Marktgespräch 15. Juli: Partners Group, Avolta
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.10 Uhr):
PARTNERS GROUP (+0,3% AUF 702,40 Fr.): Kaum ein Befreiungsschlag
Gespanntes Warten: Die Partners Group wird heute nachbörslich erste Zahlen zum Halbjahresabschluss vorlegen. Dem Unternehmen bietet sich damit die Chance, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Die Investoren glauben aber nicht so recht daran und halten sich im Vorfeld der Zahlenpublikation mit spekulativen Zukäufen zurück. Immerhin hat sich die Aktie in den letzten Wochen aber etwas vom Juni-Tief bei klar unter 650 Franken gelöst und pendelt aktuell um die Marke von 700 Franken. "Für einen weiteren Kursanstieg bräuchte es nun aber sehr gute Zahlen, und selbst dann wären steigende Kurse nicht garantiert", meint ein Börsianer. Viel zu viel Geschirr sei zerschlagen worden; und dem Management fehle es wohl am Willen, einen eigentlichen Befreiungsschlag zu wagen - etwa in Form einer Anpassung des Angebots für vermögende Privatkunden. Insgesamt sei die Gefahr weiterer schlechter Nachrichten jedenfalls alles andere als gebannt, meinen Händler mit Verweis auf die aktuellen Branchenprobleme.
AVOLTA (-0,3% auf 48,80 Fr.): Nahost-Konflikt belastet
Die Aktien des Reisedetailhändlers Avolta geben auch am Mittwoch weiter nach. Seit der erneuten Eskalation im Nahen Osten haben die Titel mehr als 10 Prozent an Wert eingebüsst. Auch verschiedene Analysten werden zunehmend vorsichtig. Zwar trage die Region nur drei Prozent zum Konzernumsatz bei, sie gelte aber als besonders margenstark, schreibt die UBS in einem aktuellen Kommentar. Gleichzeitig sorge der Konflikt auch in anderen Regionen für eine gedämpfte Konsumstimmung und abnehmende Reiselust. Auch Berenberg verweist neben dem schwächeren Geschäft im Nahen Osten auf eine nachlassende Dynamik im US-Flugverkehr sowie geringeres Passagierwachstum an wichtigen europäischen Drehkreuzen wie London Heathrow. Da Avolta aufgrund seines hohen operativen Hebels bereits auf kleine Umsatzveränderungen empfindlich reagiere, führten die niedrigeren Wachstumserwartungen zu überproportionalen Kürzungen der Gewinnschätzungen, heisst es. Längerfristig bleiben beide Häuser aber grundsätzlich positiv für das Unternehmen. Verwiesen wird etwa auf die weiterhin robuste Reiselust in Europa, die starke Position in attraktiven Urlaubsdestinationen sowie strukturelle Wachstumstreiber wie das Food-&-Beverage-Geschäft und neue Standorte. Kurzfristig dominieren an der Börse jedoch die geopolitischen Risiken und die Sorge vor einer schwächeren Geschäftsentwicklung - entsprechend bleibt die Aktie unter Druck.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Part Grp Hldg N | 720.40 |
+20.40
+2.91%
|
955.40 | 632.40 | 95'184.00 |
| Avolta N | 49.20 |
+0.26
+0.53%
|
55.80 | 41.82 | 495'259.00 |