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Marktgespräch, Gerücht   03.04.2025 10:10:08

Marktgespräch 3. April: SMI, Pharma/Medtech

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):

SMI (-1,64% auf 12'382 Pkte): Kaufen, wenn die Kanonen donnern?

Die Anleger sind ob der weltweit fallenden Aktienkurse stark verunsichert. Der von den USA losgetretene Handelskrieg hat erst begonnen und über dessen Folgen kann vorerst nur spekuliert werden. Kein Wunder, versuchen sich die Anleger verstärkt an charttechnischen Faktoren zu orientieren. Doch diesbezüglich sieht es derzeit auch eher düster aus. Der SMI ist klar unter das August-Hoch bei 12'484 Punkten gefallen. Damit sei das jüngste Ausbruchsniveau wieder unterschritten und das übergeordnete Chartbild habe sich "etwas gravierender eingetrübt", heisst es in einem Kommentar von BNP Paribas. Eine Weitere Unterstützung ortet BNP beim Oktober-Hoch bei 12'355 Punkten. Darunter käme die aktuell bei 12'194 Punkten verlaufende wichtige 200-Tage-Linie wieder in den Fokus. Auf der anderen Seite würde sich die charttechnische Lage erst wieder deutlich entspannen, wenn die Widerstandszone zwischen 12'708 und 12'756 Punkten nach oben durchbrochen würde. Alles in allem stellt sich die Frage, ob auch diese "politische Börse nur kurze Beine hat" oder ob die Kurse noch weiter fallen. Die Geschichte zeigt allerdings, dass Tage mit stark fallenden Kursen sich im Nachhinein sehr oft als Kaufgelegenheiten entpuppt haben. Oder wie schon der Bankier Rothschild anfangs des 19. Jahrhunderts gesagt hat, man soll kaufen, wenn die Kanonen donnern.

NOVARTIS (+0,6%), LONZA (+0,6%), SANDOZ (-0,03%), ROCHE (-2,2%): Von Trumps Zoll-Wahn verschont

Nachdem zur Wochenmitte noch die gesamte Gesundheitsbranche hierzulande und auch in Europa ganz oben auf den Verkaufslisten standen, präsentiert sich die Branche am Tag nach den Zollankündigungen gemischt. Im Vorfeld von US-Präsident Donald Trumps Zolldrohungen waren Investoren vor allem besorgt, dass auch die Pharmaindustrie von den Zöllen betroffen sein könnte. Das hätte etwa die Schweiz schwer getroffen. Immerhin gehen 55 Prozent der US-Exporte auf das Konto der pharmazeutischen Industrie. Wie das Statement des Weissen Hauses zeigt, sind sie aber wohl ausgeschlossen. Laut Bernstein sei dies eine beruhigende Nachricht - auch für die Stimmung. Wie RBC hervorhebt, sind auch zahlreiche Hersteller von Life-Science-Tools von den Zöllen ausgenommen. Dass einzelne Werte wie Roche dennoch deutlicher abgeben, liegt eher an dem eigenen Newsflow. Eine Forschungsmisserfolg mit dem MS-Mittel Ocrevus schürt bei Analysten die SoOrge, dass Roche das Patent für seinen Blockbuster kaum noch über 2028/29 hinaus verlängern kann.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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