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16.08.2026 14:57:00
Doch diese Papiere hätten "grosse Schwächen", so die Professorin. "In der Praxis funktionieren die Papiere in der heutigen Form nicht." In einer Krise würden die Anleihen nicht rechtzeitig in Eigenkapital umgewandelt: "Die UBS wäre schon lange vorher tot."
AT1 seien in der heutigen Form also "eine Fehlkonstruktion". Daher habe sie gemeinsam mit Yvan Lengwiler, Professor für Nationalökonomie an der Universität Basel, einen Reformvorschlag für mehrstufige AT1 eingereicht.
___ Heutige UBS wie CS strukturiert
Generell fordert sie eine Regulierung, "die auch dann funktioniert, wenn ein Management der Bank in Zukunft wieder härter am Wind segeln will", wie sie sagt. Die heutige UBS sei wie die CS strukturiert, denn ihr Stammhaus, die UBS AG, habe mehrere zentrale Funktionen.
"Diese Rechtseinheit hält nicht nur die Auslandtöchter", erklärt Zellweger-Gutknecht. "Sie führt auch ein riesiges operatives Bankgeschäft für ihre Auslandkunden, den Grossteil des Investment Banking, und sie ist die Treasury-Zentrale des Konzerns."
Die CS-Krise habe aber gelehrt, dass eine Bank in einer Krise früh genug in der Lage sein müsse, ihre Auslandtöchter zu verkaufen. "Das ist heute nicht der Fall.", sagt sie. Der Grund sei, dass Auslandbeteiligungen nicht voll mit Eigenkapital unterlegt seien, sondern nur zu 45 Prozent.
"Machen diese Auslandtöchter Verluste und verlieren in der Folge an Wert, frisst jeder Dollar Wertverlust auch 55 Cent Eigenkapital weg, das die Bank für andere Risiken aus dem Bankgeschäft und dem Investment Banking hält", führt die Professorin aus. Ein Verkauf werde rasch verunmöglicht, weil die durch die Abwertung eingetretenen Verluste für die UBS AG nicht tragbar wären.
___ "Wünsche mir 100 Prozent hartes Eigenkapital"
Das Problem lasse sich folglich nur lösen, wenn die Auslandtöchter zu 100 Prozent mit Eigenkapital unterlegt seien. "Ich persönlich wünsche mir 100 Prozent hartes Eigenkapital", sagt sie. Möglich sei am Schluss der Kapitaldebatte allerdings ein Kompromiss von 80 Prozent Eigenkapital und 20 Prozent AT1 - oder ein Referendum.
Corinne Zellweger-Gutknecht gehört laut der "NZZ" zu den führenden Expertinnen für Bankenregulierung und Finanzmärkte. Die Professorin für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Basel hat ein Gutachten für die PUK zum Untergang der CS verfasst und berät unter anderem das Finanzdepartement, die Nationalbank und die Finma.
Rechtsprofessorin: "AT1 sind in der heutigen Form eine Fehlkonstruktion"
Zürich (awp) - Die Rechtsprofessorin Corinne Zellweger-Gutknecht sieht den Vorschlag einer Gruppe von Ständeräten, der die vom Bundesrat geforderte UBS-Regulierung abschwächen will, kritisch. Dieser sieht vor, dass die UBS ihre Auslandbeteiligungen nicht vollständig mit hartem Kernkapital finanzieren muss, sondern die Hälfte mit sogenannten AT1-Anleihen aufbringen soll, wie sie im Interview mit der "NZZ am Sonntag" erklärt.Doch diese Papiere hätten "grosse Schwächen", so die Professorin. "In der Praxis funktionieren die Papiere in der heutigen Form nicht." In einer Krise würden die Anleihen nicht rechtzeitig in Eigenkapital umgewandelt: "Die UBS wäre schon lange vorher tot."
AT1 seien in der heutigen Form also "eine Fehlkonstruktion". Daher habe sie gemeinsam mit Yvan Lengwiler, Professor für Nationalökonomie an der Universität Basel, einen Reformvorschlag für mehrstufige AT1 eingereicht.
___ Heutige UBS wie CS strukturiert
Generell fordert sie eine Regulierung, "die auch dann funktioniert, wenn ein Management der Bank in Zukunft wieder härter am Wind segeln will", wie sie sagt. Die heutige UBS sei wie die CS strukturiert, denn ihr Stammhaus, die UBS AG, habe mehrere zentrale Funktionen.
"Diese Rechtseinheit hält nicht nur die Auslandtöchter", erklärt Zellweger-Gutknecht. "Sie führt auch ein riesiges operatives Bankgeschäft für ihre Auslandkunden, den Grossteil des Investment Banking, und sie ist die Treasury-Zentrale des Konzerns."
Die CS-Krise habe aber gelehrt, dass eine Bank in einer Krise früh genug in der Lage sein müsse, ihre Auslandtöchter zu verkaufen. "Das ist heute nicht der Fall.", sagt sie. Der Grund sei, dass Auslandbeteiligungen nicht voll mit Eigenkapital unterlegt seien, sondern nur zu 45 Prozent.
"Machen diese Auslandtöchter Verluste und verlieren in der Folge an Wert, frisst jeder Dollar Wertverlust auch 55 Cent Eigenkapital weg, das die Bank für andere Risiken aus dem Bankgeschäft und dem Investment Banking hält", führt die Professorin aus. Ein Verkauf werde rasch verunmöglicht, weil die durch die Abwertung eingetretenen Verluste für die UBS AG nicht tragbar wären.
___ "Wünsche mir 100 Prozent hartes Eigenkapital"
Das Problem lasse sich folglich nur lösen, wenn die Auslandtöchter zu 100 Prozent mit Eigenkapital unterlegt seien. "Ich persönlich wünsche mir 100 Prozent hartes Eigenkapital", sagt sie. Möglich sei am Schluss der Kapitaldebatte allerdings ein Kompromiss von 80 Prozent Eigenkapital und 20 Prozent AT1 - oder ein Referendum.
Corinne Zellweger-Gutknecht gehört laut der "NZZ" zu den führenden Expertinnen für Bankenregulierung und Finanzmärkte. Die Professorin für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Basel hat ein Gutachten für die PUK zum Untergang der CS verfasst und berät unter anderem das Finanzdepartement, die Nationalbank und die Finma.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| UBS Group N | 43.55 |
+0.06
+0.14%
|
44.44 | 36.31 | 2'871'205.00 |
| UBS Group 2L N | 43.62 |
+0.02
+0.05%
|
44.49 | 36.46 | 448'000.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 34.35 |
-0.18
-0.52%
|
34.14 | 29.56 | 100.00 |