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Ausblicke   27.01.2026 14:00:23

Ausblick Lonza: Deutlicher Anstieg bei Umsatz und Gewinn erwartet

Basel (awp) - Der ungebrochene Outsourcing-Trend der Pharmagesellschaften an Auftragsfertiger dürfte dem Branchenprimus Lonza zu einem deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung verholfen haben. Zumal sich die Basler mit dem Kauf eines früheren Roche-Werks in Kalifornien auf einen Schlag eine zusätzliche halbe Milliarde Franken an Umsatz gesichert hatten. Zentral bleibt die Frage, wann und wie sich Lonza vom Kapselgeschäft trennen will.

Der Pharmazulieferer präsentiert am Mittwoch, 28. Januar, ein Trading-Update zum Geschäftsjahr 2025. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

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2025
(in Mio Fr.)         AWP-Konsens   2024  

Umsatz                  7'538    6'574
Kern-EBITDA             2'282    1'908
- Marge (%)              30,3     29,0
Reingewinn              1'005      637

(in Fr.)
Dividende je Aktie       4,94     4,00

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Was ist neu beim Abschluss?

Lonza publiziert erstmals ein volles Geschäftsjahr nach einer neuen Segmentstruktur. Statt der bisherigen Aufteilung in mehrere Divisionen mit neun darunterliegenden Geschäftseinheiten hat Lonza seine operative Gliederung auf drei CDMO-Business-Plattformen ("One Lonza"-Modell) umgestellt. Die wichtigste Einheit ist "Integrated Biologics", welche die früheren Bereiche Mammalian und Drug Product Services umfasst.

"Advanced Synthesis" vereint frühere Small Molecules-Aktivitäten und Bioconjugates und "Specialized Modalities" deckt zukunftsträchtige Technologien wie Cell & Gene, mRNA, Microbial und Bioscience ab.

Wie hoch fällt das Wachstum aus?

Lonza stellt seinen Anlegern im Kerngeschäft, also in der Auftragsentwicklung und -fertigung (CDMO), ein Wachstum von 20 bis 21 Prozent in Lokalwährungen in Aussicht. Der grösste Teil des Wachstums stammt von einer grossen Produktionsanlage im kalifornischen Vacaville, die im Herbst 2024 Roche abgekauft wurde.

Entsprechend rechnen Analysten damit, dass Lonza im wichtigsten Segment "Integrated Biologics" Wachstumsraten von annähernd 35 Prozent rechnen ausweisen wird. Dieses steht für gut 6 von 10 Umsatzfranken bei der "neuen" Lonza.

Was steht im Fokus?

Eine der wichtigsten Aufgabe des Lonza-Managements ist das "Befüllen" der neuen Anlage in Kalifornien. Entsprechend hoffen Investoren darauf, dass neue Lieferverträge gemeldet werden.

Die weitere Entwicklung des Vacaville-Standorts spielt auch eine zentrale Rolle für das Wachstum und die Profitabilität in 2026. Entsprechend wird der Prognose für das laufende Jahr, die noch zu sprechen ist, wohl viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Was ist mit dem Kapselgeschäft?

Die bisherige Geschäftseinheit Capsules & Health Ingredients (CHI) bleibt vorerst beim Konzern, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt ausgegliedert oder verkauft werden. Den Entscheid zu diesem Schritt hatte Konzernchef Wolfgang Wienand Ende 2024 gefällt, nachdem er ein halbes Jahr zuvor das Zepter bei Lonza übernommen hatte.

Eine Wasserstandsmeldung zum Fortschritt bei CHI wäre den Anlegern daher ebenfalls willkommen. Das Management hatte allerdings mehrmals betont, dass keine Eile herrsche. Das Segment hatte sich zuletzt erholt, bleibt aber im Vergleich zum CDMO-Geschäft schwächer.

Was macht der Aktienkurs?

Die Lonza-Aktien sind im bisherigen Jahresverlauf um rund 3 Prozent gestiegen. Damit schneiden sie besser ab als der Gesamtmarkt. Im Jahr 2025 hatten die Papiere allerdings keine grossen Stricke zerrissen und lagen damit deutlich hinter der Performance des SMI.


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