Arbeit, Soziales
19.05.2026 14:06:15
Der Stellenabbau solle in zwei Phasen erfolgen: Von September bis November 2026 könnten bis zu 90 Stellen wegfallen, zwischen Mai und Juni 2027 weitere bis zu 130 Stellen. Die operativ tätigen Flugverkehrsleitenden seien allerdings von möglichen Entlassungen ausgenommen. Am Dienstag eröffnete das Skyguide ein dreissig-tägiges Konsultationsverfahren.
Im Rahmen des Konsultationsverfahrens will Skyguide gemeinsam mit Sozialpartnern und Arbeitnehmervertretungen Massnahmen prüfen, um die Zahl der Kündigungen möglichst zu begrenzen. Genannt werden unter anderem weniger Neueinstellungen, Frühpensionierungen, interne Wechsel und ein geringerer Einsatz externer Mitarbeitender.
Bis zum 18. Juni können Mitarbeitende, Arbeitnehmervertretungen sowie Gewerkschaften Vorschläge einreichen, um Entlassungen zu vermeiden oder deren Folgen zu mildern. Anschliessend, so wurde mitgeteilt, werde das Unternehmen über das weitere Vorgehen entscheiden.
___ Kostendruck und Effizienzziele
Als Gründe für den Stellenabbau nennt Skyguide steigende Personal- und Systemkosten, unsichere Einnahmen, europäische Effizienzziele sowie komplexe interne Strukturen. Die Personalkosten hätten 2025 rund 382 Millionen Franken betragen, bei Gesamtausgaben von 576 Millionen Franken.
Skyguide wolle mit strukturellen Anpassungen die finanzielle Stabilität sichern, die Effizienz erhöhen und die Organisation stärker auf den Kernauftrag der Flugsicherung ausrichten, heisst es. Sicherheit und Betriebskontinuität seien während des gesamten Prozesses gewährleistet.
Das Flugsicherungsunternehmen sei sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und wolle die Auswirkungen für Mitarbeitende so gering wie möglich halten sowie deren soziale Folgen abfedern. Gleichzeitig sei es für Skyguide aber essenziell, zentrale Kompetenzen und wichtige Mitarbeitende im Unternehmen halten zu können, um so den Betrieb und die Weiterentwicklung sichern zu können.
___ Alle Alternativen sollen geprüft werden
In einer Stellungnahme betonte die Gewerkschaft Syndicom am Dienstag, das angekündigte Konsultationsverfahren dürfe keine reine Formsache sein. Gemäss Syndicom stehen Skyguide und Sozialpartner in der Verantwortung, "sämtliche Möglichkeiten zu prüfen, um Kündigungen zu vermeiden oder deren Folgen abzufedern."
"Jetzt braucht es Transparenz, Respekt gegenüber den Mitarbeitenden und ein ernsthaft geführtes Konsultationsverfahren", äusserte sich Syndicom-Zentralsekretärin Carol Ghiggi. Die Gewerkschaft gab an, sich für die Betroffenen einzusetzen und sie im angekündigten Konsultationsverfahren eng begleiten zu wollen.
Skyguide rechnet mit Abbau von 220 Stellen bis Ende 2027
Genf (awp/sda/awp) - Nach aktuellem Stand rechnet Skyguide mit bis zu 220 möglichen Entlassungen bis Ende 2027. Die ersten neunzig Stellen könnten schon bis Ende des Jahres wegfallen. Vom Stellenabbau betroffen sein könnten Mitarbeitende in Dübendorf und in Genf, hiess es seitens der Schweizer Flugsicherung.Der Stellenabbau solle in zwei Phasen erfolgen: Von September bis November 2026 könnten bis zu 90 Stellen wegfallen, zwischen Mai und Juni 2027 weitere bis zu 130 Stellen. Die operativ tätigen Flugverkehrsleitenden seien allerdings von möglichen Entlassungen ausgenommen. Am Dienstag eröffnete das Skyguide ein dreissig-tägiges Konsultationsverfahren.
Im Rahmen des Konsultationsverfahrens will Skyguide gemeinsam mit Sozialpartnern und Arbeitnehmervertretungen Massnahmen prüfen, um die Zahl der Kündigungen möglichst zu begrenzen. Genannt werden unter anderem weniger Neueinstellungen, Frühpensionierungen, interne Wechsel und ein geringerer Einsatz externer Mitarbeitender.
Bis zum 18. Juni können Mitarbeitende, Arbeitnehmervertretungen sowie Gewerkschaften Vorschläge einreichen, um Entlassungen zu vermeiden oder deren Folgen zu mildern. Anschliessend, so wurde mitgeteilt, werde das Unternehmen über das weitere Vorgehen entscheiden.
___ Kostendruck und Effizienzziele
Als Gründe für den Stellenabbau nennt Skyguide steigende Personal- und Systemkosten, unsichere Einnahmen, europäische Effizienzziele sowie komplexe interne Strukturen. Die Personalkosten hätten 2025 rund 382 Millionen Franken betragen, bei Gesamtausgaben von 576 Millionen Franken.
Skyguide wolle mit strukturellen Anpassungen die finanzielle Stabilität sichern, die Effizienz erhöhen und die Organisation stärker auf den Kernauftrag der Flugsicherung ausrichten, heisst es. Sicherheit und Betriebskontinuität seien während des gesamten Prozesses gewährleistet.
Das Flugsicherungsunternehmen sei sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und wolle die Auswirkungen für Mitarbeitende so gering wie möglich halten sowie deren soziale Folgen abfedern. Gleichzeitig sei es für Skyguide aber essenziell, zentrale Kompetenzen und wichtige Mitarbeitende im Unternehmen halten zu können, um so den Betrieb und die Weiterentwicklung sichern zu können.
___ Alle Alternativen sollen geprüft werden
In einer Stellungnahme betonte die Gewerkschaft Syndicom am Dienstag, das angekündigte Konsultationsverfahren dürfe keine reine Formsache sein. Gemäss Syndicom stehen Skyguide und Sozialpartner in der Verantwortung, "sämtliche Möglichkeiten zu prüfen, um Kündigungen zu vermeiden oder deren Folgen abzufedern."
"Jetzt braucht es Transparenz, Respekt gegenüber den Mitarbeitenden und ein ernsthaft geführtes Konsultationsverfahren", äusserte sich Syndicom-Zentralsekretärin Carol Ghiggi. Die Gewerkschaft gab an, sich für die Betroffenen einzusetzen und sie im angekündigten Konsultationsverfahren eng begleiten zu wollen.
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