Volkswirtschaft
29.01.2026 11:03:12
Im Gesamtjahr 2025 gingen Schweizer Uhren im Wert von 25,6 Milliarden Franken ins Ausland, womit das Exportvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent abnahm, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag mitteilte. Nach dem Rekordjahr 2023 war es bereits 2024 zu einem Rückgang gekommen, der sich nun etwas verlangsamt hat.
Die Uhrenexporte in die USA (-0,5%) und nach Europa (-0,3%) entwickelten sich im vergangenen Jahr mehr oder weniger stabil. In Asien waren die Ausfuhren mit -3,8 Prozent rückläufig. Hohe Einbussen erlitt die Branche dort etwa in China (-12,1%), Hongkong (-6,5%) und in Japan (-5,8%).
___ Wichtiger US-Markt
In die USA gingen 17 Prozent der Schweizer Uhrenexporte, während China, Hongkong und Japan jeweils rund 7 Prozent - also insgesamt 21 Prozent - des Gesamtvolumens ausmachten. Die USA hätten ihren Status als wichtigsten Zielmarkt gefestigt, so der Branchenverband laut Mitteilung. Der Handel sei jedoch durch die US-Zollthematik stark beeinträchtigt worden.
"Die US-Handelspolitik stellte für die Exporte der Branche in ihren wichtigsten Absatzmarkt eine grosse Herausforderung dar und setzte dem anhaltenden Wachstum der letzten Jahre ein Ende", schreibt der Verband. Und der chinesische Markt verzeichnete wie im Vorjahr einen markanten Rückgang und belastete in seinem Kielwasser die Sonderverwaltungszone Hongkong.
Innert zwei Jahren seien damit die Exporte nach China um über ein Drittel eingebrochen. Gleichzeitig erreichten der Goldpreis und der Schweizer Franken Rekordwerte, was zu spürbar höheren Kosten geführt habe, heisst es.
___ Gegentrend im Dezember
Am meisten wurden Kleinuhren exportiert. Die gesamte Export-Stückzahl verringerte sich laut Uhrenverband weiter um 4,8 Prozent oder 740'000 Uhren auf 14,6 Millionen.
Uhren mit einem Exportpreis von über 3000 Franken büssten 1,9 Prozent ein und waren ausschlaggebend für die negative Entwicklung beim Gesamtwert der Exporte. Das Segment von 500 bis 3000 Franken blieb stabil. Uhren unter dieser Schwelle verzeichneten einen Rückgang um 4,5 Prozent.
Zum Jahresende kam es derweil zum Gegentrend: Im Dezember legten die Uhrenexporte verglichen mit dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent auf 2,10 Milliarden Franken zu. Während die Ausfuhren nach China (-6,8%), Hongkong (-8,0%) und Japan (-1,9%) im Monat weiterhin rückläufig waren, wurden in die USA (+19,2%) deutlich mehr Uhren exportiert.
___ Stabiler Ausblick
Das Jahr 2026 dürfte angesichts anhaltender grosser Verunsicherung "bestenfalls stabil" verlaufen, so der Verband weiter. Das gute Dezember-Ergebnis sei zwar ein Zeichen für bessere Aussichten in den USA, die Zollsorgen seien damit aber noch nicht zerstreut. Und am chinesischen Markt sei keine schnelle Erholung zu erwarten.
Das Vertrauen der Konsumenten sei wegen der geopolitischen Lage angeschlagen, und die Produktion werde - vor allem am Anfang der Wertschöpfungskette - weiterhin unter Druck stehen.
"Wie üblich darf ein einzelner Monat nicht überbewertet werden", kommentierte ZKB-Analyst Patrik Schwendimann. Der Monat Dezember passe jedoch - bereinigt um die Exporte in die USA - grundsätzlich ins Bild der Entwicklung im zweiten Halbjahr und bestätige damit eine Erholung der Schweizer Uhrenindustrie.
