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Zusammenfassung: Meldung, welche die Fakten eines Ereginisses zusammenfasst   19.08.2026 14:49:12

Implenia dank Ergebnisplus und starkem Auftragsbuch im Halbjahr zuversichtlich

Zürich (awp) - Der Baukonzern Implenia blickt auf ein erstes Halbjahr mit einem Plus bei den Aufträgen und beim Ergebnis zurück. Viele Grossprojekte sind derzeit in der Anlaufphase und schieben den Umsatz erst in Zukunft an. Mit Blick auf die Pipeline ist das Unternehmen sehr zuversichtlich.

Von Januar bis Juni 2026 ging der Umsatz denn auch um 4,8 Prozent auf 1,77 Milliarden Franken zurück, wie Implenia am Mittwoch bekannt gab. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte derweil um knapp 6 Prozent auf 60,4 Millionen. Der Fokus auf attraktive Marktsegmente in spezialisierten und margenstarken Bereichen sowie die konsequente Digitalisierung zahlten sich aus, hiess es zur Begründung.

Die Betriebsgewinnmarge verbesserte sich in der Folge auf 3,4 Prozent von 3,1 Prozent im Vorjahressemester. Unter dem Strich stand beim Konzerngewinn ein Plus von knapp 7 Prozent auf 35,6 Millionen zu Buche.

Bei den Sparten lag der EBIT in der Division Buildings, welche Spezialhochbauten wie Rechenzentren erstellt und die Immobiliensparte umfasst, etwas unter Vorjahr. Derweil legten Civil Engineering (Infrastruktur und Tunnel) sowie die Service-Division bei der Profitabilität weiter zu.

Wachstumstreiber Deutschland

Für den weiteren Jahresverlauf ist Implenia angesichts eines über die letzten 12 Monate deutlich gestiegenen Auftragsbestandes von 8,52 Milliarden Franken per Mitte Jahr sehr zuversichtlich. Dabei habe sich auch die wichtige vorkalkulierte Projektmarge im Auftragsbestand mit zuletzt 7,9 Prozent weiter verbessert.

Gerade Deutschland bleibe dabei für den Hochbau ein Wachstumstreiber. "Die Auftragslage hat sich im ersten Halbjahr weiter beschleunigt und unsere Pipeline ist sehr gut", sagte CEO Jens Vollmar an einer Medien- und Analystenkonferenz. Dabei dürften in der Hochbausparte Building Solutions erste Projekte bereits in der zweiten Jahreshälfte den Umsatz stützen, andere würden ihr volles Potenzial erst 2027 und teilweise im Jahr danach entfalten.

Viele der Infrastrukturprojekten, bei denen Implenia auch stark mit Joint Ventures wegen der höheren Profitabilität arbeite, seien aktuell in der umsatzschwachen Anlaufphase.

Ziele bestätigt, Aktie legt zu

An den Zielen für das Gesamtjahr hielt der Konzern allerdings fest: So peilt Implenia für 2026 einen EBIT von rund 150 Millionen Franken an - vor den bereits angekündigten ausserordentlichen Wachstumsinvestitionen von 10 bis 20 Millionen Franken für die Strategieumsetzung. Mit diesen Investitionen sei Implenia auf Kurs.

Ab 2027 soll dann eine Steigerung des EBIT auf über 150 Millionen möglich sein. Zudem strebt das Management kurz- bis mittelfristig eine Umsatzerhöhung auf bis zu 1 Milliarde Franken an und eine EBIT-Marge von 4,5 Prozent. Diese Marge dürfte zudem bereits mit dem laufenden Auftragsbuch erreicht werden, erwartet der CEO.

An der Börse kamen die Zahlen gut an, insbesondere das besser als erwartet ausgefallene Ergebnis und das volle Orderbuch sorgten für lobende Kommentare. Die Aktie legte bis zum frühen Nachmittag um gut 4 Prozent zu.


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