Unternehmensergebnis
28.01.2026 12:50:27
Lonza sieht seine Zukunft als reiner Pharmaauftragsfertiger, weshalb das Geschäft mit Kapseln und Nahrungsergänzungsmitteln vor gut einem Jahr zum Verkauf ausgeschrieben wurde. Ein Deal wurde zwar noch nicht kommuniziert, gleichwohl gilt der Bereich neu als "nicht-fortgeführt".
Und im Auftragsfertigungsgeschäft (CDMO) können sich die Zahlen sehen lassen: Der Umsatz kletterte um satte 19,2 Prozent auf 6,53 Milliarden Franken. Ein neuer grosser Standort in Vacaville (Kalifornien), er wurde Roche abgekauft, steuerte alleine 0,6 Milliarden bei.
Im Vorjahr noch hatte dem Unternehmen der Wegfall des grossen Moderna-Auftrags für die Corona-Impfung zu schaffen gemacht. Dieser hatte den Baslern in der Pandemie bis zu eine halbe Milliarde pro Jahr in die Kassen gespült.
___ Mehr Gewinn und Dividende
Zudem profitierte Lonza zuletzt von einem besseren Mix hin zu margenstarken Geschäften sowie von Skaleneffekten. In der Folge ist der Betriebsgewinn mit plus 24,9 Prozent auf 2,06 Milliarden Franken noch stärker als die Verkäufe gestiegen und die Marge nahm von 30,2 auf 31,6 Prozent zu.
Die Dividende soll nun um einen auf 5 Franken je Aktie steigen.
Das bei Lonza bleibende Kerngeschäft ist ein Wachstumsbereich, sagte Firmenchef Wolfgang Wienand am Mittwoch vor den Medien. Lonza rechnet damit, dass der Markt für Auftragsfertiger bis zum Ende der Dekade jährlich um 8 bis 10 Prozent wächst. Und Lonza wolle diesen Wert um 2 bis 3 Prozent übertreffen.
Konkret rechnet Lonza 2026 mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 11 bis 12 Prozent. Und die Betriebsgewinn-Marge soll auf über 32 Prozent steigen.
___ Pharmaproduktion wird regional
Lonza investiert viel Geld, um am Wachstum des Gesundheitsmarktes teilzuhaben: 10 Milliarden Franken waren es in den letzten 5 Jahren - davon entfielen alleine 3 Milliarden auf die USA. Bis 2030 will das Unternehmen weitere 7 Milliarden in den Ausbau seines Netzwerkes stecken.
Wohin diese Mittel fliessen werden, will und kann das Lonza-Management zum heutigen Zeitpunkt nicht aufschlüsseln. "Wir stellen heute aber fest, dass die grossen Pharmakonzerne ihre Investitionen vor allem in Richtung USA verlagern", sagte Wienand. "Es findet eine Regionalisierung der Pharmaproduktion statt."
"Wir werden auch in der Schweiz weiter investieren", versicherte der Lonza-Chef. Doch Lonza müsse den Wünschen seiner Kunden nach einem lokalen Lieferanten gerechnet werden. Ein "signifikanter" Teil des Geldes werde daher in andere Teilen der Welt gehen.
"Wir können nicht die ganze Welt aus der Schweiz heraus beliefern", sagte Wienand. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass heute jeder dritte Umsatzfranken im CDMO-Geschäft an den Schweizer Standorten wie Visp oder Stein erwirtschaftet wird.
Auch an den Bauplänen am Hauptsitz Basel ändert sich indes nichts: "Die Türme werden gebaut", versicherte Finanzchef Philippe Deecke. Das neue Lindenhofareal sieht nebst zwei neuen Hochhäusern mit Wohnungen und Büros eine öffentlich zugängliche Parkanlage vor. Als Partner ist laut Deecke Swiss Life bei diesem Projekt beteiligt.
