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Unternehmensergebnis   29.01.2026 16:09:55

Abriss von AKW Fessenheim soll im Mai starten

FESSENHEIM (awp international) - Der Rückbau des stillgelegten französischen Atomkraftwerks Fessenheim nahe der deutschen Grenze soll im Mai beginnen. Der Erlass für den Rückbau werde im März erwartet, teilte der französische Stromkonzern EDF mit. Nach der Genehmigung der Betriebsvorschriften für den Rückbau durch die Behörde für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz (ASNR) könnten die Arbeiten beginnen.

Das Kraftwerk südlich von Freiburg war 2020 nach 42 Betriebsjahren stillgelegt worden. Atomkraftgegner auch in Deutschland hatten zuvor jahrelang die Abschaltung des Meilers im Elsass gefordert. Der Abtransport aller Brennelemente aus dem Kraftwerk war bereits im September 2022 abgeschlossen worden.

Dampferzeuger werden demontiert

Die Vorarbeiten für den Rückbau seien zu 98 Prozent abgeschlossen, teilte EDF mit. Zu den wichtigsten Arbeiten im ersten Jahr des Rückbaus gehörten die Demontage der drei Dampferzeuger des Reaktors Nr. 1 und die Entfernung der Gestelle, auf denen die verbrauchten Brennelemente nach ihrem Durchlauf durch den Reaktorkern gelagert wurden. Diese Arbeiten symbolisierten den konkreten Eintritt des Standorts in eine neue Phase seiner Umgestaltung.

Der französische Stromkonzern will an dem Atomstandort auf einem bisher ungenutzten Areal ab 2027 eine Schmelzanlage für schwach radioaktiv belasteten Schrott errichten. Es können den Plänen zufolge potenziell 500.000 Tonnen Metalle aus ganz Frankreich verwertet werden, etwa Dampferzeuger aus heimischen Atomkraftwerken. EDF verspricht im sogenannten Technocentre 200 Arbeitsplätze. Die Schrottverwertung soll 2031 in Betrieb gehen, für das Projekt sollen etwa 450 Millionen Euro fliessen.


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