Zusammenfassung: Meldung, welche die Fakten eines Ereginisses zusammenfasst
12.05.2026 15:07:14
Wood scheiterte mit all seinen Anträgen. Er schaffte es also nicht in den Verwaltungsrat und brachte auch seine Statutenänderungen nicht durch.
Er erzielte aber immerhin einen Teilerfolg: Bei der Abstimmung der Inhaberaktionäre setzte er sich mit 80 Prozent Ja-Stimmen durch, wie es am Dienstag aus Aktionärskreisen hiess. Beim anschliessenden zweiten Schritt, der Wahl durch die Gesamt-GV, erhielt er dann aber 79,6 Prozent Nein-Stimmen - und damit etwa gleich viele wie im Vorjahr, als es Wood schon einmal versucht hatte.
Ausserdem wurden alle seine weiteren Anträge mit je 80 Prozent oder mehr abgelehnt. Er hatte unter anderem mehr unabhängige VR-Mitglieder gefordert sowie eine Trennung von Präsidium und operativen Funktionen. Die Niederlage ist insofern nicht überraschend, als dass die Hayek-Familie mit gut einem Viertel des Kapitals rund 44 Prozent der Stimmen hält.
___ Klage hängig
Umstritten war einmal mehr die Auslegung über die Nominierung des Vertreters der Inhaberaktionäre. Die Inhaberaktionäre konnten dieses Mal über ihren Vertreter in einer Sonderabstimmung separat abstimmen. Wood vertritt allerdings die Meinung, der von den Inhaberaktionären gewählte Kandidat könne von der Gesamt-GV nur aus "wichtigen Gründen" abgelehnt werden.
Swatch wiederum ist der Auffassung, dass jeder Verwaltungsrat immer auch von der Gesamt-GV abgesegnet werden muss. Bereits heute ist eine Klage von Wood gegen den Beschluss der Generalversammlung 2025 hängig vor dem Gericht im Kanton Neuenburg. Und Wood will sich noch nicht geschlagen geben: Die heutige Abstimmung sei ein klares Signal dafür, dass die Inhaberaktionäre eine Stimme im Verwaltungsrat haben wollen, sagte er nach der GV zu AWP. Er werde eine vorsorgliche Massnahme prüfen.
Der Swatch-Verwaltungsrat hatte sich von Anfang an gegen den Gründer von GreenWoods Investors in New York, der an Swatch eigenen Angaben zufolge 0,5 Prozent hält, gestellt. Dieser sei nicht mit der Schweizer Industrie vertraut. Er habe eine kurzfristige Strategie nur mit dem Ziel der Profitmaximierung, sagte Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek am Dienstag. Wood wiederum bestreitet das und sagt, er sei langfristig orientiert.
___ Geheimhaltung bei "Royal Pop"
Swatch-Chef Nick Hayek verwies in diesem Zusammenhang auf den erneuten Marketing-Coup der Gruppe: Am Wochenende hatte Swatch angekündigt, gemeinsam mit Konkurrentin Audemars Piguet eine Uhr zu lancieren; Start für die "Royal Pop" ist diesen Samstag. Der bereits losgetretene Hype unter Uhrenliebhabern erinnert an die "Moonswatch", die mit der Luxus-Schwestermarke Omega lanciert wurde. Damals bildeten sich lange Schlangen vor den Swatch-Läden.
Die "Royal Pop" habe das Unternehmen zwei Jahre lang beschäftigt, es seien acht Patente angemeldet worden und über tausend Menschen hätten an dem Projekt mitgearbeitet, sagte Hayek. Dennoch sei nichts nach aussen gedrungen: Diese Geheimhaltung zeige den Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens und auch die Integrität des Verwaltungsrats.
