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Markt und Börse   07.09.2026 09:25:21

Novartis-Aktien nach Forschungsrückschlag satt im Minus

Zürich (awp) - Die Valoren des Pharmakonzerns Novartis stehen am Montag massiv unter Druck. Mit Pelacarsen ist ein Hoffnungsträger gescheitert, wie am Wochenende bekannt wurde. Analysten hatten dem Präparat Blockbusterpotential attestiert.

Gegen 9.15 Uhr büssen Novartis 3,2 Prozent auf 125,44 Franken ein und drücken mit ihrem Gewicht auch dem Gesamtmarkt den Stempel auf (SMI: -1,1%).

"Pelacarsen funktioniert nicht", stellt die ZKB trocken fest. In der Folge werden die risiko-adjustierten Umsatzerwartungen von bis zu 1,3 Milliarden Dollar vollständig aus dem Modell entfernt.

Die Idee hinter Pelacarsen: Das Mittel senkte in Studien den bislang kaum beeinflussbaren Risikofaktor Lipoprotein(a). Nun wollte Novartis belegen, dass das Mittel so auch Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindern kann - was jedoch nicht gelungen ist.

Die UBS hatte dem Mittel ein Spitzenumsatzpotenzial von 1,5 Milliarden Dollar bei einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 60 Prozent zugetraut. Pelacarsen habe somit 0,7 Prozent des von der Bank geschätzten Gesamtwerts von Novartis ausgemacht - also deutlich weniger als die aktuelle Kursreaktion.

Vontobel hatte eine Spitzenumsatzschätzung von 2 Milliarden in den Büchern. Im Gegenzug erhöht die Bank nun aber ihre Schätzung für Remibrutinib von 1 auf 2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich senkt die Bank ihr Kursziel für Novartis daher nur von 130 auf 128 Franken und bestätigt das Rating "Hold".

Dass die Aktien zum Wochenstart dennoch so stark reagiert, hat laut Händlern mit dem Kursverlauf der letzten Zeit zu tun. Novartis markierte am letzten Donnerstag ein Intraday-Allzeithoch bei 132,68 Franken. Umso stärker wirke sich die Hiobsbotschaft aus, ist zu hören.


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