Aufsichtsbehörden, Regulierungen
28.01.2026 10:50:11
Die Klage in dem US-Bundesstaat Connecticut einzureichen, obwohl er englischer Staatsbürger ist und in England vor Gericht gestellt und verurteilt wurde, sei ein klassischer Fall von "Gerichtsstand-Shopping". Und Hayes könne nicht beweisen, dass die UBS ihn strafrechtlich verfolgt, die Strafverfolgung initiiert hat oder dass die Bank böswillig gehandelt hat, so die Anwälte laut dem Medienbericht.
Die Grossbank war keine Partei in dem Strafverfahren zwischen der britischen Strafverfolgungsbehörde Serious Fraud Office und Hayes, das vor über einem Jahrzehnt stattfand. Die UBS wollte den Medienbericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Mittwoch nicht kommentieren.
Im Oktober hatte Hayes die UBS auf 400 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt. Die Bank habe ihn als Drahtzieher des Libor-Skandals hingestellt, um sich damit selbst zu schützen, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die öffentlich zugängliche Klageschrift.
___ Gesicht des globalen Libor-Skandals
Hayes war zum Gesicht des globalen Libor-Manipulationsskandals geworden und im Dezember 2012 verhaftet worden. 2015 wurde er wegen der Manipulation von Zinssätzen, die für Kredite zwischen Banken verwendet werden, zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt. 2021 wurde er nach der Hälfte der Strafe auf Bewährung freigelassen.
Im Sommer 2025 hob das oberste Gericht in London seine Verurteilung auf. Das oberste britische Gericht erklärte dabei, dass Hayes kein faires Verfahren erhalten habe. Das Gericht hielt allerdings auch fest, dass es ausreichende Beweise gebe, auf deren Grundlage eine ordnungsgemäss instruierte Jury den Angeklagten des Komplotts zum Betrug hätte für schuldig befinden können.
Der Libor-Skandal zählt zu den grössten Finanzskandalen weltweit. 2012 wurde bekannt, dass die britische Barclays-Bank den Referenzzinssatz Libor jahrelang manipuliert hatte. Weltweit waren bis zu 20 Banken in den Skandal verstrickt, darunter unter anderem auch JPMorgan, die Deutsche Bank sowie CS und die UBS.
Einige Banken einigten sich über Schadenersatzzahlungen mit den britischen und amerikanischen Behörden - neben der Royal Bank of Scotland und Barclays auch die UBS, die 1,2 Milliarden Dollar zahlte. In der EU wurden für weitere Banken hohen Strafen verhängt.
Presse: UBS beantragt bei Gericht Abweisung der Hayes-Klage über 400 Mio USD
Zürich (awp) - Die Grossbank UBS hat vor einem US-Gericht beantragt, eine Klage ihres früheren Libor-Händlers Tom Hayes abzuweisen. Die Behauptungen von Hayes seien unbegründet, zitiert Bloomberg Anwälte der Bank.Die Klage in dem US-Bundesstaat Connecticut einzureichen, obwohl er englischer Staatsbürger ist und in England vor Gericht gestellt und verurteilt wurde, sei ein klassischer Fall von "Gerichtsstand-Shopping". Und Hayes könne nicht beweisen, dass die UBS ihn strafrechtlich verfolgt, die Strafverfolgung initiiert hat oder dass die Bank böswillig gehandelt hat, so die Anwälte laut dem Medienbericht.
Die Grossbank war keine Partei in dem Strafverfahren zwischen der britischen Strafverfolgungsbehörde Serious Fraud Office und Hayes, das vor über einem Jahrzehnt stattfand. Die UBS wollte den Medienbericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP am Mittwoch nicht kommentieren.
Im Oktober hatte Hayes die UBS auf 400 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt. Die Bank habe ihn als Drahtzieher des Libor-Skandals hingestellt, um sich damit selbst zu schützen, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die öffentlich zugängliche Klageschrift.
___ Gesicht des globalen Libor-Skandals
Hayes war zum Gesicht des globalen Libor-Manipulationsskandals geworden und im Dezember 2012 verhaftet worden. 2015 wurde er wegen der Manipulation von Zinssätzen, die für Kredite zwischen Banken verwendet werden, zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt. 2021 wurde er nach der Hälfte der Strafe auf Bewährung freigelassen.
Im Sommer 2025 hob das oberste Gericht in London seine Verurteilung auf. Das oberste britische Gericht erklärte dabei, dass Hayes kein faires Verfahren erhalten habe. Das Gericht hielt allerdings auch fest, dass es ausreichende Beweise gebe, auf deren Grundlage eine ordnungsgemäss instruierte Jury den Angeklagten des Komplotts zum Betrug hätte für schuldig befinden können.
Der Libor-Skandal zählt zu den grössten Finanzskandalen weltweit. 2012 wurde bekannt, dass die britische Barclays-Bank den Referenzzinssatz Libor jahrelang manipuliert hatte. Weltweit waren bis zu 20 Banken in den Skandal verstrickt, darunter unter anderem auch JPMorgan, die Deutsche Bank sowie CS und die UBS.
Einige Banken einigten sich über Schadenersatzzahlungen mit den britischen und amerikanischen Behörden - neben der Royal Bank of Scotland und Barclays auch die UBS, die 1,2 Milliarden Dollar zahlte. In der EU wurden für weitere Banken hohen Strafen verhängt.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| UBS Group N | 37.18 |
-0.53
-1.41%
|
38.39 | 29.43 | 3'622'544.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 29.31 |
-0.35
-1.18%
|
29.66 | 23.44 | 100.00 |