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Bankrotte, Nachlassstundungen und Konkurse   12.03.2026 17:17:26

Meyer Burgers Solar-Technik wird von US-Firma übernommen

Thun (awp) - Rund ein halbes Jahr nach dem Aus des insolventen Solarmodulherstellers Meyer Burger hat ein US-Unternehmen Technik und Anlagen übernommen. Wie das Unternehmen Swift Solar mit Sitz im kalifornischen Silicon Valley mitteilte, wurden Produktionsanlagen und "geistiges Eigentum" übernommen.

Dadurch werde die in den USA angesiedelte Forschung mit europäischer Expertise in der Herstellung hocheffizienter Silizium-Solarzellen zusammengeführt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte der Insolvenzverwalter von Meyer Burger seinerseits mit.

Wie es konkret mit den früheren Produktions- und Entwicklungsstandorten in Deutschland bei Bitterfeld und Hohenstein-Ernstthal weitergeht, gab das Unternehmen bislang nicht bekannt. Swift Solar erklärte nur, man wolle eine westliche Produktionsbasis für neue Solartechnologie aufbauen.

Die Herstellung von Solarzellen bleibe der zentrale Engpass in der globalen Lieferkette der Solarindustrie, teilte das Unternehmen mit. Die Produktion hocheffizienter Zellen beschränke sich bislang vor allem auf Asien. Mit der Übernahme verschaffe sich das Unternehmen Zugang zu entsprechender Fertigungstechnologie.

Meyer Burger galt als der letzte grosse europäische Solarhersteller. Im vergangenen Herbst wurde der Betrieb an den Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt eingestellt. Das Inventar wurde versteigert. Rund 600 Mitarbeiter in Deutschland mussten gehen.

In den USA verloren etwa 300 Beschäftigte ihre Jobs. Auch am Schweizer Firmensitz wurden alle Mitarbeitenden bis auf ein Abwicklungsteam entlassen. Seit Anfang Dezember 2025 befindet sich das Unternehmen in Nachlassstundung. Diese dauert bis zum 1. Juni 2026. Die Aktien wurden per 14. Januar dekotiert.


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