Devisen: Politische Entspannung sorgt für ruhigeren Handel
Zürich (awp) - Die Entspannung im Zollkonflikt macht sich am Donnerstag auch an den Devisenmärkten bemerkbar. Bis zum Mittag bewegen sich die wichtigesten Währungspaare kaum von der Stelle.
Das Euro/Franken-Paar tritt bei 0,9280 mehr oder weniger auf der Stelle. Auch das Dollar/Franken-Paar bewegt sich mit zuletzt 0,7940 kaum vom Fleck. Und der Euro hat sich gegenüber dem Greenback ebenfalls kaum bewegt, wie der aktuelle Stand von 1,1687 zeigt.
Im Handel wird auf die Kehrtwende des US-Präsidenten Donald Trump im Streit um Grönland verwiesen. Mit seinen Aussagen habe er die Gemüter beruhigt und eine Gegenbewegung ausgelöst. Am Vorabend hatte der US-Präsident am WEF in Davos gesagt, es werde nun doch keine Strafzölle gegen acht europäische Länder zum 1. Februar geben. Zudem hat er Gewalt in der Grönland-Frage ausgeschlossen.
Aus europäischer Sicht sollte man sich nicht zu früh freuen, heisst es in einem Devisenkommentar der Commerzbank. Die Experten verweisen darauf, dass Details zur Einigung im Grönlandstreit noch nicht bekannt seien. "Selbst wenn es zu einer Einigung in dieser Sache kommen wird, ist nicht gesagt, dass die US-Regierung in den kommenden Monaten nicht wieder ein Thema finden wird, was das transatlantische Bündnis erneut infrage stellt", warnen die Experten.
Am Devisenmarkt dürfte sich der Fokus im weiteren Handelsverlauf wieder stärker auf Konjunkturdaten richten. Am Nachmittag stehen unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf dem Programm, die am Markt beachtet werden. Ausserdem werden Daten zu den persönlichen Einkommen in den USA und einem damit verbundenen Indikator für die Preisentwicklung erwartet.
"Die Zahlen zu den privaten Konsumausgaben und die dazugehörigen Deflatoren sind ebenfalls wichtig", heisst es in einem Kommentar der Helaba. Nach Einschätzung der Helaba-Experten dürften die Preisdaten "nochmals auf einen erhöhten Teuerungsdruck hinweisen".
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