Marktgespräch 27. Januar: ABB, Gurit
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 9.55 Uhr) Uhr):
BB (+1,5% auf 61,28 Fr.): Gelingt eine positive Überraschung?
Bei ABB wetten viele Investoren zwei Tage vor der Zahlenpräsentation auf eine positive Überraschung. Der Aktienkurs zählt daher am Dienstag im frühen Handel zu den grössten Gewinnern bei den Blue Chips und nähert sich dem vor knapp zwei Wochen markierten Allzeithoch von 61,84 Franken wieder an. ABB habe in den letzten Quartalen stets "geliefert", heisst es. Ausserdem deute nichts daraufhin, dass der Rückenwind nachgelassen habe. ABB profitiert bekanntlich vom Boom bei Rechenzentren. Unterstützung für den ABB-Kurs kommt aktuell zusätzlich von einer neuen Kaufempfehlung der Kepler-Cheuvreux-Analysten, welche nun für die mittelfristigen Perspektiven des Konzerns optimistischer sind. Doch es gibt vereinzelt auch warnende Stimmen. Diese verweisen darauf, dass diverse Analysten bei ihren Umsatzprognosen für das vierte Quartal über der Guidance des Managements liegen. Die Erwartungshaltung sei somit sehr hoch - und entsprechend auch das Enttäuschungspotenzial.
GURIT (+11% auf 20,35 Fr.): Lohnt sich der Sprung auf den fahrenden Zug?
Lange war die Zukunft der einstigen Textilherstellerin Gurit ungewiss. Der Wandel hin zur Herstellerin von Hochleistungskunststoffen und zum Zulieferer für Produzenten der Alternativenergie erfolgte nicht ganz reibungslos. Denn gerade in diesem Gebiet stand und steht das Toggenburger Unternehmen in harter Konkurrenz zu Anbietern aus China. Der Aktienkurs, der 2021 noch bei rund 270 Franken notierte, stürzte entsprechend bis rund 10 Franken ab. Vor kurzem ist aber wieder Leben in den Aktie gekommen. Mit einem aktuellen Plus von rund 70 Prozent ist Gurit die am stärksten gestiegene Schweizer Aktie bisher im 2026. Und dies nicht ohne Grund: Das Unternehmen hatte zuletzt verschiedene Erfolge zu verzeichnen. So haben die Auftragseingänge im letzten Semester zugenommen und nun soll auch die Profitabilität entgegen früheren Angaben steigen. Dies hat denn auch mehrere Analysten dazu bewogen, über die Bücher zu gehen. So hat heute etwa die ZKB ihre Empfehlung gleich auf "Übergewichten" von zuvor "Untergewichten" erhöht. Der Margenanstieg bedeute, dass die Restrukturierungsmassnahmen sich bereits jetzt positiv bemerkbar machten und dies sei zusammen mit dem anziehenden Windgeschäft noch ungenügend in der Bewertung zu sehen, heisst es dazu. Es könnte sich daher auch nach dem starken Kursanstieg noch lohnen, auf den abfahrenden Zug aufzuspringen, meinte ein Händler.
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