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Ausblicke   22.07.2026 14:00:31

Ausblick Kühne+Nagel: Welche Effekte hat der Krieg im Nahen Osten?

Schindellegi (awp) - In den Q2-Zahlen von Kühne+Nagel dürften sich erste Effekte des Irankrieges zeigen. Abgesehen davon könnte es bei der EBIT-Guidance eine neuerliche Eingrenzung geben.

Das Transport- und Logistikunternehmen Kühne+Nagel veröffentlicht am Donnerstag, 23. Juli, die Ergebnisse zum zweiten Quartal 2026. Insgesamt haben sieben Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

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Q2 2026
(in Mio Fr.)      AWP-Konsens  Q2 2025  

Umsatz               6'253     6'149
EBITDA                 593       566
EBIT                   365       342

(in %)
Konversionsrate       16,1      15,6

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Was steht im Fokus?

Kühne+Nagel dürfte im zweiten Quartal Rückenwind gespürt haben. Die wichtigsten Kennzahlen werden leicht über dem Vorjahr und relativ klar über dem Q1 erwartet. Dabei spielte auch der Krieg im Nahen Osten eine Rolle. Immer wenn die Logistik kompliziert wird, weil etwa Transportrouten wegfallen, hilft das Kühne+Nagel. Warenströme müssen neu organisiert werden, was die Kunden mit teurem Geld bezahlen. Im zweiten Quartal könnten vor allem im Luftfrachtbereich entsprechende Effekte zu sehen sein, wie Analysten meinen. Vereinzelt wird hier sogar über eine mögliche faustdicke Überraschung gemunkelt.

Und abgesehen von Nahost?

Auch Kühne+Nagel ist ein KI-Boom-Profiteur. Wenn hochkomplexe Teile für Datencenter zum Beispiel von Asien in die USA transportiert werden müssen, sind das lukrative Aufträge für Logistiker. Dies könnte im zweiten Quartal ebenfalls geholfen haben.

Welche Ziele hat das Unternehmen?

Nach dem ersten Quartal passte Kühne+Nagel die Guidance leicht an, was mit dem Sparprogramm begründet wurde. Im 2026 strebt der Konzern nun einen operativen EBIT in der Bandbreite von 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken an. Davor war eine Bandbreite von 1,2 und 1,4 Milliarden genannt worden. Analysten können sich nun eine weitere Eingrenzung vorstellen.

Wo steht das Sparprogramm

Geplant sind Einsparungen von 200 Millionen Franken, die Hälfte davon in diesem Jahr. Von den konzernweit gut 80'000 Vollzeitstellen dürften über 2000 abgebaut werden. "Wir sind mit den im letzten Herbst eingeleiteten Effizienzmassnahmen besser gestartet, als wir das ursprünglich erwartet haben", sagte CFO Markus Blanka-Graff nach dem Q1.

Wie entwickelt sich der Aktienkurs?

Die Aktien von Kühne+Nagel gehören seit Jahresbeginn zu den Favoriten unter den Blue Chips. Während der Gesamtmarkt gemessen am SMI ein Plus von rund 7 Prozent verzeichnet hat, haben die Kühne+Nagel-Aktien einen Anstieg um gut ein Fünftel verzeichnet. Im letzten Jahr hatten sie allerdings mit einem Minus von rund 18 Prozent schwach abgeschnitten.

Website: www.kuehne-nagel.


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