Marktgespräch 16. März: Sonova, UBS
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.40 Uhr):
SONOVA (-3,8% auf 186,80 Fr.): Amplifon-Deal sorgt für Unruhe
Die Aktien des Hörsystem-Spezialisten Sonova haben schon eine ganze Weile zu kämpfen. Im Grunde bewegen sich die Papiere seit Oktober 2024 abwärts. Neben der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump waren es zuletzt auch die Markttendenzen sowie Aussagen aus den Reihen des Managements, die den Papiere zusetzten. Neu kommen nun Nachrichten der Konkurrenz hinzu. So haben GN Store Nord und Amplifon eine Vereinbarung bekanntgegeben, wonach GN sein Hörgerätegeschäft an Amplifon verkauft. Das sorgt bei Investoren für Verunsicherung und in der Folge für Kursverluste bei Sonova. Dabei besteht laut einem ersten Analystenkommentar nicht unbedingt Grund dazu. Sonova und Branchenkollege Demant sind beide kleinere Lieferanten von Amplifon, heisst es bei Bernstein. Sie schätze, dass circa 3 bis 4 Prozent des Grosshandelsumsatzes von Sonova auf Amplifon entfallen, so die zuständige Expertin. Da Amplifon Hörgeräte nun selbst herstelle, werde dies voraussichtlich ab 2027 zu einem Gegenwind führen. Die Preise von Amplifon seien jedoch sehr niedrig, sodass die Auswirkungen auf die Rentabilität geringer seien. Eine zentrale Frage werde sein, wie unabhängige Händler auf die Nachricht vom Verkauf von GN Hearing an Amplifon reagieren. Möglicherweise gefalle es ihnen nicht, dass GN nun einen wichtigen Wettbewerber beliefert. Davon könnte Sonova laut der Bernstein-Expertin langfristig sogar profitieren.
UBS (-2,1% auf 28,69 Fr.): Bundesrat bleibt wohl hart
Laut einem Bericht des "Sonntagsblick" bleibt Finanzministerin Karin Keller-Sutter hart. Sie will demnach im April eine schärfere Eigenmittelverordnung vorlegen und hat dafür eine Mehrheit im Bundesrat hinter sich. Prompt zählt der Kurs der UBS-Aktie am Montagmorgen zu den grössten Verlierern. Diese hat inzwischen seit dem Mehrjahreshoch von Mitte Januar bei über 38 Franken knapp ein Viertel an Wert eingebüsst. Daran seien allerdings längst nicht nur die Eigenkapitaldiskussionen schuld, meinen Börsianer. Vielmehr lasteten die schlechteren wirtschaftlichen Perspektiven und die Aussichten an der Börse auf dem Kurs. In Sachen Regulierung bleibe nämlich noch immer die Hoffnung, dass das Parlament die Vorschläge von Keller-Sutter aufweichen werde. "Die Mehrheitsverhältnisse dafür sind vorhanden", heisst es unter Marktteilnehmern.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonova Hldg N | 188.60 |
-5.50
-2.83%
|
226.20 | 181.80 | 121'047.00 |
| UBS Group N | 29.51 |
+0.22
+0.75%
|
38.39 | 28.65 | 4'486'371.00 |
| UBS Group 2L N | 29.59 |
+0.35
+1.20%
|
666'000.00 | ||
| UBS Sp CDR-Reg S | 23.88 |
-1.59
-6.24%
|
29.66 | 23.88 | 10.00 |