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Personalien, Management, Verwaltungsrat   01.09.2026 13:01:19

Partners Group enttäuscht mit Semesterausweis - Rückkehr zur Doppelspitze

Baar (awp) - Partners Group hat das erste Halbjahr in etwa im Rahmen der Markterwartungen abgeschlossen. Etwas überraschend hat der auf Privatmarktanlagen spezialisierte Vermögensverwalter allerdings einen Wechsel an der Unternehmensspitze angekündigt. Obwohl die News grundsätzlich nicht negativ aufgenommen wurden, wird die Aktie massiv abgestraft.

Die Erträge sanken in den ersten sechs Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken. Das lag laut Mitteilung vom Dienstag an deutlich tieferen Einnahmen aus Performance Fees, die um 39 Prozent zurückgingen. Die Einnahmen aus den erfolgsabhängigen Gebühren erreichten damit einen Anteil von 19 Prozent der Gesamteinnahmen.

Die Hauptertragsquelle für Partners Group sind die fixen Managementgebühren, welche sich abhängig von den verwalteten Vermögen entwickeln. Diese Einnahmen stiegen im ersten Semester um 6 Prozent. Wie bereits seit Juli bekannt, verwaltete der Zuger Asset Manager Ende Juni 186 Milliarden Dollar nach 185 Milliarden Ende 2025.

Guidance gesenkt

Der EBITDA ging damit im ersten Semester um 9 Prozent auf 706 Millionen Franken zurück, was einer Marge von 63 Prozent entspricht. Und der Gewinn fiel mit 502 Millionen um 13 Prozent tiefer aus.

Mit Blick in die Zukunft bestätigte Partners Group derweil die Prognose für die Kapitalzusagen im Gesamtjahr: Für 2026 rechnet der Zuger Asset Manager weiterhin mit 26 bis 32 Milliarden US-Dollar. Neu rechnet er allerdings beim Anteil der Performanceerträge am Gesamteinkommen mit etwa 20 bis 25 Prozent. Zuletzt hatte es geheissen, er solle 2026 am unteren Ende der eigentlichen Zielbreite von 25 bis 40 Prozent zu liegen kommen.

Das würde er aber nicht überinterpretieren, sagte CEO David Layton an einem Webcast mit Analysten. Es könnten im laufenden Jahr noch einige grössere Verkaufsdeals zum Abschluss kommen. Falls nicht dieses Jahr, dann 2027. Das Verkaufsumfeld an sich sei jedenfalls einigermassen intakt und die Pipeline nach wie vor gut gefüllt.

Layton gibt nach acht Jahren Posten ab

Layton wird sich derweil zum Ende dieses Jahres von seinem Posten als Unternehmenschef zurückziehen. Er will sich dann als Chief Investment Officer und "Chairman of the Global Investment Committee" wieder ausschliesslich um Investments kümmern. Stattdessen übernehmen Roberto Cagnati und Juri Jenkner - beide seit über 20 Jahre beim Unternehmen - die operative Co-Leitung.

Layton wird zum Wechsel acht Jahre lang Unternehmenschef gewesen sein: zunächst seit 2019 als Co-CEO und seit 2021 als alleiniger CEO. 2019 übernahm er die Aufgabe in Co-Leitung mit André Frei. Auch davor gab es eine - nicht immer unumstrittene - Doppel-Führungsspitze: Frei leitete Partners Group gemeinsam mit Co-Chef Christoph Rubeli, bis der Amerikaner Layton Rubeli ersetzte. Layton war der erste nichtschweizerische CEO des 1996 gegründeten Unternehmens.

An der Börse verlieren die Aktien am Dienstag gegen 12.20 Uhr 7,1 Prozent auf 680,60 Franken trotz des soliden Halbjahresergebnisses. Am Markt war - nach den jüngsten verschiedenen Turbulenzen - für heute auf positive Überraschungen spekuliert worden, wie es im Handel heisst. Zudem war die Aktie nach dem Absturz zuletzt fast 20 Prozent gestiegen.


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