Gleichzeitig hat sich die Gruppe seit den ersten Angriffen durch Wood mittlerweile durchaus bewegt. Neben der bereits erwähnten Sonderabstimmung unter den Inhaberaktionären, gegen die sich das Unternehmen im Vorjahr noch gewehrt hatte, wurde in diesem Jahr ausserdem mit Andreas Rickenbacher ein neuer unabhängiger Verwaltungsrat auch von Seiten Swatch nominiert. Ausserdem könnte die GV laut Nayla Hayek im nächsten Jahr physisch abgehalten werden, nachdem der allein elektronische Zugang unter Beschuss geraten war.
___ Kritik bleibt
Am Ende bleibt aber auch starke Kritik hängen an dem Swatch-Verwaltungsrat aus den Wortmeldungen an der GV. Demnach hält sich unter Aktionären und auch unter Branchenbeobachtern die Meinung, dass das Aufsichtsgremium durchaus (noch) mehr Unabhängigkeit vertragen könnte.
Der VR wird von Nayla Hayek präsidiert, während Bruder Nick Hayek sowie Sohn Marc ebenfalls im Gremium sitzen. Nayla und Marc sind gleichzeitig auch Teil der Konzernleitung. Fünf der seit heute acht Verwaltungsräte sind über 70 Jahre alt. Drei der bisherigen "unabhängigen" Mitglieder sind seit 16 Jahren (Jean-Pierre Roth), 21 Jahren (Claude Nicollier) und 31 Jahren (Ernst Tanner) im Gremium.
Die Zustimmung zeigte sich auch an der Wahl der Verwaltungsräte am Dienstag: Neuzugang Rickenbacher erzielte mit 92 Prozent Ja-Stimmen mit Abstand das beste Ergebnis. Auch die Entlastung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung fiel mit knapp 73 Prozent zwar mit grosser Mehrheit, aber dennoch unterdurchschnittlich aus.
Swatch-Aktionär erneut chancenlos - aber mit Achtungserfolg
Zürich (awp) - Bei Swatch ist es erneut zum Showdown gekommen. Eine grosse Mehrheit der Inhaberaktionäre stellte sich an der Generalversammlung am Dienstag zwar hinter den aktivistischen Aktionär Steven Wood. Gegen die Hayek-Familie hatte er jedoch keine Chance.Wood scheiterte mit all seinen Anträgen. Er schaffte es also nicht in den Verwaltungsrat und brachte auch seine Statutenänderungen nicht durch.
Er erzielte aber immerhin einen Teilerfolg: Bei der Abstimmung der Inhaberaktionäre setzte er sich mit 80 Prozent Ja-Stimmen durch, wie es am Dienstag aus Aktionärskreisen hiess. Beim anschliessenden zweiten Schritt, der Wahl durch die Gesamt-GV, erhielt er dann aber 79,6 Prozent Nein-Stimmen - und damit etwa gleich viele wie im Vorjahr, als es Wood schon einmal versucht hatte.
Ausserdem wurden alle seine weiteren Anträge mit je 80 Prozent oder mehr abgelehnt. Er hatte unter anderem mehr unabhängige VR-Mitglieder gefordert sowie eine Trennung von Präsidium und operativen Funktionen. Die Niederlage ist insofern nicht überraschend, als dass die Hayek-Familie mit gut einem Viertel des Kapitals rund 44 Prozent der Stimmen hält.
___ Klage hängig
Umstritten war einmal mehr die Auslegung über die Nominierung des Vertreters der Inhaberaktionäre. Die Inhaberaktionäre konnten dieses Mal über ihren Vertreter in einer Sonderabstimmung separat abstimmen. Wood vertritt allerdings die Meinung, der von den Inhaberaktionären gewählte Kandidat könne von der Gesamt-GV nur aus "wichtigen Gründen" abgelehnt werden.
Swatch wiederum ist der Auffassung, dass jeder Verwaltungsrat immer auch von der Gesamt-GV abgesegnet werden muss. Bereits heute ist eine Klage von Wood gegen den Beschluss der Generalversammlung 2025 hängig vor dem Gericht im Kanton Neuenburg. Und Wood will sich noch nicht geschlagen geben: Die heutige Abstimmung sei ein klares Signal dafür, dass die Inhaberaktionäre eine Stimme im Verwaltungsrat haben wollen, sagte er nach der GV zu AWP. Er werde eine vorsorgliche Massnahme prüfen.
