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Marktgespräch, Gerücht   17.02.2026 10:45:32

Marktgespräch 17. Februar: Versicherer, Avolta

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.30 Uhr):

VERSICHERER: Nach schwachem Jahresstart gesucht (Swiss Re +1,8%, Zurich +1,7%, Helvetia +0,9%, Swiss Life +0,8%)

Die Aktien der grossen Schweizer Versicherer haben sich nach einem denkbar schwachen Start ins Jahr zuletzt kursmässig wieder etwas gefangen. Heute sind sogar alle Titel der Branche weit vorne zu finden im Feld der hiesigen Blue Chips. So richtig klare Erklärungen dafür gibt es im Handel aber nicht. Es wird in erster Linie darauf verwiesen, dass Zurich, Swiss Life oder Baloise mit einer bisherigen Jahresperformance von minus 7-8 Prozent (vor Handelsbeginn) weit hinten zu finden seien und entsprechend Erholungspotential hätten. Swiss Re steht etwas besser da, war aber bereits vor Weihnachten stark eingebrochen. Der Sektor war in den letzten Wochen wie auch andere Bereiche der Wirtschaft - etwa Software, Vermögensverwaltung oder Logistik - wegen neuer KI-Modelle unter Druck geraten. Ein Händler meinte daher zur heutigen Kurserholung: "Die Versicherungen erholen sich von den übertriebenen KI-Ängsten. Die Anleger haben einen Schritt zurück gemacht und die ganze Sache neu eingeordnet und dabei gesehen, dass die Kurseinbussen übertrieben waren."

AVOLTA (+4,7% auf 52,20 Fr.): Am Anfang des Aufwärtstrends

Die Aktionäre von Avolta haben in den vergangenen Jahren viel Geduld gebraucht: zuerst die lähmende Covid-Krise, dann eine Übernahme mit Kapitalerhöhung und zuletzt die verstärkten geopolitischen Spannungen. Dies alles hemmte den Reisedetailhändler und belastete den Aktienkurs. Doch nun scheint Avolta die Dürre überstanden zu haben und will auch wieder vermehrt auf die Wünsche der Aktionäre eingehen. Dieser Ansicht ist auch die UBS. Der zuständige Analyst hat das Rating für die Aktien von Avolta auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft und auch das Kursziel klar auf 65 von 48 Franken angehoben. In jüngster Zeit habe sich die strategische Ausrichtung klar verbessert und es hätten sich neue Wertpotenziale eröffnet, heisst es in einer Studie. Statt auf grosse M&A-Transaktionen setze das Management nun auf Aktionärsrenditen, Schuldenabbau sowie kleinere, ergänzende Akquisitionen. Zudem bildeten eine stärkere Kapitalrendite (ROIC) und verbesserte Cash-Conversion zusammen mit einem höheren Passagieraufkommen einen starken Hebel. Zwar ist der Aktienkurs noch weit unter dem Rekordhoch von über 160 Franken aus dem Jahr 2017. "Doch die Basis für einen erfolgreichen Take off mit ansprechender Flughöhe könnte Avolta gelegt haben", meinte ein Händler.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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