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Marktgespräch, Gerücht   20.03.2026 10:13:59

Marktgespräch 20. März: Novartis, Temenos

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.05 Uhr):

NOVARTIS (+0,7% auf 117,70 Fr.): Verfällt der Firmenchef einem Kaufrausch?

Die Aktien von Novartis setzen nach dem Rücksetzer der Tage zuvor zu einer Kurserholung an. Die Nachricht, dass das Pharmaunternehmen aus Basel mit der Einlizenzierung des Wirkstoffs SNV4818 das Geschäft mit Brustkrebsmitteln verstärkt, wird in Börsenkreisen begrüsst. Firmenchef Vas Narasimhan lässt sich diesen Schritt 2 Milliarden US-Dollar kosten. Ausserdem sieht die Vereinbarung mit Synnovation Therapeutics erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu einer weiteren Milliarde US-Dollar vor. Vontobel-Analyst Stefan Schneider sieht in SNV4818 ein mögliches Nachfolgemedikament für den Novartis-eigenen Wirkstoff Piqray. Er fühlt sich durch die Einlizenzierung in seiner Kaufempfehlung für die Aktien des Basler Unternehmens bestärkt. Allerdings werden mit Blick auf die jüngsten Zukäufe vereinzelt auch kritische Stimmen laut. Der Firmenchef sei einem Kaufrausch verfallen, heisst es etwa. Damit wird auf die vielen Firmenübernahmen und Produkteinlizenzierungen der vergangenen Wochen und Monate angespielt. Es sind alleine seit Jahresbeginn fünf an der Zahl, darunter der mit rund 12 Milliarden US-Dollar dotierte Kauf der amerikanischen Avidity Biosciences. Wie Beobachter festhalten, begegnet man diesen Vorstössen an der Börse vorerst noch mit Wohlwollen. Sollten in der bisherigen Taktfrequenz weitere Transaktionen folgen, könnten diese künftig dann aber durchaus auch kritischer hinterfragt werden.

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TEMENOS (+2,5% auf 76,00 Fr.): Berenberg sieht viel Positives

Jüngst wurden die Temenos-Aktien noch in Sippenhaft mit den KI-Sorgen im Softwaresektor genommen. Erste Stimmen sprachen der Branche angesichts der Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz schon ihre Daseinsberechtigung ab. Aber bekanntlich wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wurde. Und von daher lohnt offenbar ein zweiter Blick, nachdem sich die Wogen etwas geglättet haben. Die Berenberg-Analysten finden denn sogar auch gleich vier positive Punkte, die für den Bankensoftware-Hersteller sprechen. Da wäre in erster Linie die globale Marktführerschaft von Temenos. Als weiteren Punkt in diesem Zusammenhang nennen die Experten den hohen Spezialisierungsgrad und die damit einhergehenden Wettbewerbsvorteile. Denn Bankensoftware sei ein durchaus komplexes Nischenangebot, und wenn einmal ein Anbieter gefunden wurde, falle der Wechsel schwer. Hinzu kommt der dritte Punkt - das strukturelle Wachstum. Denn um mit den Fintechs Schritt zu halten, die Kosten zu optimieren und KI in ihre Systeme zu integrieren, müssen viele Banken ihre Systeme auf den neuesten Stand bringen. Und "last but not least" dürfte Temenos der Wechsel von einem Geschäftsmodell mit befristeten Lizenzen auf ein abonnementbasiertes Modell höhere wiederkehrende Umsätze und den Aktionären steigende Dividenden bescheren. Alles in allem viele Gründe für die neue Kaufempfehlung. Und auch das Kursziel von 95 Franken bietet genug Luft nach oben.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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