Marktgespräch 10. August: UBS, Accelleron/Huber+Suhner
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):
UBS (-0,1% auf 43,42 Fr.): Zurückhaltung vor WAK-S
Die Aktien der UBS bewegen sich am Montag im frühen Handel nur wenig vom Nullpunkt weg. Nicht einmal eine Kurszielerhöhung von Goldman Sachs auf 47 Franken könne dem Titel Impulse verleihen, heisst es im Handel. Dies ist allerdings nicht allzu überraschend, könnten doch bald wieder Vorentscheide in Sachen Eigenkapital-Regulierung fallen. So wird der Ständerat bzw. seine vorbereitende Kommission (WAK-S) diese Woche wieder über das Thema beraten, wobei Resultate bereits am (morgigen) Dienstag fallen könnten. Erwartet wird, dass die Kommission eine Abschwächung der vom Bundesrat vorgeschlagenen harten Kapitalregeln im Falle der Auslandtöchter vorschlagen wird. Gemäss Informationen, die bereits durchsickerten, wird die Kommission vor allem auch das Thema AT1-Anleihen diskutieren. So könnten diese als teilweisen Ersatz für Eigenkapital zugelassen werden, wobei eine Wandlung in Eigenkapital einfacher werden sollte. Die UBS wehrt sich bekanntlich mit Händen und Füssen gegen eine strenge Regulierung. Die Erwartung, dass der Ständerat nun der Grossbank entgegenkommt, hatte zuletzt die UBS-Aktie deutlich beflügelt bis zu einem Mehrjahreshoch bei 44,44 Franken Mitte Juli. Falls nun die Kommission wider Erwarten dem Bundesrat folgen würde, dürfte das zu Gewinnmitnahmen im grösseren Stil führen, heisst es am Markt. Entsprechend seien die Investoren heute überaus vorsichtig.
HUBER+SUHNER (+1,8% auf 201 Fr.); ACCELLERON (+1,8% auf 75,15 Fr.): Schwächeperiode beendet?
Die Aktien von Huber+Suhner (H+S) und von Accelleron befinden sich nach der kalten Dusche vom Frühsommer seit Ende Juli wieder in einem Aufwärtstrend. "Von der jüngsten Erholung der Techwerte in den USA profitieren nun auch diese beiden Titel", meint ein Händler. Beide gelten als Profiteure des Rechenzentren-Booms. Sie waren daher auch fulminant ins laufende Börsenjahr gestartet. H+S gelang dabei bis zum Jahreshoch im Mai (288 Fr.) nahezu eine Verdoppelung des Kurses, nachdem bereits im Vorjahr ein Plus von rund 95 Prozent resultiert hatte. Bei Accelleron waren die Avancen etwas bescheidener aber noch immer beachtlich. Der Titel verteuerte sich bis zum Höchststand im Mai (90,55 Fr.) im Vergleich zum Schlussstand von Ende 2025 um rund 47 Prozent und im Gesamtjahr 2025 um etwa 32 Prozent. Ab Mai (Accelleron) und ab Juni (H+S) gerieten die Aktien dann in den Abwärtssog der Bewertungskorrektur der amerikanischen Tech-Aktien. Und diese Korrektur war heftig: So büssten Huber+Suhner über 100 Franken ein, Accelleron rund 20 Franken. Nun scheint der Boden gefunden zu sein. H+S sind im Geschäft mit den Rechenzentren mit den optischen Schaltern (OCS) der Geschäftseinheit Polatis dabei und Accelleron liefert Turbolader für die Energieversorgung der Server.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| UBS Group N | 43.65 |
-0.18
-0.41%
|
44.44 | 35.64 | 2'896'717.00 |
| UBS Group 2L N | 43.68 |
-0.18
-0.41%
|
44.49 | 35.75 | 411'000.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 34.37 |
-0.08
-0.23%
|
34.14 | 29.56 | 100.00 |
| Huber + Suhner N | 202.50 |
+3.70
+1.86%
|
288.00 | 181.40 | 39'561.00 |