Ströer erwartet erneut stabile Ergebnisse - Aktie gibt nach
KÖLN (awp international) - Der Werbevermarkter Ströer hat 2025 die verhaltene Wirtschaftsentwicklung zu spüren bekommen. Der Umsatz stieg moderat, das bereinigte operative Ergebnis lag auf Vorjahresniveau. Für das laufende Jahr stellt das Management ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird zum Vorjahr erneut eine "weitgehend stabile" Entwicklung erwartet. An der Börse kommt das nicht gut an.
Für die Aktie ging es im frühen Handel am Donnerstag zuletzt um fast fünf Prozent nach unten auf 32,50 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Aktie 15 Prozent an Wert eingebüsst, in den vergangenen zwölf Monaten liegt das Minus bei rund 40 Prozent. Im Oktober hatten Gerüchte über eine mögliche Übernahme der Aussenwerbesparte von Ströer durch eine Investorengruppe die Aktie kurzfristig nach oben ausbrechen lassen. Der Kurssprung konnte aber nicht gehalten werden und die Aktie setzte ihren Abwärtstrend fort.
Für Marcus Diebel von JPMorgan hat der Ausblick für 2026 enttäuscht. Der Prognose eines weitgehend stabilen bereinigten Ergebnisses stehe eine Konsensschätzung gegenüber, die auf ein Wachstum von 8 bis 9 Prozent hinauslaufe. Auch für James Tate von der US-Investmentbank Goldman Sachs war der Ausblick durchwachsen. Das operative Quartalsergebnis sei etwas besser gewesen, trotz etwas geringerer Umsätze als gedacht.
Im vergangenen Jahr stiegen die Erlöse auf Basis vorläufiger Zahlen leicht um ein Prozent auf rund 2,08 Milliarden Euro, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Morgen in Köln mitteilte. Organisch, also ohne Währungs- und Portfolioeffekt, ging der Umsatz zurück. Im Kerngeschäft mit klassischer und digitaler Aussenwerbung (OOH Media) erhöhte sich der Umsatz um rund vier Prozent auf 989 Millionen Euro.
Bereinigt um Sondereffekte sowie vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdiente Ströer 626 Millionen Euro und damit so viel wie im Vorjahr. Die Ergebnisse lagen dabei im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Ströer hatte im September seine Jahresprognose gesenkt und einen Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt.
Unter dem Strich lag der Gewinn mit 140 Millionen Euro fünf Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der bereinigte freie Barmittelfluss (Free Cashflow) sank um fast ein Drittel auf rund 107 Millionen Euro.
Die endgültigen Zahlen will Ströer am 23. März veröffentlichen.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Stroeer I | 32.70 |
-1.45
-4.25%
|
39.20 | 31.15 | 104'179.00 |