Der Swatch-Verwaltungsrat hatte sich von Anfang an gegen den Gründer von GreenWoods Investors in New York, der an Swatch eigenen Angaben zufolge 0,5 Prozent hält, gestellt. Dieser sei nicht mit der Schweizer Industrie vertraut. Er habe eine kurzfristige Strategie nur mit dem Ziel der Profitmaximierung, sagte Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek am Dienstag. Wood wiederum bestreitet das und sagt, er sei langfristig orientiert.
___ Geheimhaltung bei "Royal Pop"
Swatch-Chef Nick Hayek verwies in diesem Zusammenhang auf den erneuten Marketing-Coup der Gruppe: Am Wochenende hatte Swatch angekündigt, gemeinsam mit Konkurrentin Audemars Piguet eine Uhr zu lancieren; Start für die "Royal Pop" ist diesen Samstag. Der bereits losgetretene Hype unter Uhrenliebhabern erinnert an die "Moonswatch", die mit der Luxus-Schwestermarke Omega lanciert wurde. Damals bildeten sich lange Schlangen vor den Swatch-Läden.
Die "Royal Pop" habe das Unternehmen zwei Jahre lang beschäftigt, es seien acht Patente angemeldet worden und über tausend Menschen hätten an dem Projekt mitgearbeitet, sagte Hayek. Dennoch sei nichts nach aussen gedrungen: Diese Geheimhaltung zeige den Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens und auch die Integrität des Verwaltungsrats.
Gleichzeitig hat sich die Gruppe seit den ersten Angriffen durch Wood mittlerweile durchaus bewegt. Neben der bereits erwähnten Sonderabstimmung unter den Inhaberaktionären, gegen die sich das Unternehmen im Vorjahr noch gewehrt hatte, wurde in diesem Jahr ausserdem mit Andreas Rickenbacher ein neuer unabhängiger Verwaltungsrat auch von Seiten Swatch nominiert. Ausserdem könnte die GV laut Nayla Hayek im nächsten Jahr physisch abgehalten werden, nachdem der allein elektronische Zugang unter Beschuss geraten war.
___ Kritik bleibt
Am Ende bleibt aber auch starke Kritik hängen an dem Swatch-Verwaltungsrat aus den Wortmeldungen an der GV. Demnach hält sich unter Aktionären und auch unter Branchenbeobachtern die Meinung, dass das Aufsichtsgremium durchaus (noch) mehr Unabhängigkeit vertragen könnte.
Der VR wird von Nayla Hayek präsidiert, während Bruder Nick Hayek sowie Sohn Marc ebenfalls im Gremium sitzen. Nayla und Marc sind gleichzeitig auch Teil der Konzernleitung. Fünf der seit heute acht Verwaltungsräte sind über 70 Jahre alt. Drei der bisherigen "unabhängigen" Mitglieder sind seit 16 Jahren (Jean-Pierre Roth), 21 Jahren (Claude Nicollier) und 31 Jahren (Ernst Tanner) im Gremium.
Die Zustimmung zeigte sich auch an der Wahl der Verwaltungsräte am Dienstag: Neuzugang Rickenbacher erzielte mit 92 Prozent Ja-Stimmen mit Abstand das beste Ergebnis. Auch die Entlastung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung fiel mit knapp 73 Prozent zwar mit grosser Mehrheit, aber dennoch unterdurchschnittlich aus.
Zum gleichen Thema
| VOLKSWIRTSCHAFT | 12.05.2026 14:29:10 | Pensionskassen mit positiver Anlageperformance im April |
Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| The Swatch Grp I | 206.10 |
+4.20
+2.08%
|
213.80 | 161.00 | 156'972.00 |
| The Swatch Grp N | 40.80 |
+0.90
+2.26%
|
42.30 | 32.52 | 111'336.00 |