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Marktgespräch, Gerücht   05.11.2026 10:03:35

Marktgespräch 5. November: Kühne+Nagel, DSM-Firmenich

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.55 Uhr):

KÜHNE+NAGEL (-1,7% auf 239,90 Fr.): Hoffen auf Diplomatie in Nahost nicht für alle positiv

Nach dem Erdrutschsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen keimt am Markt Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Konflikt auf. Denn entgegen der früheren Befürchtungen, dass US-Präsident Donald Trump bei einer Niederlage eher mit Angriffen eskalieren könnte, hat sich diese Meinung nun offenbar gewandelt. Während die Märkte die dadurch sinkenden Ölpreise überwiegend feiern, sorgt diese neue Ansicht bei Kühne+Nagel für Kursverluste. Denn in der Vergangenheit hatte der Logistiker von den hohen Frachtraten profitiert und ein bislang deutliches Jahresplus von über 40 Prozent angesammelt. Wie nachhaltig diese Gewinne bei einem Frieden in Nahost wären, müssen sich Anlegern nun fragen. Noch wenig Sorgen machen für die Branche die Bestätigung der vorläufigen Zahlen des deutschen Konkurrenten DHL für das dritte Quartal. Und auch am angehobenen Ausblick hält der Wettbewerber fest. Gleiches gilt für die Reederei Möller-Maersk, die die Jahresziele angehoben hat und weiterhin hohe Transportpreise erwartet. Dennoch knickt die Aktie zum heutigen Handelsstart um rund 12 Prozent ein.

DSM-FIRMENICH (+4,7% auf 102,60 Fr.): Analysten uneins, Markt nicht

Die Aktien von DSM-Firmenich steigen und steigen. Seit ihrer Kotierung an der SIX Ende Mai gab es nur einen kurzen Taucher Anfang Juni unter den Startpreis bis auf 60,30 Franken. Seither geht es steil aufwärts und es hat sich mittlerweile ein Kursplus seit dem Tief von rund 70 Prozent angesammelt. Die Zahlen des Aromen- und Duftstoffkonzerns untermauern diese Entwicklung. Nach weiterem Wachstum im dritten Quartal wurden auch gleich die Jahresziele mit angehoben. Der Markt feiert die Titel entsprechend ungebrochen, kleinere Rücksetzer werden direkt zum Einstieg genutzt. Bei Analysten ist die Meinung aber offenbar nicht so eindeutig. Zwar ziehen quasi alle Häuser am Tag nach den Zahlen ihre Kursziele nach oben, nur wenige wie beispielsweise die UBS mit 125 Franken auch auf ein Niveau oberhalb des aktuellen Aktienpreises. Die Experten sind denn auch das einzige Institut mit einer Kaufempfehlung. Während Morgan Stanley, Barclays und Berenberg mit neutralen Einstufungen an der Seitenlinie verharren ist JPMorgan die Bewertung zu hoch, die Preissetzungsmacht angesichts steigender Rohstoffkosten zu gering und dies mündet zusammen mit dem befürchteten Margendruck entsprechend in einer Verkaufsempfehlung. Wann der Markt genug von der Aktie hat, muss sich dann zeigen.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.


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