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Marktgespräch, Gerücht   11.02.2026 09:44:10

Marktgespräch 11. Februar: Adecco, Tech-Werte

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.35 Uhr):

ADECCO (-4,1% auf 22,58 Fr.): Die anderen sind schuld

Adecco werden am Mittwoch in Sippenhaft genommen - es geht klar abwärts für die Aktien. Der niederländische Konkurrent Randstad hat Zahlen vorgelegt, die am Markt nicht gut aufgenommen werden. Gerade im vierten Quartal fiel das organische Wachstum schwächer aus als erwartet und auch die Aussagen zum Start ins 2026 können die Nerven der Investoren nicht recht beruhigen. Vielmehr sorgen genau die Aussagen zum bisherigen Geschäftsverlauf bei einigen Analysten für lange Gesichter, wie den ersten Kommentaren zu entnehmen ist. Hinzu kommt, dass auch die zum Wochenstart bekannt gewordenen Daten zum Zeitarbeitsmarkt in Frankreich einen Rückgang spiegelten. Auch das dürfte in die aktuellen Kursverluste einfliessen, da Frankreich zu den wichtigsten Märkten für Adecco gehört. Adecco selbst legt am 25. Februar Zahlen vor. Nach den Aussagen der Konkurrenz dürfte die Nervosität bis dahin erst einmal erhöht sein.

TECH-WERTE (AMS Osram -4,0%, Comet -0,8%, Inficon -2,0%): Big Tech mit massivem Kapitalhunger

Die Tech-Werte rücken einmal mehr in den Fokus der Anleger. Diesmal sorgt der massive Kapitalhunger der grossen US-Konzerne der Branche für Aufsehen. Erst am Vortag hatte sich die Google-Mutter Alphabet am Schweizer Bondmarkt 3,1 Milliarden Dollar für ihre KI-Investments geholt. Am Londoner Finanzplatz soll sogar eine sogenannte "Methusalem"-Anleihe, also mit 100 Jahren Laufzeit, ausgegeben worden sein. Und mit seinen hohen Investitionen ist Google nicht allein. So hat Meta gemäss Händlern bereits im Oktober 30 Milliarden Dollar aufgenommen, Oracle sammelte seit September 43 Milliarden ein und Amazon 15 Milliarden. Und in dieser steigenden Verschuldung liegen durchaus Probleme. "Denn die grossen Vorzüge dieser Tech-Giganten waren bislang ihre starke Bilanz und der hohe freie Cashflow. Das machte sie unabhängig von Zyklen und globalen Krisen", erklärt ein Experte. Nun ändere sich das Verschuldungsprofil und die Risiko-Dynamik und das laste auf den Bewertungen. Zudem sei es für die "kleineren" Vertreter der Branche nicht so leicht, sich Kapital in der nötigen Höhe, um bei den KI-Investitionen mitzuhalten, zu beschaffen. "Sie müssen auf Zinssenkungen hoffen - die aber vielleicht mit dem neuen Fed-Chef nicht so rasch kommen wie gewünscht."

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