Justiz, Kriminalität
30.04.2026 19:35:09
Partners Group wies in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Stellungnahme den Bericht des Hedgefonds als "verleumderisch und irreführend" zurück. Die zu den Bewertungspraktiken bei wenigen ausgewählten Einzelfällen geäusserten Vorwürfe enthielten zahlreiche sachliche Fehler und Falschannahmen, hiess es.
Zudem sei Partners Group von Grizzly nicht um eine Klarstellung oder Stellungnahme zu den geäusserten Sachverhalten gebeten worden. Die Private-Equity-Firma betont, dass ihre Bewertungen von unabhängigen Dritten geprüft würden und auf internationalen Standards (IFRS 13 und US-GAAP Topic 820) beruhen.
___ Streit um Bewertung des Software-Portfolios
Grizzly kritisierte vor allem die Bewertungen im Software-Portfolio der Partners Group und nahm einige Beteiligungen unter die Lupe. Das Engagement in diesem Bereich werde systematisch zu hoch bewertet, so die Behauptung. Bis zu 40 Prozent der Anlagen in den Evergreen-Fonds seien möglicherweise falsch bewertet.
Laut Partners Group verkennt Grizzly etwa bei der Beteiligung an Zenith Longitude Limited, die keine geschäftlichen Aktivitäten verzeichnen soll, dass Zenith die Holdinggesellschaft des weltweit tätigen Logistikers Apex Logistics ist. Oder es werde ausser Acht gelassen, dass die verstaatlichte russische Tochter der Stada Arzneimittel AG auf null abgeschrieben sei. An Stada ist Partners Group indirekt ebenfalls beteiligt.
___ Bedeutung von Evergreen falsch eingeschätzt
Auch weitere Aussagen zum Geschäft sind laut Partners Group unzutreffend, etwa zur Bedeutung der Evergreen-Plattform oder zur Software-Exponierung. Falsch sei die Aussage, dass die Evergreen-Plattform beinahe die Hälfte zum Gesamtumsatz der Gesellschaft beitrage. Der Anteil liege nur bei 34 Prozent. Und die Sektor-Klassifizierung erfolge nach den anerkannten Regeln von Standard & Poor's Capital IQ und sei branchenkonform, so die Mitteilung.
Weiter betonte Partners Group, dass die Evergreen-Fonds im Branchenvergleich während vieler Jahre mit die besten Erfolgsbilanzen aufweisen. Der erste dieser Fonds sei bereits vor über 25 Jahren aufgelegt worden, hiess es. Über die Jahre seien auch bei der Veräusserung von Portfoliofirmen Erfolge erzielt worden.
In der zu Ende gegangenen Woche haben die von Grizzly Reports geäusserten Vorwürfe möglicherweise auch die Kursentwicklung der Partners-Group-Aktie belastet. Während der gesamten Woche büssten die Titel über 7 Prozent an Wert ein.
Partners Group weist Vorwürfe von Grizzly Reports entschieden zurück
Baar (awp) - Partners Group weist einen unlängst publizierten Bericht des Short-Sellers Grizzly Reports entschieden zurück. Die Investmentgesellschaft prüft, ob sie gegen die US-Firma rechtliche Schritte wegen Marktmanipulation ergreifen soll.Partners Group wies in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Stellungnahme den Bericht des Hedgefonds als "verleumderisch und irreführend" zurück. Die zu den Bewertungspraktiken bei wenigen ausgewählten Einzelfällen geäusserten Vorwürfe enthielten zahlreiche sachliche Fehler und Falschannahmen, hiess es.
Zudem sei Partners Group von Grizzly nicht um eine Klarstellung oder Stellungnahme zu den geäusserten Sachverhalten gebeten worden. Die Private-Equity-Firma betont, dass ihre Bewertungen von unabhängigen Dritten geprüft würden und auf internationalen Standards (IFRS 13 und US-GAAP Topic 820) beruhen.
___ Streit um Bewertung des Software-Portfolios
Grizzly kritisierte vor allem die Bewertungen im Software-Portfolio der Partners Group und nahm einige Beteiligungen unter die Lupe. Das Engagement in diesem Bereich werde systematisch zu hoch bewertet, so die Behauptung. Bis zu 40 Prozent der Anlagen in den Evergreen-Fonds seien möglicherweise falsch bewertet.
Laut Partners Group verkennt Grizzly etwa bei der Beteiligung an Zenith Longitude Limited, die keine geschäftlichen Aktivitäten verzeichnen soll, dass Zenith die Holdinggesellschaft des weltweit tätigen Logistikers Apex Logistics ist. Oder es werde ausser Acht gelassen, dass die verstaatlichte russische Tochter der Stada Arzneimittel AG auf null abgeschrieben sei. An Stada ist Partners Group indirekt ebenfalls beteiligt.
___ Bedeutung von Evergreen falsch eingeschätzt
Auch weitere Aussagen zum Geschäft sind laut Partners Group unzutreffend, etwa zur Bedeutung der Evergreen-Plattform oder zur Software-Exponierung. Falsch sei die Aussage, dass die Evergreen-Plattform beinahe die Hälfte zum Gesamtumsatz der Gesellschaft beitrage. Der Anteil liege nur bei 34 Prozent. Und die Sektor-Klassifizierung erfolge nach den anerkannten Regeln von Standard & Poor's Capital IQ und sei branchenkonform, so die Mitteilung.
Weiter betonte Partners Group, dass die Evergreen-Fonds im Branchenvergleich während vieler Jahre mit die besten Erfolgsbilanzen aufweisen. Der erste dieser Fonds sei bereits vor über 25 Jahren aufgelegt worden, hiess es. Über die Jahre seien auch bei der Veräusserung von Portfoliofirmen Erfolge erzielt worden.
In der zu Ende gegangenen Woche haben die von Grizzly Reports geäusserten Vorwürfe möglicherweise auch die Kursentwicklung der Partners-Group-Aktie belastet. Während der gesamten Woche büssten die Titel über 7 Prozent an Wert ein.
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52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Part Grp Hldg N | 848.00 |
-1.60
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1'009.00 | 776.00 | 209'452.00 |