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Ausblicke   02.11.2026 14:00:43

Ausblick Geberit: Wachstum dürfte sich im dritten Quartal verlangsamt haben

Rapperswil-Jona (awp) - Geberit dürfte im dritten Quartal zwar erneut zugelegt haben. Das Wachstumstempo wird sich aber im Vergleich zum zweiten Quartal wohl etwas verlangsamt haben.

Der Sanitärtechnikkonzern veröffentlicht am Dienstag, 4. November, die Ergebnisse zu den ersten neun Monaten 2026. Insgesamt haben acht Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

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9M 2026
(in Mio Fr.)     AWP-Konsens  9M 2025  

Umsatz              2'531     2'448
EBITDA                779       753
- Marge (in %)       30,6      30,8
Reingewinn            530       494

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Solides Wachstum erwartet

Geberit dürfte auch im dritten Quartal solide gewachsen sein, gemäss den Schätzungen der Analysten allerdings etwas langsamer als im zweiten, als ein Plus in Lokalwährungen von 5,9 Prozent resultierte. In Marktkreisen wird davon ausgegangen, dass zum Wachstum Volumen- wie auch Preiseffekte in etwa ähnlichem Umfang zum Wachstum beigetragen haben.

Dass sich das Wachstumstempo etwas abflachen dürfte, hat Geberit selber schon angekündigt. "Wir erwarten eine Verlangsamung des Volumenwachstums im zweiten Halbjahr im Vergleich zu ersten", sagte CEO Christian Buhl im August. Dies sei unter anderem dem Basiseffekt wegen des starken zweiten Semesters 2025 geschuldet.

Fangen Preiserhöhungen Inflation auf?

Ein genauer Blick gilt daneben der operativen Gewinnmarge. Die für Geberit stark gestiegenen Rohmaterialpreise dürften im Sommer ihren Höhepunkt erreicht haben, meinte Buhl im August. Sie dürften demnach im dritten Quartal gegenüber dem zweiten eher seitwärts verlaufen sein, aber höher als im Vorjahresquartal. Wie meist in den vergangenen Jahren steigen aber auch die Lohnkosten weiter.

Die Analysten gehen mehrheitlich davon aus, dass Geberit die Inflation mit der ausserordentlichen Preiserhöhung vom Juni aufgefangen haben dürfte.

Was erwartet Geberit?

Zur Jahreshälfte machte Geberit wie gewohnt erste konkretere Angaben zu den Erwartungen im Gesamtjahr: Demnach erwartet der Bauzulieferer 2026 ein Nettoumsatzwachstum in lokalen Währungen von 5 bis 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge "in etwa auf Vorjahresniveau" (2025: 29,4%).

Hinsichtlich des Hauptabsatzgebiets Europa sah Buhl im August für das zweite Halbjahr ein positives Momentum im Neubau und eine weiterhin gute Dynamik im Renovationsgeschäft. Insgesamt erwartete er in Europa ein leichtes Wachstum des Marktes, aber noch immer keine breite Erholung.

Was macht die Aktie?

Die Aktien von Geberit haben sich nach einem guten Lauf im Oktober klar von den Tiefstständen von Mai und Juni erholt. Mit einem Minus im Vergleich zum Stand von Ende 2025 von rund 7 Prozent ist die bisherige Jahresperformance aber noch immer negativ. Mit einem Kurs von aktuell knapp 580 Franken befinden sich Geberit in etwa in der Mitte zwischen dem Jahrestief und dem Jahreshoch.


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