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Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung   30.04.2026 14:58:15

SBB und Siemens besiegeln Milliarden-Auftrag für neue S-Bahn-Züge

Zug (awp/sda) - SBB und Siemens haben den Vertrag für 116 neue S-Bahn-Doppelstockzüge unterzeichnet. Nach einem Rechtsstreit ist der Milliarden-Auftrag damit nun definitiv vergeben.

Die SBB und Siemens Mobility Schweiz haben am Donnerstag den Vertrag über die Lieferung der Züge unterschrieben, wie Siemens mitteilte. Das Auftragsvolumen beträgt bis zu zwei Milliarden Franken. Die Vereinbarung umfasst 116 sechsteilige Züge vom Typ Desiro DoSto sowie eine Option auf 84 weitere Fahrzeuge.

Damit ist die Beschaffung nun formell unter Dach und Fach. Zuvor hatte der Konkurrent Stadler Rail eine Beschwerde gegen die Vergabe zurückgezogen, womit die Vergabe an Siemens rechtskräftig wurde, wie die SBB bereits anfangs April mitteilten.

Mehr Platz ab dem Jahr 2031

Die neuen Züge sollen ab 2031 eingesetzt werden. Vorgesehen sind 95 Fahrzeuge für die Zürcher S-Bahn und 21 für die Westschweiz. Mit rund 540 Sitzplätzen bieten sie deutlich mehr Kapazität als die Modelle der ersten Generation, die sie ersetzen werden. Laut den Bahnbetrieben stehen den Reisenden künftig zehn Prozent mehr Sitzplätze und 30 Prozent mehr Stehplätze zur Verfügung.

Siemens setzt bei der Produktion nach eigenen Angaben auf umweltschonende Verfahren. Die Wagenkästen werden aus speziellem, CO2-reduziertem Aluminium gefertigt. Zudem sollen Wärmepumpen und ein intelligentes Energiemanagement den Stromverbrauch senken.

Ein Teil der Wertschöpfung bleibt laut Siemens in der Schweiz: Während die Wagenkästen in Deutschland gebaut werden, finden die Projektleitung, die Tests und die Inbetriebnahme hierzulande statt. Siemens beschäftigt in der Schweiz rund 6000 Mitarbeitende und investiert derzeit 110 Millionen Franken in einen neuen Campus in Wallisellen ZH.


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