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Unternehmensergebnis   22.05.2026 09:31:12

Richemont-Aktie nach Zahlen und mit attraktiver Ausschüttung gesucht

Zürich (awp) - Die Richemont-Aktien sind am Freitag fester in den Handel gestartet. Der Schmuck- und Uhrenkonzern hat im Geschäftsjahr 2025/26 mehr umgesetzt als von Analysten erwartet und mit dem operativen Ergebnis die Vorgaben erfüllt. Gut kommen an der Börse vor allem auch die höhere Ausschüttung und ein neu angekündigtes Aktienrückkaufprogramm an.

Die Richemont-Aktie klettert gegen 09.25 Uhr um 2,9 Prozent auf 161,20 Franken, nachdem die Titel kurz nach Eröffnung in einer Erstreaktion sogar auf über 165 Franken gesprungen waren. Der Gesamtmarkt (SMI) steht derweil mit 0,6 Prozent ebenfalls gut im Plus.

Das von Richemont vorgelegte Zahlenset kommt bei Analysten gut an. Der Konzern habe im Schlussquartal des im März zu Ende gegangenen Geschäftsjahres erneut ein gutes organisches Wachstum geliefert, hält Luca Solca von Bernstein fest. Dabei habe sich einmal mehr das Schmuckgeschäft sehr gut entwickelt. Richemont habe insbesondere in den Regionen Amerika, Asien-Pazifik oder auch Japan überzeugt.

Richemont habe für das abgelaufene Jahr starke Wachstumszahlen geliefert und dabei im Schmuckgeschäft weitere Marktanteile gewonnen, hält Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel fest. Die Marge habe derweil wie erwartet unter dem Einfluss von Währungseffekten gelitten.

Im unsicheren Umfeld bleibe Richemont aber eine "Cash-Maschine", so Bertschy weiter. Und mit der Erhöhung der ordentlichen Dividende und dem Versprechen einer Sonderdividende unterstreiche der Konzern seine Bilanzstärke. Für Bertschy bleibt Richemont der bevorzugte Titel im Luxusgütersektor, und er bekräftigt die "Kauf"-Empfehlung.

Die ZKB bleibt mit ihrer "Marktgewichten"-Einschätzung etwas vorsichtiger. Analyst Gian Marco Werro sieht für Richemont kurzfristig auch Risiken, vor allem durch die eingetrübte Konsumentenstimmung etwa in Europa, in den USA oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dabei dürften die höheren Benzinpreise, der anhaltende Inflationsdruck, steigende Flugticketpreise sowie eine insgesamt unsichere Lage in der Reiseindustrie belastend wirken.


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