Lonza investiert weiter stark in künftiges Wachstum
Basel (awp) - Nach einem "Übergangsjahr" hat der Pharmazulieferer Lonza 2025 wieder in den Wachstumsmodus gewechselt. Und die Basler stecken weiterhin viel Geld in das Wachstum der Zukunft - die Schweiz steht dabei nicht unbedingt im Fokus.Lonza sieht seine Zukunft als reiner Pharmaauftragsfertiger, weshalb das Geschäft mit Kapseln und Nahrungsergänzungsmitteln vor gut einem Jahr zum Verkauf ausgeschrieben wurde. Ein Deal wurde zwar noch nicht kommuniziert, gleichwohl gilt der Bereich neu als "nicht-fortgeführt".
Und im Auftragsfertigungsgeschäft (CDMO) können sich die Zahlen sehen lassen: Der Umsatz kletterte um satte 19,2 Prozent auf 6,53 Milliarden Franken. Ein neuer grosser Standort in Vacaville (Kalifornien), er wurde Roche abgekauft, steuerte alleine 0,6 Milliarden bei.
Im Vorjahr noch hatte dem Unternehmen der Wegfall des grossen Moderna-Auftrags für die Corona-Impfung zu schaffen gemacht. Dieser hatte den Baslern in der Pandemie bis zu eine halbe Milliarde pro Jahr in die Kassen gespült.
___ Mehr Gewinn und Dividende
Zudem profitierte Lonza zuletzt von einem besseren Mix hin zu margenstarken Geschäften sowie von Skaleneffekten. In der Folge ist der Betriebsgewinn mit plus 24,9 Prozent auf 2,06 Milliarden Franken noch stärker als die Verkäufe gestiegen und die Marge nahm von 30,2 auf 31,6 Prozent zu.
Die Dividende soll nun um einen auf 5 Franken je Aktie steigen.
Das bei Lonza bleibende Kerngeschäft ist ein Wachstumsbereich, sagte Firmenchef Wolfgang Wienand am Mittwoch vor den Medien. Lonza rechnet damit, dass der Markt für Auftragsfertiger bis zum Ende der Dekade jährlich um 8 bis 10 Prozent wächst. Und Lonza wolle diesen Wert um 2 bis 3 Prozent übertreffen.
Konkret rechnet Lonza 2026 mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 11 bis 12 Prozent. Und die Betriebsgewinn-Marge soll auf über 32 Prozent steigen.
___ Pharmaproduktion wird regional
Lonza investiert viel Geld, um am Wachstum des Gesundheitsmarktes teilzuhaben: 10 Milliarden Franken waren es in den letzten 5 Jahren - davon entfielen alleine 3 Milliarden auf die USA. Bis 2030 will das Unternehmen weitere 7 Milliarden in den Ausbau seines Netzwerkes stecken.
Wohin diese Mittel fliessen werden, will und kann das Lonza-Management zum heutigen Zeitpunkt nicht aufschlüsseln. "Wir stellen heute aber fest, dass die grossen Pharmakonzerne ihre Investitionen vor allem in Richtung USA verlagern", sagte Wienand. "Es findet eine Regionalisierung der Pharmaproduktion statt."
"Wir werden auch in der Schweiz weiter investieren", versicherte der Lonza-Chef. Doch Lonza müsse den Wünschen seiner Kunden nach einem lokalen Lieferanten gerechnet werden. Ein "signifikanter" Teil des Geldes werde daher in andere Teilen der Welt gehen.
"Wir können nicht die ganze Welt aus der Schweiz heraus beliefern", sagte Wienand. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass heute jeder dritte Umsatzfranken im CDMO-Geschäft an den Schweizer Standorten wie Visp oder Stein erwirtschaftet wird.
Auch an den Bauplänen am Hauptsitz Basel ändert sich indes nichts: "Die Türme werden gebaut", versicherte Finanzchef Philippe Deecke. Das neue Lindenhofareal sieht nebst zwei neuen Hochhäusern mit Wohnungen und Büros eine öffentlich zugängliche Parkanlage vor. Als Partner ist laut Deecke Swiss Life bei diesem Projekt beteiligt.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| Lonza Grp N | 552.40 |
-6.00
-1.07%
|
585.60 | 495.00 | 118'171.00 |