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Marktgespräch, Gerücht   31.07.2026 10:30:27

Marktgespräch 31. Juli: Adecco, Vontobel

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):

ADECCO (-0,6% auf 22,66 Fr): Beteiligungsausbau durch Schroder sorgt für Gesprächsstoff

Mit Schroders hat bei Adecco ein bedeutender Aktionär im grossen Stil zugekauft. Neuerdings halten die Briten gut 5 Prozent am Stellenvermittler, wie aus einer Offenlegungsmeldung hervorgeht. Erstmals als bedeutender Aktionär trat Schroders im April 2025 in Erscheinung. Damals lag der Stimmenanteil bei 3,5 Prozent. Nicht nur der deutliche Ausbau der Beteiligung, auch der Zeitpunkt in welchem dieser erfolgt, sorgt in hiesigen Börsenkreisen am Freitag für Gesprächsstoff. Zum einen konnten die Valoren im Zuge erfreulich solider Quartalszahlen bei den beiden Gegenspielern Manpower und Randstad alleine seit Ende Juni um mehr als 50 Prozent zulegen und zum anderen stehen kommende Woche dann auch bei Adecco Ergebnisse an. Beobachter schliessen mit Blick darauf nicht aus, dass es sich beim Beteiligungsausbau um eine Zahlen-Wette oder zumindest um eine Wette auf ein grundsätzlich wieder freundlicheres Wirtschaftsumfeld handeln könnte. Angesichts der üppigen kursseitigen Vorschusslorbeeren der letzten Wochen wird der jüngste Zukauf von Aktien durch Schroders allerdings als "mutig" bezeichnet, zumal vieles damit bereits eingepreist erscheint. Letzteres würde auch erklären, weshalb die Valoren des Stellenvermittlers nicht gross auf die Beteiligungserhöhung reagieren.

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VONTOBEL (+0,7% auf 86,30 Fr.): Nur noch eine Richtung

Die Aktionäre der Privatbank Vontobel können sich glücklich schätzen. Seit dem letzten Tiefpunkt vor rund einem Jahr geht es praktisch nur noch aufwärts, auch heute wieder: +45 Prozent innerhalb eines Jahres kann sich jedenfalls sehen lassen. Davor mussten die Vontobel-Aktionäre allerdings viele Jahre ziemlich unten durch: vom Hoch im Spätsommer 2021 ging es innert gut zwei Jahren runter bis unter 50 Franken und danach länger tendenziell eher seitwärts. Die Bank musste vor allem im Asset Management Geldabflüsse hinnehmen und kam entsprechend gewinnmässig lange auf keinen grünen Zweig. Lange Zeit waren denn auch andere Private-Banking-Titel im Fokus: vor allem die Papiere der griechischen EFG International waren ein Highflyer, und auch Julius Bär performten trotz zwischenzeitlicher Benko-Wirren in der Tendenz besser. Nun aber hat sich das Bild geändert: Vontobel ist die klare Nummer eins und Analysten kommen kaum mehr nach, ihre Kursziele nach oben anzupassen. Der langsame Turnaround bei den Neugeldern dürfte laut Händlern wohl der Grund dafür sein, dass die Aktie wieder "in" ist. In Marktkreisen seien aber wohl viele Akteure auch etwas überrascht vom Aufwärtstrend der letzten zwölf Monate, heisst es im Handel. Ob schon bald die alten Höchststände aus dem Jahre 2000 von über 100 Franken erreicht werden, muss sich nun zeigen. Falls der Turnaround wirklich gelinge und die Marktstimmung konstruktiv bleibe, wäre das aber wohl gut möglich, heisst es.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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