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Marktgespräch, Gerücht   13.02.2026 10:08:57

Marktgespräch 13. Februar: Kühne+Nagel, Sonova

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.05 Uhr):

KÜHNE+NAGEL (+3,0% auf 169,20 Fr.): "Luaged nid ume, KI gaht ume..."

Es erwischt derzeit eine Branche nach der anderen. Wie in dem alten Kinderlied, das so viele Versionen kennt. Dabei muss man sich am Aktienmarkt aktuell weder umdrehen oder lachen - das KI-Gespenst kann einem auch so ganz schnell den "Buckel voll" machen. Am gestrigen Handelstag traf es nach Software, Versicherungen und Finanzdienstleistern nun die Logistikbranche. Weltweit gingen die passenden Unternehmen auf Tauchfahrt, auch Kühne+Nagel sackten zum Schluss um 13 Prozent ab. Damit landeten sie dann auch fast punktgenau auf ihrer 61,8%-Fibonacci-Unterstützung. Doch nützt diese in den aktuellen Turbulenzen? Für den Moment scheint sich die Aktie zu einer Gegenbewegung aufzuraffen. Auslöser für den Kurssturz war eine weitere KI-Plattform, die das Frachtvolumen von Logistikunternehmen ohne zusätzliche Mitarbeitende um bis zu 400 Prozent steigern könne. Analysten befürchten steigenden Wettbewerb von kleineren Vertretern der Branche, die nun dank solcher Systeme aggressiver in den Konkurrenzkampf einsteigen könnten. Ob das menschliche Netzwerk zum Handling dieser riesigen Logistikmengen allerdings so schnell ersetzbar ist, wird bezweifelt. Ein Händler liefert zusätzlich noch einen Fun Fact zum Unternehmen der KI-Plattform. Algorhythm Holdings war früher ein Karaoke-Unternehmen. Dort wird vielleicht auch jemand das passende Liedchen summen.

SONOVA (-1,6% auf 197,75 Fr.): Cochlear sorgt für schlechtes Omen

Das Geschäft mit Hörimplantaten steuert beim Weltmarktführer Sonova zwar nur etwa 8 Prozent zum Jahresumsatz bei. Allerdings weist dieser Geschäftszweig ein höheres Wachstum als das Kerngeschäft mit Hörgeräten auf. Womöglich werden die Aktien des Vorzeigeunternehmens aus Stäfa am Freitag auch deshalb für einen vorsichtigen Ausblick des Hörimplantatespezialisten Cochlear mit Kursverlusten bestraft. Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025/26 gehen die Australier auf das Gesamtjahr betrachtet neuerdings von einem Ergebnis am unteren Ende der zuvor veranschlagten Zielbandbreite aus. Wie Analysten festhalten, trifft bei Cochlear Preisdruck auf steigende Herstellkosten. Dies wiederum drücke auf die wenn auch noch immer hohen Bruttogewinnmargen. In hiesigen Börsenkreisen wiederum zieht man davon negative Rückschlüsse auf das Geschäft von Sonova mit Hörimplantaten. Kommt erschwerend hinzu, dass die Schweizer erst Mitte Mai wieder Zahlen vorlegen werden. Auf dem Weg dorthin ist für den 23. März ein Strategie-Update angesetzt. Es ist allerdings fraglich, ob Sonova sich dann zum Tagesgeschäft äussern wird. Und ohne Klarheit in Bezug auf das Tagesgeschäft gilt: Nichts scheut die Börse mehr, als die Ungewissheit.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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