Uhrenexporte 2025 weiter rückläufig - China bleibt Sorgenkind
Biel (awp) - Hohe US-Zölle, schwacher China-Konsum, der Goldpreis auf Rekordniveau: Die Schweizer Uhrenhersteller hatten im vergangenen Jahr viel Gegenwind und erneut weniger ins Ausland exportiert. Die grosse Unsicherheit in der Branche dürfte auch im neuen Jahr anhalten - trotz Aufwärtstrend im Dezember.Im Gesamtjahr 2025 gingen Schweizer Uhren im Wert von 25,6 Milliarden Franken ins Ausland, womit das Exportvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent abnahm, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag mitteilte. Nach dem Rekordjahr 2023 war es bereits 2024 zu einem Rückgang gekommen, der sich nun etwas verlangsamt hat.
Die Uhrenexporte in die USA (-0,5%) und nach Europa (-0,3%) entwickelten sich im vergangenen Jahr mehr oder weniger stabil. In Asien waren die Ausfuhren mit -3,8 Prozent rückläufig. Hohe Einbussen erlitt die Branche dort etwa in China (-12,1%), Hongkong (-6,5%) und in Japan (-5,8%).
___ Wichtiger US-Markt
In die USA gingen 17 Prozent der Schweizer Uhrenexporte, während China, Hongkong und Japan jeweils rund 7 Prozent - also insgesamt 21 Prozent - des Gesamtvolumens ausmachten. Die USA hätten ihren Status als wichtigsten Zielmarkt gefestigt, so der Branchenverband laut Mitteilung. Der Handel sei jedoch durch die US-Zollthematik stark beeinträchtigt worden.
"Die US-Handelspolitik stellte für die Exporte der Branche in ihren wichtigsten Absatzmarkt eine grosse Herausforderung dar und setzte dem anhaltenden Wachstum der letzten Jahre ein Ende", schreibt der Verband. Und der chinesische Markt verzeichnete wie im Vorjahr einen markanten Rückgang und belastete in seinem Kielwasser die Sonderverwaltungszone Hongkong.
Innert zwei Jahren seien damit die Exporte nach China um über ein Drittel eingebrochen. Gleichzeitig erreichten der Goldpreis und der Schweizer Franken Rekordwerte, was zu spürbar höheren Kosten geführt habe, heisst es.
___ Gegentrend im Dezember
Am meisten wurden Kleinuhren exportiert. Die gesamte Export-Stückzahl verringerte sich laut Uhrenverband weiter um 4,8 Prozent oder 740'000 Uhren auf 14,6 Millionen.
Uhren mit einem Exportpreis von über 3000 Franken büssten 1,9 Prozent ein und waren ausschlaggebend für die negative Entwicklung beim Gesamtwert der Exporte. Das Segment von 500 bis 3000 Franken blieb stabil. Uhren unter dieser Schwelle verzeichneten einen Rückgang um 4,5 Prozent.
Zum Jahresende kam es derweil zum Gegentrend: Im Dezember legten die Uhrenexporte verglichen mit dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent auf 2,10 Milliarden Franken zu. Während die Ausfuhren nach China (-6,8%), Hongkong (-8,0%) und Japan (-1,9%) im Monat weiterhin rückläufig waren, wurden in die USA (+19,2%) deutlich mehr Uhren exportiert.
___ Stabiler Ausblick
Das Jahr 2026 dürfte angesichts anhaltender grosser Verunsicherung "bestenfalls stabil" verlaufen, so der Verband weiter. Das gute Dezember-Ergebnis sei zwar ein Zeichen für bessere Aussichten in den USA, die Zollsorgen seien damit aber noch nicht zerstreut. Und am chinesischen Markt sei keine schnelle Erholung zu erwarten.
Das Vertrauen der Konsumenten sei wegen der geopolitischen Lage angeschlagen, und die Produktion werde - vor allem am Anfang der Wertschöpfungskette - weiterhin unter Druck stehen.
"Wie üblich darf ein einzelner Monat nicht überbewertet werden", kommentierte ZKB-Analyst Patrik Schwendimann. Der Monat Dezember passe jedoch - bereinigt um die Exporte in die USA - grundsätzlich ins Bild der Entwicklung im zweiten Halbjahr und bestätige damit eine Erholung der Schweizer Uhrenindustrie.
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