Unternehmensergebnis
22.05.2026 17:40:04
Die verwalteten Vermögen stiegen dank der Geldzuflüsse und einer guten Entwicklung an den Finanzmärkten seit Jahresbeginn um 1 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 528 Milliarden Franken, wie dem am Freitag publizierten Zwischenbericht von Julius Bär zu entnehmen ist.
___ Aktie sackt ab
Die Netto-Neugeldzuflüsse fielen mit 3,0 Milliarden Franken respektive annualisiert 1,7 Prozent der Kundenvermögen allerdings klar unter dem Vorjahreswert (4,2 Milliarden) und auch unter den Erwartungen der Analysten aus. Die Zuflüsse liegen zudem klar unter dem Mittelfristziel: Bis 2028 will die Bank Netto-Neugelder von 4 bis 5 Prozent der verwalteten Vermögen anziehen.
Entsprechend erlitten die Julius-Bär-Titel heftige Kursabschläge: Die Aktien der Privatbank gingen mit einem Minus von 6,9 Prozent aus dem Handel, nachdem sie allerdings Anfang der Woche noch neue Höchstwerte erreicht hatten. Analysten bewerteten den Zwischenabschluss als durchzogen, wobei sie sich insbesondere enttäuscht vom klar schwächer als erwarteten Neugeldzufluss zeigten.
CEO Stefan Bollinger begründete die Verlangsamung bei den Neugeldern an einer Analystenkonferenz zum einen mit der Unsicherheit um den anhaltenden Nahostkonflikt. Er verwies zum anderen aber auch auf den weiter anhaltenden Risikoabbau bei den Kundenbeziehungen aufgrund eines deutlich strengeren Compliance-Rahmens, der sich stärker als erwartet ausgewirkt habe.
___ Hohe Bruttomarge
Die "unsicheren Zeiten" und die hohe Volatilität an den Finanzmärkten führten aber auch bei den Julius-Bär-Kunden zu einem deutlichen Anstieg der Aktivitäten. Die Erträge auf den Kundenvermögen (Bruttomarge) kletterten in der Folge für die ersten vier Monate auf 90 Basispunkte.
Bereits zum Ende der Periode verzeichnete die Privatbank allerdings wieder eine deutliche Abschwächung der Kundenaktivität: Im April habe sich die Bruttomarge in der Folge wieder auf 81 Basispunkte "normalisiert", sagte Finanzchefin Evie Kostakis.
Die Gewinnzahlen im ersten Halbjahr profitieren aber von der guten Ertragsentwicklung: Der IFRS-Konzerngewinn für das erste Halbjahr 2026 dürfte "deutlich über demjenigen des ersten Halbjahres 2025" liegen, so die Bank. Im Vorjahreszeitraum war der Gewinn allerdings auch noch von umfangreichen Wertberichtigungen auf dem Kreditportfolio belastet worden.
___ Nichts Neues von der Finma
Keine Neuigkeiten gab es zur weiterhin laufenden Finma-Untersuchung zu den hohen Kreditverlusten in der Folge der Pleite des österreichischen Immobilienkonzerns Signa: Über den Zeitpunkt eines Abschlusses wolle er nicht spekulieren, sagte Bollinger.
Der Abschluss der Finma-Untersuchung gilt als Voraussetzung für ein von vielen Investoren herbeigesehntes Aktienrückkaufprogramm: Die weitere Verbesserung der Kapitalquoten in den ersten vier Monaten des Jahres zeige, dass die Bank für weitere Rückführungen an die Aktionäre "gut positioniert" sei, hiess es in Analystenkommentaren.
___ Neue Geschäftsleitungs-Mitglieder
Derweil erweitert Julius-Bär-Chef Bollinger die Geschäftsleitung wieder, nachdem er die Zahl der Mitglieder nach seinem Amtsantritt noch deutlich verringert hatte: Neu nehmen Thomas Frauenlob, Co-Leiter "Western Markets & Switzerland" und Rajesh Manwani, Co-Leiter "Global Products & Solutions" in dem Gremium Einsitz. Nicht mehr Teil der Geschäftsleitung ist allerdings Chefjurist Christoph Hiestand.
