Marktgespräch 30. Januar: Gold/Silber, Accelleron
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):
GOLD/SILBER (-,2% auf 5153 USD; -11,2% auf 104,40 USD): Was folgt nach dem Mini-Crash?
Eigentlich ist es keine Überraschung. Nach dem extremen Hype folgt die Korrektur - der Goldpreis (und im Zuge dessen auch Silber) rauscht in die Tiefe. Und auch wenn alle zuvor von Übertreibung sprachen, ist ein solcher "Mini-Crash" dann doch ein Schock. "Hier wurde in rund 30 Minuten eine Marktkapitalisierung im Gegenwert von rund 2,5 Milliarden Dollar vernichtet", fasst eine Händlerin zusammen. Denn in kürzester Zeit sackte der Goldpreis von über 5500 auf nur noch knapp über 5100 Dollar ab. Bei Silber sieht die Bewegung von gut 121 auf nun noch 104 Dollar nochmals drastischer aus. "Die vorige Kursexplosion war trotz der geopolitischen Sorgen nicht mehr fundamental, sondern nur noch spekulativ zu erklären", heisst es am Markt weiter. Daher sei ein weiterer Rücksetzer auf Goldkurse von 4600 bis 4800 Dollar nicht auszuschliessen. Unterstützen könnte eine solche Korrektur - man ahnt es - einmal mehr Donald Trump. Denn er wird heute noch seinen Kandidaten für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell verkünden. Gewettet wird derzeit auf Kevin Warsh. Dieser gilt allerdings als "Falke", der nicht zwingend schnell die Zinsen senken dürfte. Was das alles mit Gold zu tun hat? Der Kreis schliesst sich um den US-Dollar. Denn stabile Zinsen und eine weiter glaubwürdige, unabhängige US-Notenbank verringern den Abwertungsdruck auf den Greenback und würden ihn wieder als Reservewährung für andere Notenbanken salonfähiger machen - und damit bremsten sie gleichzeitig die Nachfrage nach dem Edelmetall und den Goldpreis in Dollar.
ACCELLERON (+1,4% auf 73,55 Fr.): UBS schürt Rückkauf-Spekulationen
Mit einem positiven Kommentar verleiht die UBS den Aktien von Accelleron am Freitag Flügel. Im frühen Handel erklimmen die Valoren des Herstellers von Hochleistungsturboladern bei 74,25 Franken sogar ein neues Jahreshoch. Das kommt nicht von ungefähr, geht der für die Grossbank tätige Analyst doch davon, aus, dass das Unternehmen mit der Veröffentlichung der Jahreszahlen ein Aktienrückkaufprogramm bekannt geben wird. Er sieht für 2026 Raum für einen Rückkauf eigener Aktien im Umfang von mindestens 100 Millionen Franken. Wie der UBS-Analyst weiter ausführt, könnte Accelleron in den darauffolgenden Jahren mit weiteren Rückkäufen nachlegen. Er macht das davon abhängig, ob das Unternehmen geeignete Übernahmeziele findet oder nicht. Ergänzende Zukäufe würden den finanziellen Spielraum für Aktienrückkäufe bekanntlich schmälern. Wie aus hiesigen Börsenkreisen verlautet, sind die Aktien von Accelleron denn auch dringend auf frische Impulse angewiesen. Nach dem starken Lauf der letzten Wochen sind die Valoren nämlich über das Zwölf-Monats-Kursziel der UBS von 71,30 Franken hinausgeschossen. Beobachter erwarten, dass die Grossbank an ihrer Kaufempfehlung festhält und ihr Zwölf-Monats-Kursziel nach der Jahresergebnisveröffentlichung von Mitte März unter positiven Vorzeichen überarbeiten wird.
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