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Finanzierungen, Kapitalerhöhungen   28.05.2026 17:40:10

Allreal-CEO schliesst Kapitalerhöhungen für Zukäufe nicht aus

Zürich (awp) - Der Immobilienkonzern Allreal schliesst zur Finanzierung von Wachstumsschritten Kapitalerhöhungen nicht aus. "Kapitalerhöhungen schliessen wir nicht aus, wenn sich eine gute Akquisitionsmöglichkeit ergibt", sagte CEO Stephan Widrig in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" vom Donnerstag.

Für das Wachstum sei das Unternehmen aber "nicht darauf angewiesen". Mit der gegenwärtigen Entwicklungspipeline könne das Unternehmen ein Anlagevolumen von insgesamt rund 2 Milliarden Franken realisieren und dadurch auch das Portfolio aus eigener Kraft vergrössern.

Mit Blick auf die Verschuldung verteidigte Widrig den vergleichsweise hohen Fremdkapitalanteil. Die derzeit ausgewiesenen Schulden von knapp 2,7 Milliarden Franken seien "immer auch in Relation zur Qualität der dahinterliegenden Werte zu betrachten", sagte der Konzernchef. Das Portfolio bestehe aus "erstklassigen Immobilien an gut erschlossenen Lagen in Zürich und Genf".

Allreal habe sich intern eine Obergrenze von 50 Prozent beim sogenannten Loan-to-Value-Verhältnis gesetzt, sagte Widrig. In den vergangenen zehn Jahren habe die Kennzahl stets bei rund 45 Prozent gelegen.

Kritisch äusserte sich Widrig zu den Plänen des Bundesrats zur Verschärfung der Lex Koller respektive der Regeln für den Immobilienerwerb durch Ausländer. Die Vorschläge würden "faktisch bedeuten, dass ausländische Anleger nicht mehr bei Schweizer Wohnimmobiliengesellschaften investieren könnten". Dies würde die Wohnungsnot "nicht im Ansatz angehen". Ein Abzug ausländischen Kapitals hätte laut Widrig "negative Konsequenzen für die Finanzierungskosten von Immobilien und damit auch für die Mietpreise". Er glaube daher nicht, "dass der Vorschlag wie vorliegend umgesetzt wird".


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