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Marktgespräch, Gerücht   22.10.2026 10:22:28

Marktgespräch 22. Oktober: ABB, Forbo

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):

ABB (-3,1% auf 69,62 Fr.): "KI-Schwäche" überlagert starke Zahlen

ABB haben am vergangenen Dienstag zwar starke und entsprechend viel gelobte Quartalszahlen vorgelegt. Der seit dem Allzeithoch vom Juni bei 89,14 andauernde Abwärtstrend beim Aktienkurs bleibt aber ungebrochen. Seit Beginn des Monats hat sich die Talfahrt des Titels gar beschleunigt. So steht die Aktie mittlerweile gut 12 Prozent tiefer als noch Ende September und das Jahresplus hat sich von rund +40 auf unter +20 Prozent mehr als halbiert. In Marktkreisen wird auf die generell vorsichtigere Bewertung von KI-Titeln verwiesen. Der KY-Hype werde von einigen Investoren mittlerweile vorsichtiger gesehen, heisst es etwa in einem Kommentar der DZ Bank. Deshalb stehe die Aktie trotz positivem Q3 und trotz der sinnvollen und wertsteigernden M&A-Strategie weiterhin unter Druck. Die Bank erachtet die jüngste Kurskorrektur allerdings als übertrieben - entsprechend empfiehlt sie den Titel weiterhin zum Kauf. Kepler Cheuvreux ist dagegen etwas vorsichtiger. Der Broker zeigt sich von den Q3-Zahlen ebenfalls angetan. Er hat aber das Kursziel in Folge der jüngsten Sektor-Abwertung nach unten angepasst, wobei das Rating weiter bei "Hold" ist.

FORBO (-3,3% auf 887 Fr.): Investorentag bringt kaum neue Impulse

Die Aktien von Forbo verlieren beute bereits den zweiten Tag in Folge deutlich an Wert. Hintergrund dürfte der Investorentag sein, der am gestrigen Mittwoch in Zürich stattfand. Vermutlich waren die Erwartungen diesbezüglich etwas zu hoch. "Der Markt begegnet den neuen Mittelfristzielen eher mit Zurückhaltung", sagte ein Händler. Und auch bei Analysten gibt es gewisse Kritik: Forbo habe gestern etwas zu stark die Produkte in den Vordergrund gerückt statt die Kunden und die Märkte, meinte ein Teilnehmer. Die Forbo-Aktie hat bekanntlich - verbunden mit Gewinnwarnungen und Management-Wechseln - einen schärferen Einbruch hinter sich. Nach Kursen von über 2000 Franken noch im Herbst 2021 fiel das Papier bis in Richtung 700 Franken im Frühling 2025. Seither verläuft die Erholung nur mit angezogener Handbremse. Etwas Rückenwind brachte vor knapp einem Jahr der Einstieg von SEO, dem Family Office von Thomas Schmidheiny, mit einem Anteil von rund 5 Prozent. Aber irgendwie fehlt noch der zündende Funken, auch wenn viele Marktteilnehmer durchaus Potential sehen beim Hersteller von Bodenbelägen und Förderbändern.

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