Zusammenfassung: Meldung, welche die Fakten eines Ereginisses zusammenfasst
04.02.2026 14:20:11
Im vierten Quartal 2025 erzielte die UBS einen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte höheren Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich knapp 970 Millionen gerechnet. Im Gesamtjahr 2025 verdiente die Bank damit 7,8 Milliarden und die Aktionäre dürfen sich über eine um 22 Prozent höhere Dividende von 1,10 Dollar pro Aktie freuen.
Gruppenweit stiegen die verwalteten Vermögen per Ende Jahr erstmals auf über 7 Billionen Dollar. Neben der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten trug der Nettoneugeldzufluss von 101 Milliarden US-Dollar in der globalen Vermögensverwaltung, dem Kerngeschäft der Bank, über das ganze Jahr dazu bei. Etwas enttäuschend war allerdings die Entwicklung im vierten Quartal mit netto lediglich noch 8,5 Milliarden.
___ Gegenwind in den USA
Ausgerechnet in der Kernregion Americas kam es zu hohen Abflüssen von netto 14,1 Milliarden, während EMEA, Asien-Pazifik und Schweiz im Schlussquartal zum Teil deutlich zulegten. Von 9420 Beratern im Global Wealth Management (GWM) - in Vollzeitstellen gerechnet - betreuen mit rund 5770 immerhin deutlich mehr als die Hälfte amerikanische Kunden.
Insgesamt waren es allerdings 200 Berater in den USA weniger als noch vor Jahresfrist. Die UBS habe unter diesem Abgang gelitten, sagte Finanzchef Todd Tuckner am Mittwoch an einer Telefonkonferenz. Ausserdem habe man den Fokus auf die Margen gelegt, was auch zu Lasten des Kundengeldzuflusses gegangen sei. Im laufenden ersten Halbjahr 2026 rechnet die Bank entsprechend weiterhin mit etwas Gegenwind.
Mit Blick auf das Vorsteuerergebnis legten indes alle Divisionen bis auf das Schweiz-Geschäft kräftig zu. Dabei wurde das Ergebnis in diesem Personal & Corporate Banking (P&C) genannten Bereich weiterhin von einem wegen der gesunkenen Zinsen niedrigeren Nettoertrag belastet. Im Investment Banking profitierte die UBS derweil vor allem von höheren Erträgen im Handelsgeschäft (Global Markets).
___ Komplexe Integration
Auch die Integration der Credit Suisse nähert sich immer mehr ihrem Ende zu. In der Schweiz wurden mittlerweile 85 Prozent der 1,1 Millionen Konten auf die UBS-Plattformen überführt. Bis Ende des ersten Quartals soll die hiesige Migration ganz abgeschlossen sein. Auf Gruppenebene wurden zudem die Kosten bis Ende Jahr weiter gesenkt. Aktuell liegen sie rund 10,7 Milliarden unter dem Stand von vor der Fusion (2022), bis zum Ende der Integration Ende 2026 sollen es dann 13,5 Milliarden weniger sein.
Der grosse Stellenabbau kommt allerdings erst, wenn die alten CS-Systeme ganz abgestellt werden. Ende Dezember lag die Anzahl der UBS-Mitarbeitenden - gerechnet in Vollzeitstellen - noch bei gut 103'000. Gerechnet wird in Branchenkreisen damit, dass es zum Schluss lediglich noch 80'000 sein sollen, was die UBS aber nicht bestätigt. Das einzige, was die Bank dazu sagt: In der Schweiz wird es im Zuge der Integration zu rund 3000 Entlassungen kommen.
UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich aber schon einmal zufrieden mit dem Erreichten: "Wir machten grosse Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Bankengeschichte, während die regulatorische Unsicherheit in der Schweiz andauert." Das gesamte Jahr 2026 werde nun benötigt, um die verbleibenden Integrationsmeilensteine zu erreichen.
___ Damoklesschwert Kapitalvorgaben
Im weiteren Jahresverlauf wird sich auch zeigen, wie die verschärften Kapitalvorschriften im Nachgang des CS-Untergangs in der Schweiz aussehen könnten. Bekämpft wird von der UBS derzeit insbesondere die vom Bund geforderte vollständige Unterlegung der Auslandstöchter mit Eigenkapital. Abhängig davon macht die Bank die Höhe der Aktienrückkäufe 2026.
Dieses Jahr sollen es erst einmal 3 Milliarden Dollar sein - je nach Ausgestaltung der neuen Regulierung könnten es auch mehr werden. Auch die Dividende soll weiter steigen: Für 2026 wurde nach dem Anstieg von über 20 Prozent dieses Jahr ein Plus im mittleren Zehnprozentbereich angekündigt.
Für die Aktionäre scheint das aber nicht gut genug. Nach einem zuvor starken Lauf verlieren die UBS-Papiere gegen 14.15 Uhr 4,4 Prozent auf 35,48 Franken, zwischenzeitlich fielen sie sogar unter 35 Franken. 2025 hatten die Titel rund ein Drittel zugelegt und am 13. Januar 2026 ein Mehrjahreshoch bei 38,39 Franken erreicht.
Was die UBS kontrollieren kann wie etwa das operative Geschäft, entwickle sich weiterhin sehr gut, kommentierte Vontobel-Analyst Andreas Venditti. Was ausserhalb ihrer Kontrolle liege - wie etwa die Regulierung -, bleibe hingegen ungewiss.
