richemont-Uhrenhersteller hätten erneut überrascht, die Schmuckhäuser glänzten trotz negativer Effekte durch die Währungs- und Goldpreisentwicklung. Der weitere Anstieg im Uhrengeschäft und im Grossraum China signalisiere, dass die Talsohle durchschritten ist, so Bertschy. Die Margen stünden zwar weiterhin unter Druck - doch das Markenportfolio, die Preissetzungsmacht und die Bilanzstärke seien "herausragend".
An der Börse geben die Titel jedoch nach und verlieren am Donnerstag gegen 11.30 Uhr 2,3 Prozent auf 170,80 Franken. Analysten zeigten sich überrascht, hatten sie nach den News doch mit einer positiven Marktbewegung gerechnet. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel 2025 um einer Viertel zugelegt haben.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| CieFinRichemont N | 175.20 |
+0.40
+0.23%
|
180.00 | 154.35 | 712'790.00 |