Julius Bär-Aktien geben nach Jahreszahlen deutlich nach
Zürich (awp) - Die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär sind am Montag deutlich schwächer in den Handel gestartet. Die Privatbank hat mit ihren am Morgen vorgelegten Resultat die Erwartungen beim Gewinn übertroffen, während die Entwicklung der verwalteten Vermögen in etwa den Prognosen entsprach.
Kurz vor 10 Uhr notieren Julius Bär in einem wenig veränderten Gesamtmarkt um 4,0 Prozent im Minus auf 62,06 Franken. Im Markt ist vor allem von Gewinnmitnahmen die Rede. Die Bär-Aktie war nach einem Zwischentief im Oktober massiv angestiegen und hatte am 19. Januar bei 68,16 Franken ein Allzeit-Hoch erzielt.
Dass der IFRS-Gewinn über den Markterwartungen ausfiel, war auf Wiedereingänge von bereits früher getätigten Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem Signa-Debakel zurückzuführen, wie etwa die ZKB-Analysten feststellen. Diese kompensierten teilweise die im Jahresverlauf bereits angekündigten erneuten Wertberichtigungen aus der Bereinigung des Kreditbuchs. Der zugrunde liegende Gewinn habe dagegen den Erwartungen in etwa entsprochen.
Julius Bär habe im vergangenen Jahr verschiedene Altlasten bereinigt und habe das Geschäft weiter risikoärmer gemacht, heisst es auch bei den Analysten der Bank Vontobel: Es sei nun zu hoffen, dass 2026 deutlich weniger ereignisreich werde und sich das erneuerte Management-Team wieder auf das operative Geschäft konzentrieren könne.
Keine Neuigkeiten gab es derweil erwartungsgemäss zu dem von den Investoren heiss ersehnten Aktienrückkaufprogramm. So sei die Finma-Untersuchung zu den hohen Signa-Kreditverlusten auch weiterhin hängig, stellt Vontobel fest.
Wichtig sei nicht zuletzt, dass die Privatbank nicht noch weitere negative Ereignisse mitteilen musste, unterstreichen die Analysten von Jefferies in ihrem Kommentar. Das erlaube es Julius Bär, nach dem Signa-Debakel nun wieder vorwärts zu schauen. Zudem schade wohl die Berufung eines früheren Finma-Direktors in den Verwaltungsrat den Beziehungen mit der Schweizer Regulierungsbehörde nicht.
Die verwalteten Vermögen seien derweil in etwa innerhalb der Erwartungen ausgefallen, heisst es bei Barclays. Mit einem Nettoneugeld-Wachstum von 2,9 Prozent im Gesamtjahr habe die Privatbank den Geldzufluss offenbar in den letzten beiden Monaten des Jahres noch beschleunigen können, stellen sie fest.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Julius Baer Grp N | 63.70 |
-0.92
-1.42%
|
68.16 | 54.24 | 569'974.00 |