UBS übertritt mit Milliardengewinn Markterwartungen
Zürich (awp) - Die UBS hat im Schlussquartal 2025 einen Milliardengewinn erzielt und damit die Markterwartungen deutlich übertroffen. Gegenwind spürt die Grossbank allerdings ausgerechnet in der wichtigen Vermögensverwaltung in den USA. Und über allem schwebt die anhaltende Debatte um die Kapitalausstattung.Im vierten Quartal 2025 erzielte die UBS einen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte höheren Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich knapp 970 Millionen gerechnet. Im Gesamtjahr 2025 verdiente die Bank damit 7,8 Milliarden und die Aktionäre dürfen sich über eine um 22 Prozent höhere Dividende von 1,10 Dollar pro Aktie freuen.
Gruppenweit stiegen die verwalteten Vermögen per Ende Jahr erstmals auf über 7 Billionen Dollar. Neben der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten trug der Nettoneugeldzufluss von 101 Milliarden US-Dollar in der globalen Vermögensverwaltung, dem Kerngeschäft der Bank, über das ganze Jahr dazu bei. Etwas enttäuschend war allerdings die Entwicklung im vierten Quartal mit netto lediglich noch 8,5 Milliarden.
___ Gegenwind in den USA
Ausgerechnet in der Kernregion Americas kam es zu hohen Abflüssen von netto 14,1 Milliarden, während EMEA, Asien-Pazifik und Schweiz im Schlussquartal zum Teil deutlich zulegten. Von 9420 Beratern im Global Wealth Management (GWM) - in Vollzeitstellen gerechnet - betreuen mit rund 5770 immerhin deutlich mehr als die Hälfte amerikanische Kunden.
Insgesamt waren es allerdings 200 Berater in den USA weniger als noch vor Jahresfrist. Die UBS habe unter diesem Abgang gelitten, sagte Finanzchef Todd Tuckner am Mittwoch an einer Telefonkonferenz. Ausserdem habe man den Fokus auf die Margen gelegt, was auch zu Lasten des Kundengeldzuflusses gegangen sei. Im laufenden ersten Halbjahr 2026 rechnet die Bank entsprechend weiterhin mit etwas Gegenwind.
Mit Blick auf das Vorsteuerergebnis legten indes alle Divisionen bis auf das Schweiz-Geschäft kräftig zu. Dabei wurde das Ergebnis in diesem Personal & Corporate Banking (P&C) genannten Bereich weiterhin von einem wegen der gesunkenen Zinsen niedrigeren Nettoertrag belastet. Im Investment Banking profitierte die UBS derweil vor allem von höheren Erträgen im Handelsgeschäft (Global Markets).
___ Komplexe Integration
Auch die Integration der Credit Suisse nähert sich immer mehr ihrem Ende zu. In der Schweiz wurden mittlerweile 85 Prozent der 1,1 Millionen Konten auf die UBS-Plattformen überführt. Bis Ende des ersten Quartals soll die hiesige Migration ganz abgeschlossen sein. Auf Gruppenebene wurden zudem die Kosten bis Ende Jahr weiter gesenkt. Aktuell liegen sie rund 10,7 Milliarden unter dem Stand von vor der Fusion (2022), bis zum Ende der Integration Ende 2026 sollen es dann 13,5 Milliarden weniger sein.
Der grosse Stellenabbau kommt allerdings erst, wenn die alten CS-Systeme ganz abgestellt werden. Ende Dezember lag die Anzahl der UBS-Mitarbeitenden - gerechnet in Vollzeitstellen - noch bei gut 103'000. Gerechnet wird in Branchenkreisen damit, dass es zum Schluss lediglich noch 80'000 sein sollen, was die UBS aber nicht bestätigt. Das einzige, was die Bank dazu sagt: In der Schweiz wird es im Zuge der Integration zu rund 3000 Entlassungen kommen.
UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich aber schon einmal zufrieden mit dem Erreichten: "Wir machten grosse Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Bankengeschichte, während die regulatorische Unsicherheit in der Schweiz andauert." Das gesamte Jahr 2026 werde nun benötigt, um die verbleibenden Integrationsmeilensteine zu erreichen.
___ Damoklesschwert Kapitalvorgaben
Im weiteren Jahresverlauf wird sich auch zeigen, wie die verschärften Kapitalvorschriften im Nachgang des CS-Untergangs in der Schweiz aussehen könnten. Bekämpft wird von der UBS derzeit insbesondere die vom Bund geforderte vollständige Unterlegung der Auslandstöchter mit Eigenkapital. Abhängig davon macht die Bank die Höhe der Aktienrückkäufe 2026.
Dieses Jahr sollen es erst einmal 3 Milliarden Dollar sein - je nach Ausgestaltung der neuen Regulierung könnten es auch mehr werden. Auch die Dividende soll weiter steigen: Für 2026 wurde nach dem Anstieg von über 20 Prozent dieses Jahr ein Plus im mittleren Zehnprozentbereich angekündigt.
Für die Aktionäre scheint das aber nicht gut genug. Nach einem zuvor starken Lauf verlieren die UBS-Papiere gegen 14.15 Uhr 4,4 Prozent auf 35,48 Franken, zwischenzeitlich fielen sie sogar unter 35 Franken. 2025 hatten die Titel rund ein Drittel zugelegt und am 13. Januar 2026 ein Mehrjahreshoch bei 38,39 Franken erreicht.
Was die UBS kontrollieren kann wie etwa das operative Geschäft, entwickle sich weiterhin sehr gut, kommentierte Vontobel-Analyst Andreas Venditti. Was ausserhalb ihrer Kontrolle liege - wie etwa die Regulierung -, bleibe hingegen ungewiss.
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| BÖRSE: VERLAUFSBERICHT | 04.02.2026 15:25:12 | SMI auf Allzeithoch |
Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| UBS Group N | 35.12 |
-1.98
-5.34%
|
38.39 | 29.43 | 4'184'573.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 29.31 |
-0.35
-1.18%
|
29.66 | 23.44 | 1.00 |