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Dividende   04.02.2026 08:37:11

UBS macht im vierten Quartal Milliardengewinn

Zürich (awp) - Die UBS hat im Schlussquartal 2025 inmitten der hitzigen Kapitaldiskussion einen Milliardengewinn erzielt. Bei der CS-Integration ist die Grossbank in den wichtigen Endspurt gestartet.

Unter dem Strich machte die UBS Group im vierten Quartal 2025 einen Gewinn von 1,20 Milliarden US-Dollar, wie sie am Mittwoch mitteilte. Das waren 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 970 Millionen gerechnet.

Vor Steuern verdiente die Grossbank mit 1,70 Milliarden US-Dollar gut 60 Prozent mehr. Bereinigt um Integrationskosten spricht die UBS von einem Vorsteuergewinn für die Periode von 2,87 Milliarden.

___ Kapitalfrage bremst Kapitalausschüttung

Die Erträge der Bank stiegen derweil um 4 Prozent auf 12,15 Milliarden Dollar, während der Aufwand mit 10,29 Milliarden um 1 Prozent zurückging. Das für eine Bank wichtige Kosten/Ertrags-Verhältnis lag damit bereinigt bei 75,2 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2025 weist die UBS einen Gewinn von 7,8 Milliarden Dollar aus (+53%). Die UBS-Aktionäre kommen damit in den Genuss einer Dividende von 1,10 Dollar pro Aktie nach 90 Cents im Vorjahr. Für das neu angelaufene Jahr plant das Management zudem eine weitere Erhöhung im mittleren Zehnprozentbereich.

Ausserdem will die Bank dieses Jahr zunächst Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar zurückkaufen - mit der Absicht weiterer Rückkäufe. Die endgültige Höhe sei von der finalen Ausgestaltung der neuen Regulierung in der Schweiz sowie der Erreichung der Finanzziele abhängig, heisst es.

Die UBS hatte ursprünglich in Aussicht gestellt, dass die Aktienrückkäufe 2026 wieder das Niveau von vor der CS-Übernahme erreichen sollen (2022: 5,6 Mrd). Nach Beginn der Diskussion über die verschärften Kapitalvorschriften ist die Bank diesbezüglich allerdings zurückgerudert. Die Kapitalrückführung insgesamt - aus Aktienrückkäufen und höheren Dividenden - dürfte sich im laufenden Jahr allerdings dem Niveau von 2022 annähern.

___ Erstmals Vermögen über 7 Bio USD

Operativ zog die Bank im vierten Quartal in der globalen Vermögensverwaltung 8,5 Milliarden Dollar an Nettoneugeldern an. Im Gesamtjahr 2025 zog das Kerngeschäft 101 Milliarden an. Gruppenweit verwaltete die UBS damit per Ende Dezember Vermögen in Höhe von 7005 Milliarden nach 6910 Milliarden Ende September.

Mit Blick auf das Vorsteuerergebnis legten alle Divisionen bis auf das Schweiz-Geschäft kräftig zu. Dabei wurden die Erträge im Personal & Corporate Banking (P&C) weiterhin von einem niedrigeren Nettozinsertrag belastet. Im Investment Banking profitierte die UBS vor allem von höheren Erträgen im Handelsgeschäft (Global Markets).

___ Grosser Stellenabbau voraus

Auch die Integration der Credit Suisse schreitet weiter voran. Rund 85 Prozent der 1,1 Millionen in der Schweiz gebuchten Konten wurden auf die UBS-Plattformen überführt.

Die kombinierte Bank hat die Kosten bis Ende Jahr um 10,7 Milliarden gesenkt (im Vergleich zu 2022), davon 700 Millionen im Schlussquartal 2025. Bis Ende 2026 bzw. zum Ende der geplanten CS-Integrationsperiode sollen es neu 13,5 Milliarden werden nach zuvor 13 Milliarden. Die Integrationskosten belaufen sich gleichzeitig auf nun 15 Milliarden nach zuvor in Aussicht gestellten 14 Milliarden.

Der grosse Stellenabbau kommt erst noch, wenn alte CS-Systeme abgestellt werden. Ende Dezember lag die Anzahl der UBS-Mitarbeitenden - gerechnet in Vollzeitstellen - bei 103'177 und damit um 1250 Stellen tiefer als Ende September. In der Schweiz rechnet die Bank nach wie vor im Zuge der Integration mit rund 3000 Entlassungen.

___ "Eine der komplexesten Integrationen"

"Wir machten grosse Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Bankengeschichte, während die regulatorische Unsicherheit in der Schweiz andauert", liess sich UBS-Chef Sergio Ermotti in der Mitteilung zitieren. Das gesamte Jahr 2026 werde nun benötigt, um die verbleibenden Integrationsmeilensteine zu erreichen.

Ihre Ziele für 2026 bestätigte die Bank derweil. Und das Mittelfristziel einer Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) von rund 18 Prozent wurde wieder aufgenommen, nachdem es wegen der Kapitaldiskussion zwischenzeitlich ausgesetzt war. Neu wird bis 2028 eine Cost/Income-Ratio von rund 67 Prozent angestrebt.


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