News story
Marktgespräch, Gerücht   13.03.2026 10:01:15

Marktgespräch 13. März: ABB, Bauwerte

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.55 Uhr):

ABB (-1,2% auf 66,88 Fr.): Richtet das Industrie-Urgestein "mit der grossen M&A-Kelle" an?

Ein Interview von Peter Voser mit Reuters wirft am Freitag an der Börse hohe Wellen. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur lässt der ABB-Verwaltungsratspräsident nämlich durchblicken, dass er grösseren Firmenübernahmen gegenüber nicht abgeneigt ist. Sein Interesse für Zukäufe gilt insbesondere den Geschäftsfeldern Elektrifizierung, Antriebstechnik und Automatisierung. Wie aus Börsenkreisen verlautet, gehen diese Aussagen mit der Angst vor einer kostspieligen Grossübernahme einher. Beobachter spielen damit auf Spekulationen vom vergangenen Oktober an, wonach ABB an der französischen Legrand interessiert sei. An der Börse in Paris wird der Rivale momentan mit umgerechnet 32 Milliarden Franken bewertet. ABB selbst bringt gut 123 Milliarden Franken auf die Waage. Wie es weiter heisst, liesse sich eine Grossübernahme von diesem oder ähnlichem Kaliber dank der grundsoliden Bilanz zwar durchaus aus eigener Kraft stemmen. Sollte das schweizerisch-schwedische Industrie-Urgestein "mit der grossen M&A-Kelle" anrichten, könnte dies die zuletzt grosszügige Dividendenpolitik in Frage stellen und den finanziellen Spielraum für Aktienrückkäufe einengen. Ausserdem scheue die Börse bekanntlich nichts so sehr wie die Ungewissheit. Letzteres gelte auch in Bezug auf mögliche Grossübernahmen.

,

,

,

AMRIZE (-2,8%), HOLCIM (-1,3%), GEBERIT (-1,6%), SIKA (-1,5%): Sentiment belastet Bauwerte

Konjunktursensitive Werte werden zu Wochenschluss wieder aus den Depots gekippt. Gerade die Papiere der Baustoffkonzerne leiden am Freitag unter Abgaben. Ihnen setzt seit Tagen eine Gemengelage aus mehreren Faktoren zu. Marktbeobachter verweisen auf steigende Energiepreise, die Aussicht auf einen Marschhalt bei den Zinssenkungen durch die grossen Notenbanken und auf die generellen Konjunktursorgen, welche die Iran-Krise mit sich gebracht hat. Bei Amrize kommt der Verkaufsdruck am Freitag aus den USA, wo die an der NYSE kotierten Beteiligungspapiere bereits um mehr als 3 Prozent gesunken waren. Geberit werden im Nachgang von Jahreszahlen durch diverse Kurszielsenkungen belastet. Und während Holcim weiter nach ihrem Allzeithoch im Februar konsolidieren, hat der Zulieferer Sika derzeit offenbar die schlechteste "Investorengeschichte": Mit 134,30 Franken sind dessen Papiere zuletzt auf den tiefsten Stand seit mehr als 5 Jahren gesunken.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


Zum gleichen Thema

Betroffene Instrumente