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Unternehmensergebnis   30.01.2026 09:41:11

Swatch-Aktie nach Zahlenvorlage auf dem Vormarsch

Zürich (awp) - Die Aktien der Swatch Group sind am Freitag nach Vorlage von Jahreszahlen deutlich fester in den Handel gestartet. Zwar hat der Uhrenkonzern im Jahr 2025 erneut weniger umgesetzt und einen Margeneinbruch hinnehmen müssen. In der zweiten Jahreshälfte machten sich aber deutliche Anzeichen einer Erholung bemerkbar und das Management um CEO Nick Hayek äusserte sich mit Blick nach vorne gewohnt positiv.

Gegen 09.30 Uhr klettern Swatch Inhaber an der Schweizer Börse um deutlich 7,3 Prozent auf 173,05 Franken. Damit holen die Titel weiter verlorenes Terrain auf. Vergangenen Juli hatten die Papiere weniger als 130 Franken gekostet. Die Aktien des Branchennachbars Richemont rücken derweil um 0,9 Prozent vor und der Gesamtmarkt (SPI) steigt nur moderat um 0,2 Prozent.

Die Swatch Group habe sich in der zweiten Jahreshälfte mit einem Wachstum von der starken Seite gezeigt, heisst es im Kommentar von Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Dabei habe sich die Umsatzentwicklung von -7,7 Prozent im ersten Halbjahr deutlich auf +4,7 Prozent in der zweiten Hälfte verbessert. Die Erwartungen des Marktes habe Swatch damit übertroffen.

Zudem habe sich das Management um CEO Nick Hayek optimistisch zum weiteren Geschäftsverlauf geäussert, so Bertschy weiter. Die positive Dynamik habe sich im Januar 2026 fortgesetzt. Die Talsohle scheine durchschritten, da der Druck aus China nachlasse und die Dynamik in den USA trotz des Zollstreits anhalte.

Die Zahlen liegen laut ZKB-Analyst Patrik Schwendimann beim Umsatz über dem Konsens, der operative Gewinnhebel habe aber voll negativ durchgeschlagen. Die Gruppe habe die Kapazitäten unverändert belassen und auch unter dem starken Franken gelitten. Derweil falle der Ausblick wie üblich positiv aus. Sollte der Konzern aber zu einer klar besseren Gewinnentwicklung zurückfinden, dann wäre die Aktie aus heutiger Sicht zu tief bewertet. Vieles hänge dabei von der Erholung in China ab.

Die Investoren dürften die wie üblich positiven Aussagen zum starken Start ins Jahr sowie zu den hohen Erwartungen für den weiteren Verlauf wohl gut aufnehmen, heisst es bei Bernstein. Allerdings bleibe abzuwarten, ob Swatch die Versprechungen erfüllen könne oder an der Börse eine Wertefalle ("Value Trap") bleibe, bis das Management die Tatsache des strukturell geschrumpften Absatzmarktes erkenne und seine Produktionskapazitäten zum Schutz der Marge entsprechend anpasse.


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