Bei Roche-Bons sorgen Nebenwirkungen für Kursverluste
Zürich (awp) - An sich ist es eine gute Nachricht, wenn sich ein Wirkstoff als noch wirksamer als die derzeitige Standardtherapie erweist - vorausgesetzt diese bessere Wirksamkeit kommt nicht mit Nebeneffekten einher. Was dann passiert, ist bei den Roche-Bons am Montag zu sehen, die trotz grundsätzlich positiver Studiendaten nachgeben.
So fallen die Aktien in einem insgesamt leicht freundlichen Markt gegen 9.30 Uhr um 0,5 Prozent auf 354,50 Franken zurück. Gleichzeitig hält sich der Leitindex SMI mit +0,14 Prozent leicht im grünen Bereich.
Roche hatte am Wochenende ausführliche Daten zu seinem MS-Mittel Fenebrutinib vorgestellt. Während die Wirksamkeit mit den Ergebnissen einmal mehr untermauert wurde, sorgen sich Analysten vor allem um die Daten zu den Nebenwirkungen. Gerade die mögliche Schädigung der Leber stelle ein Risiko für eine US-Zulassung bei PPMS (Primary Progressive Multiple Sclerosis) dar, heisst es in Analystenkreisen.
Auf der Positiv-Seite vermerken die Experten einstimmig, dass die Studie gezeigt hätte, dass der neue Wirkstoff gegenüber der bereits zugelassenen Therapie mit Ocrevus nicht unterlegen war. Die Ergebnisse hätten unterstrichen, "dass Fenebrutinib genauso wirksam ist wie Ocrevus, das einzige für die Anwendung bei PPMS zugelassene Medikament", fasst es James Quigley von Goldman Sachs zusammen. Der Schwerpunkt wird jedoch auf der Lebersicherheit liegen, die ein bekanntes potenzielles Risiko bei der Wirkstoffklasse bei Multipler Sklerose darstelle.
So verweisen die Händler denn auch allesamt auf die kürzlich erfolgte Ablehnung der US-Zulassungsbehörde FDA, die Sanofis Tolebrutinib bei einer bestimmten Form der Multiplen Sklerose die Zulassung verweigerte. Zwar gab es in der Roche-Studie nicht die gleichen Vorfälle wie bei Sanofi, allerdings wurde bei ca. 13 Prozent der Fenebrutinib-Patienten Leberenzymwerte beobachtet, die mehr als dreimal so hoch waren wie der obere Normwert. Auch wenn die FDA das Gesamtbild beachten werde, sehen die Experten allesamt ein mögliches Risiko in diesen Leberwerten.
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| FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG | 09.02.2026 09:47:08 | Bei Roche-Bons sorgen Nebenwirkungen für Kursverluste |
Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Roche Hldg G | 353.90 |
-2.50
-0.70%
|
362.30 | 283.60 | 688'882.00 |
| Roche Hldg I | 360.80 |
-4.00
-1.10%
|
367.60 | 297.20 | 23'935.00 |
| Roche Sp CDR-Reg S | 28.18 |
+0.01
+0.04%
|
28.56 | 22.55 | 501.00 |