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Marktgespräch, Gerücht   14.09.2026 09:55:43

Marktgespräch 14. September: Roche, Straumann

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.50 Uhr):

ROCHE (+3,0% auf 354,60 Fr.): Die Leiden der anderen

Manchmal sind es nicht einmal die unternehmenseigenen Nachrichten, die bei Aktien für Kursbewegungen sorgen können. Dies dürfte am heutigen Montag auch bei den Roche-PS der Fall sein. Zwar werten Analysten die Nachrichten vom chinesischen Partner Medilink zum neuartigen Krebsmittel Tam-Peli (Tambotatug pelitecan) als grundsätzlich positiv und ermutigend. Es dürften laut Händlern aber eher die negativen Nachrichten der Konkurrenz sein, die den Titeln einen gewissen Schub zum Wochenstart geben. So hat AstraZeneca gerade einen Rückschlag mit einem neuartigen Ansatz bei der Brustkrebsbehandlung erlitten. Wichtig dabei: Es handelt sich um einen Wirkstoff aus der sogenannten SERD-Klasse. Hier ist auch Roche mit seinem Giredestrant unterwegs, einem Wirkstoff, dem die Basler enormes Potenzial zutrauen. AstraZeneca ist allerdings alles andere als aus dem Rennen auf diesem Gebiet. Der Rückschlag betraf lediglich einen von verschiedenen Ansätzen. Von daher sollte die Auswirkung auf Roche auch nicht überbewertet werden. Die zweite Stütze dürften die Misserfolge des Konkurrenten Novartis sein, auch wenn die arg gebeutelten Aktien zum Wochenstart eine Gegenbewegung erleben. Die verschiedenen Hiobsbotschaften der vergangenen Tage dürften aber bei vielen auf die Schweiz fokussierten Investoren für gewisse Umschichtungen von Novartis zu Roche sorgen.

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STRAUMANN (+1,7% auf 95,68 Fr.): Dritte Hochstufung im September schiebt an

Die Aktien des Dentalimplantateherstellers Straumann legen am Montag deutlich zu und nähern sich wieder der Marke von 100 Franken. Rückenwind gibt eine Hochstufung durch Goldman Sachs auf "Buy". Nach UBS und Morgan Stanley ist dies bereits die dritte Ratingerhöhung seit Anfang September. Nach den hohen Investitionen der vergangenen Jahre dürften der operative Gewinn und der freie Cashflow in den kommenden Jahren wieder deutlich anziehen, heisst es in der aktuellen Studie. Dazu beitragen sollen vor allem Effizienzsteigerungen in der Produktion. Insbesondere der neue Standort in Shanghai dürfte die Kosten im China-Geschäft spürbar senken. Zusätzlichen Reiz bietet aus Sicht von Goldman Sachs die Bewertung: Mit einem erwarteten KGV von rund 25 notiere Straumann sowohl absolut als auch im Vergleich zu europäischen Medtech-Werten nahe der langjährigen Tiefständen. Geht es nach den Goldman-Sachs-Analysten, dürfte die Marke von 100 Franken nur eine Zwischenstation sein. Das neue Kursziel liegt mit Blick auf die kommenden zwölf Monate 25 Prozent darüber. Bis zu den Höchstständen von rund 200 Franken, welche die Aktie vor knapp fünf Jahren erreicht hatte, wäre allerdings noch mehr als eine Kursverdoppelung nötig.

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