Politik, Regierung, Parlament, Bundesverwaltung
23.09.2026 13:15:12
Die vom Ständerat beschlossene Unterlegung der UBS-Auslandsbeteiligungen mit 90 Prozent hartem Kernkapital führe zu einer Verdoppelung der Anforderung, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Und damit gehe die Schweiz deutlich über internationale Standards hinaus, schreibt der Branchenverband und verweist auf die Finanzplätze in Europa, im Vereinigten Königreich oder in den USA.
"Die Schweiz schlägt einen Sonderweg ein, den kein anderer Finanzplatz geht", lässt sich Roman Studer, CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung, in der Mitteilung zitieren. "Es droht das Risiko, dass Dienstleistungen wegfallen und wir Talente sowie unsere internationale Spitzenposition verlieren."
___ "Vertane Chance"
Die Bankiervereinigung bedauere sehr, dass die überwiegend kritischen Stellungnahmen aus der Wirtschaft und vonseiten der Kantone im Entscheid des Ständerats nicht berücksichtigt worden seien, heisst es in der Mitteilung weiter. Auch sei der Ständerat nicht dem Vorschlag seiner Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) zur Stärkung der international etablierten AT1-Instrumente gefolgt.
Damit würden diese verlustabsorbierenden Instrumente bei der Eigenmittelunterlegung ausländischer Beteiligungen nicht berücksichtigt. Die Folgen für den Schweizer Finanzplatz und die Wirtschaft wären erheblich. Eine grosse Chance sei "vertan".
Für die "weiteren politischen Beratungen" fordert der Verband "eine grundlegende Korrektur". Dabei sollte auf den Vorarbeiten der WAK-S aufgebaut werden.
Am Morgen hatte der Ständerat strengere Eigenmittel-Regeln für systemrelevante Grossbanken beschlossen: Die UBS müsste Auslandstöchter künftig mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen. Nun ist der Nationalrat am Zug.
Für Bankiervereinigung ist UBS-Entscheid "extremer Sonderweg"
Zürich (awp) - Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat den Ständeratsentscheid in Sachen UBS-Regulierung scharf kritisiert. Dieser sei ein "extremer Sonderweg", durch den dem Bankenplatz der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit drohe.Die vom Ständerat beschlossene Unterlegung der UBS-Auslandsbeteiligungen mit 90 Prozent hartem Kernkapital führe zu einer Verdoppelung der Anforderung, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Und damit gehe die Schweiz deutlich über internationale Standards hinaus, schreibt der Branchenverband und verweist auf die Finanzplätze in Europa, im Vereinigten Königreich oder in den USA.
"Die Schweiz schlägt einen Sonderweg ein, den kein anderer Finanzplatz geht", lässt sich Roman Studer, CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung, in der Mitteilung zitieren. "Es droht das Risiko, dass Dienstleistungen wegfallen und wir Talente sowie unsere internationale Spitzenposition verlieren."
___ "Vertane Chance"
Die Bankiervereinigung bedauere sehr, dass die überwiegend kritischen Stellungnahmen aus der Wirtschaft und vonseiten der Kantone im Entscheid des Ständerats nicht berücksichtigt worden seien, heisst es in der Mitteilung weiter. Auch sei der Ständerat nicht dem Vorschlag seiner Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) zur Stärkung der international etablierten AT1-Instrumente gefolgt.
Damit würden diese verlustabsorbierenden Instrumente bei der Eigenmittelunterlegung ausländischer Beteiligungen nicht berücksichtigt. Die Folgen für den Schweizer Finanzplatz und die Wirtschaft wären erheblich. Eine grosse Chance sei "vertan".
Für die "weiteren politischen Beratungen" fordert der Verband "eine grundlegende Korrektur". Dabei sollte auf den Vorarbeiten der WAK-S aufgebaut werden.
Am Morgen hatte der Ständerat strengere Eigenmittel-Regeln für systemrelevante Grossbanken beschlossen: Die UBS müsste Auslandstöchter künftig mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen. Nun ist der Nationalrat am Zug.
Zum gleichen Thema
| POLITIK, REGIERUNG, PARLAMENT, BUNDESVERWALTUNG | 23.09.2026 12:04:39 | Ständerat stellt sich bei UBS-Regulierung weitgehend hinter Bundesrat |
Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| UBS Group N | 40.07 |
-0.26
-0.64%
|
45.04 | 39.84 | 8'325'376.00 |
| UBS Group 2L N | 40.32 |
-0.33
-0.81%
|
45.08 | 39.95 | 1'249'207.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 31.94 |
-1.10
-3.33%
|
35.43 | 31.55 | 28'300.00 |