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Dividende   27.02.2026 17:44:42

Swiss Re erzielt Rekordgewinn dank mildem Schadenjahr

Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re hat im vergangenen Jahr von einem milden Schadensverlauf profitiert und einen Rekordgewinn geschrieben. Die Anleger können sich über eine kräftige Dividendenerhöhung und einen hohen Aktienrückkauf freuen.

Swiss Re erzielte 2025 einen Reingewinn von 4,8 Milliarden US-Dollar, wie der Zürcher Finanzkonzern am Freitag mitteilte. Der Gewinn lag damit sehr deutlich über dem Vorjahreswert von 3,2 Milliarden, der allerdings noch von hohen Sonderrückstellungen für das US-Haftpflichtgeschäft belastet war. Gleichzeitig erfüllte Swiss Re damit auch deutlich die eigene Zielsetzung eines Gewinns von "mindestens 4,4 Milliarden Dollar".

"Wir konnten im vergangenen Jahr zwei Ziele umsetzen", erklärte CEO Andreas Berger an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Nicht nur habe er seine Finanzziele erreicht, er habe auch seine Widerstandsfähigkeit weiter erhöhen können, betonte er mit Blick auf die im Jahresverlauf erfolgten Bereinigungen in der Lebens- und Krankenrückversicherung (L&H Re).

Milder Schadensverlauf

Profitieren konnte Swiss Re im vergangenen Jahr allerdings nicht zuletzt von einer relativ geringen Belastung durch Grossschäden. Der grösste Teil der Katastrophenschäden entfiel auf die verheerenden Waldbrände in Los Angeles vom Jahresbeginn. Dazu kam der Hurrikan Melissa, der im Oktober vor allem in Jamaika gewütet und schwere Schäden angerichtet hatte.

Vor allem in der bedeutendsten Sparte, der Sach- und Haftpflichtrückversicherung (P&C Re) sorgte der insgesamt relativ moderate Schadensverlauf für deutlich verbesserte Kennzahlen: So belief sich der Schaden-Kosten-Satz für 2025 noch auf 79,4 Prozent nach 89,9 Prozent im Vorjahr. Aber auch die Firmenversicherungssparte (Corporate Solutions) profitierte von den gesunkenen Grossschäden.

In der Lebens- und Krankenrückversicherung (L&H Re) nahm der Rückversicherer für eine Portefeuille-Überprüfung einen rückläufigen Spartengewinn in Kauf: Mit 1,3 Milliarden Dollar lag dieser dabei auch klar unter dem Gewinnziel von 1,6 Milliarden. Die Sparte stieg im vergangenen aus diversen Geschäften in Australien, Israel und Südkorea aus, wie die Verantwortlichen erläuterten. Den Umbau erklärten sie nun für abgeschlossen.

Druck auf Preise

Derweil verspürte auch Swiss Re in der wichtigen Erneuerungsrunde vom Januar in der Sparte P&C Re den derzeitigen Preisdruck in der Branche. Der Rückversicherer erneuerte per Anfang Jahr Verträge mit einem Prämienvolumen in Höhe von 12,4 Milliarden US-Dollar, was in etwa dem zur Erneuerung anstehenden Geschäfts entsprochen habe.

Zwar vermeldet Swiss Re dabei eine Erhöhung der Preise um 0,3 Prozent. Gleichzeitig erhöhte der Versicherungskonzern aufgrund der Inflation und aktualisierter Risikomodelle allerdings seine Schadenannahmen um 4,6 Prozent - womit sich netto ein Preisrückgang von 4,3 Prozent errechnete.

Umfangreiche Aktienrückkäufe

Vom Gewinnanstieg profitieren die Aktionäre über eine um 9 Prozent höhere Dividende von 8,00 Dollar je Aktie. Überraschen konnte der Rückversicherer aber vor allem mit einem Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1,5 Milliarden Dollar. Angekündigt hatte er im Dezember noch Rückkäufe über 500 Millionen Dollar.

Am Aktienmarkt kamen der Rekordgewinn und die Kapitalrückführung an die Aktionäre gut an. Am Freitag schlossen die Swiss Re-Titel 3,7 Prozent höher bei 135,95 Franken.


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