Devisen: Franken bleibt als "sicherer Hafen" gefragt
Zürich (awp) - Der Franken ist am Dienstagabend als "sicherer Hafen" weiterhin nahe an seinen Höchstwerten geblieben. Der Dollar hat derweil im Tagesverlauf zu allen wichtigen Währungen nachgegeben.
Zum Schweizer Franken notiert die US-Währung am frühen Abend bei 0,7667 Franken, nachdem sie zuvor einen Tiefstwert bei 0,7658 Franken markiert hatte. Das ist ein Rekordtief, wenn man die Kursturbulenzen rund um die Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 ausklammert.
Der Euro zeigt sich zur Schweizer Währung mit Kursen von 0,9182 Franken etwas erholt, nachdem er am Nachmittag noch einen Tiefstwert von 0,9165 erreicht - die Turbulenzen von 2015 ausser Acht gelassen. Zur US-Währung notiert der Euro am Abend bei 1,1975 Dollar, nachdem er wenige Stunden zuvor mit 1,1993 einen neuen höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren geschrieben hatte.
Mitte Januar hatte der Euro noch weniger als 1,16 Dollar gekostet, bevor die Eskalation des Grönland-Konflikts durch US-Präsident Donald Trump den Dollar unter Druck brachte. Trump hatte im Zuge seiner Absichten, die Arktisinsel von Dänemark zu übernehmen, insgesamt acht europäischen Ländern mit Zöllen gedroht und auch ein militärisches Vorgehen nicht ausgeschlossen. In der vergangenen Woche ruderte Trump dann in beiden Punkten zurück, Entlastung brachte dies für den Dollar aber nicht.
Trotz der Frankenstärke seien bislang keine Interventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auszumachen, hiess es in einem Kommentar der Bank Valiant. Dies passe zu den Signalen, wonach ihr weniger das absolute Kursniveau als vielmehr starke Schwankungen Sorgen bereiten würden. "Der aktuelle Druck geht jedoch stärker vom Dollar aus, wo die Volatilität höher ist und rasch für Entspannung sorgen könnte - auch beim Euro.
Zum gleichen Thema
| DEVISENMARKT | 27.01.2026 22:29:03 | Dollar gibt am Abend nach Trump-Aussagen noch weiter nach |