Julius Bär verzeichnet Verlangsamung bei Neugeld-Zufluss
Zürich (awp) - Die Privatbank Julius Bär hat in den ersten vier Monaten des Jahres das volatile Umfeld zu spüren bekommen. So konnte das Vermögensverwaltungsinstitut den Ertrag dank ausserordentlich hoher Kundenaktivitäten klar verbessern. Gleichzeitig verlangsamte sich aber der Zufluss von Neugeldern.Die verwalteten Vermögen stiegen dank der Geldzuflüsse und einer guten Entwicklung an den Finanzmärkten seit Jahresbeginn um 1 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 528 Milliarden Franken, wie dem am Freitag publizierten Zwischenbericht von Julius Bär zu entnehmen ist.
___ Aktie sackt ab
Die Netto-Neugeldzuflüsse fielen mit 3,0 Milliarden Franken respektive annualisiert 1,7 Prozent der Kundenvermögen allerdings klar unter dem Vorjahreswert (4,2 Milliarden) und auch unter den Erwartungen der Analysten aus. Die Zuflüsse liegen zudem klar unter dem Mittelfristziel: Bis 2028 will die Bank Netto-Neugelder von 4 bis 5 Prozent der verwalteten Vermögen anziehen.
Entsprechend erlitten die Julius-Bär-Titel heftige Kursabschläge: Die Aktien der Privatbank gingen mit einem Minus von 6,9 Prozent aus dem Handel, nachdem sie allerdings Anfang der Woche noch neue Höchstwerte erreicht hatten. Analysten bewerteten den Zwischenabschluss als durchzogen, wobei sie sich insbesondere enttäuscht vom klar schwächer als erwarteten Neugeldzufluss zeigten.
CEO Stefan Bollinger begründete die Verlangsamung bei den Neugeldern an einer Analystenkonferenz zum einen mit der Unsicherheit um den anhaltenden Nahostkonflikt. Er verwies zum anderen aber auch auf den weiter anhaltenden Risikoabbau bei den Kundenbeziehungen aufgrund eines deutlich strengeren Compliance-Rahmens, der sich stärker als erwartet ausgewirkt habe.
___ Hohe Bruttomarge
Die "unsicheren Zeiten" und die hohe Volatilität an den Finanzmärkten führten aber auch bei den Julius-Bär-Kunden zu einem deutlichen Anstieg der Aktivitäten. Die Erträge auf den Kundenvermögen (Bruttomarge) kletterten in der Folge für die ersten vier Monate auf 90 Basispunkte.
Bereits zum Ende der Periode verzeichnete die Privatbank allerdings wieder eine deutliche Abschwächung der Kundenaktivität: Im April habe sich die Bruttomarge in der Folge wieder auf 81 Basispunkte "normalisiert", sagte Finanzchefin Evie Kostakis.
Die Gewinnzahlen im ersten Halbjahr profitieren aber von der guten Ertragsentwicklung: Der IFRS-Konzerngewinn für das erste Halbjahr 2026 dürfte "deutlich über demjenigen des ersten Halbjahres 2025" liegen, so die Bank. Im Vorjahreszeitraum war der Gewinn allerdings auch noch von umfangreichen Wertberichtigungen auf dem Kreditportfolio belastet worden.
___ Nichts Neues von der Finma
Keine Neuigkeiten gab es zur weiterhin laufenden Finma-Untersuchung zu den hohen Kreditverlusten in der Folge der Pleite des österreichischen Immobilienkonzerns Signa: Über den Zeitpunkt eines Abschlusses wolle er nicht spekulieren, sagte Bollinger.
Der Abschluss der Finma-Untersuchung gilt als Voraussetzung für ein von vielen Investoren herbeigesehntes Aktienrückkaufprogramm: Die weitere Verbesserung der Kapitalquoten in den ersten vier Monaten des Jahres zeige, dass die Bank für weitere Rückführungen an die Aktionäre "gut positioniert" sei, hiess es in Analystenkommentaren.
___ Neue Geschäftsleitungs-Mitglieder
Derweil erweitert Julius-Bär-Chef Bollinger die Geschäftsleitung wieder, nachdem er die Zahl der Mitglieder nach seinem Amtsantritt noch deutlich verringert hatte: Neu nehmen Thomas Frauenlob, Co-Leiter "Western Markets & Switzerland" und Rajesh Manwani, Co-Leiter "Global Products & Solutions" in dem Gremium Einsitz. Nicht mehr Teil der Geschäftsleitung ist allerdings Chefjurist Christoph Hiestand.
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| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Julius Baer Grp N | 63.38 |
-4.72
-6.93%
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68.70 | 54.30 | 607'332.00 |