Unternehmensergebnis
28.10.2026 14:09:16
Im dritten Quartal 2026 steigerte die UBS den Geschäftsertrag im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 13,35 Milliarden US-Dollar und den Gewinn um 8 Prozent auf 2,69 Milliarden. Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn stieg um 14 Prozent auf 4,08 Milliarden.
In der globalen Vermögensverwaltung - dem Kerngeschäft der Bank - flossen der UBS netto 55,1 Milliarden Dollar zu. Die verwalteten Vermögen lagen Ende September insgesamt bei gut 7300 Milliarden.
___ CS-Integration auf Zielgeraden
Derweil befindet sich die Bank in den letzten Zügen der Integration der 2023 übernommenen Credit Suisse und kann auf den letzten Metern sogar mehr Kosteneinsparungen ins Aussicht stellen. Neu geht die Bank davon aus, bis Ende Jahr 13,7 Milliarden im Vergleich zur Kostenbasis 2022 einzusparen.
Fast alle IT-Anwendungen der Credit Suisse, die ausser Betrieb genommen werden sollen, würden bereits nicht mehr genutzt: Rund 90 Prozent seien per Ende September bereits ausser Betrieb. Entsprechend ging auch die Zahl der Mitarbeiter weiter zurück. Mittlerweile beschäftigt die Bank weniger als 98'000 Vollzeitstellen (ohne Externe), nachdem die Zahl im Vorquartal unter die Marke von 100'000 Vollzeitbeschäftigten gefallen war.
Das UBS-spezifische Damoklesschwert bleibt aber die Streitfrage über die Kapitalisierung. Entsprechend wollte CEO Sergio Ermotti am Mittwoch an einem Webcast mit Analysten nicht kaschieren, wie wenig er von dem nun auf dem Tisch liegenden Gesetzesentwurf des Ständerats zum Bankengesetz hält.
___ Ermotti warnt vor Folgen für Finanzplatz
Die kleine Kammer des Schweizer Parlaments hatte im September beschlossen, dass die UBS ihre Auslandstöchter künftig zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital (CET1) unterlegen soll. Die zuständige Kommission (WAK-S) hatte lediglich 50 Prozent CET1 und 50 Prozent AT1-Anleihen vorgeschlagen. Jetzt ist der Nationalrat am Zug.
Ermotti bezeichnete den Ständeratsentscheid als "sehr besorgniserregend". Die ohnehin strengen Schweizer Kapitalanforderungen würden übermässig verschärft.
Für den Schweizer Finanzplatz steht laut Ermotti ähnlich viel auf dem Spiel wie bei der CS-Notübernahme 2023: Die Schweiz befinde sich einmal mehr an einem Wendepunkt, an dem die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt würden, sagte Ermotti.
___ Nationalrat am Zug
Der Nationalrat könnte sich bereits in der Wintersession mit der Vorlage befassen. Die vorberatende Wirtschaftskommission (WAK-N) hat dazu in dieser Woche neben Ermotti unter anderem Finanzministerin Karin Keller-Sutter, SNB-Präsident Martin Schlegel, Finma-Präsidentin Marlene Amstad sowie den CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung, Roman Studer, angehört. Die Kommission wird voraussichtlich an ihrer Sitzung vom 23. und 24. November Anträge zuhanden der grossen Kammer stellen.
In der Kommission sei unbestritten, dass Handlungsbedarf besteht und die Eigenkapitalunterlegung ausländischer Beteiligungen gestärkt werden soll, informierte die WAK-N am Mittwoch über den Zwischenstand der Beratungen. Allerdings gehen die Meinungen über das Mass auseinander: Die einen warnten, eine zu strenge Regelung gefährde die Wettbewerbsfähigkeit der UBS. Andere hielten den Entwurf des Bundesrats für einen Kompromissvorschlag, der nicht unterschritten werden sollte.
Der Bundesrat hatte im Nachgang des CS-Debakels eine vollständige CET1-Unterlegung vorgeschlagen. Aktuell gilt: 45 Prozent CET1 plus 17 Prozent AT1. Da der Nationalrat als weniger bankenfreundlich als der Ständerat gilt, wird am Markt kaum mit einer Abmilderung der aktuellen Ständeratsvorlage (90%) gerechnet.
___ Strategie- und Ziele-Update im Februar
Bis aber über die Gesetzesvorlage endgültig entschieden ist und diese in Kraft tritt, wird noch einige Zeit vergehen. Daher betonte Ermotti, die Grossbank stehe nicht unter Druck, jetzt irgendetwas an dem derzeitigen erfolgreichen Geschäftsmodell zu ändern.
Über mögliche "Notfallpläne" zur Abfederung verschärfter Kapitalvorschriften will Ermotti deshalb auch heute noch nicht diskutieren. Auch hält die Bank an ihren laufenden Aktienrückkäufen und Dividendenversprechen fest. Über die weitere Kapitalrückführung will die UBS im Februar mit den Ergebnissen zum vierten Quartal informieren. Dann will sie auch aktualisierte Mittelfristziele vorlegen, die allerdings noch weitgehend auf der gültigen Regulierung beruhen werden.
UBS-Quartalszahlen von Kapitalstreit überschattet
Zürich (awp) - Bei der UBS läuft es sowohl operativ als auch bei der nun bald zu Ende gehenden Restrukturierung rund. Überschattet werden solide Quartalsergebnisse und eine erfolgreiche CS-Integration allerdings vom Streit über schärfere Kapitalvorschriften in der Schweiz.Im dritten Quartal 2026 steigerte die UBS den Geschäftsertrag im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 13,35 Milliarden US-Dollar und den Gewinn um 8 Prozent auf 2,69 Milliarden. Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn stieg um 14 Prozent auf 4,08 Milliarden.
In der globalen Vermögensverwaltung - dem Kerngeschäft der Bank - flossen der UBS netto 55,1 Milliarden Dollar zu. Die verwalteten Vermögen lagen Ende September insgesamt bei gut 7300 Milliarden.
___ CS-Integration auf Zielgeraden
Derweil befindet sich die Bank in den letzten Zügen der Integration der 2023 übernommenen Credit Suisse und kann auf den letzten Metern sogar mehr Kosteneinsparungen ins Aussicht stellen. Neu geht die Bank davon aus, bis Ende Jahr 13,7 Milliarden im Vergleich zur Kostenbasis 2022 einzusparen.
Fast alle IT-Anwendungen der Credit Suisse, die ausser Betrieb genommen werden sollen, würden bereits nicht mehr genutzt: Rund 90 Prozent seien per Ende September bereits ausser Betrieb. Entsprechend ging auch die Zahl der Mitarbeiter weiter zurück. Mittlerweile beschäftigt die Bank weniger als 98'000 Vollzeitstellen (ohne Externe), nachdem die Zahl im Vorquartal unter die Marke von 100'000 Vollzeitbeschäftigten gefallen war.
Das UBS-spezifische Damoklesschwert bleibt aber die Streitfrage über die Kapitalisierung. Entsprechend wollte CEO Sergio Ermotti am Mittwoch an einem Webcast mit Analysten nicht kaschieren, wie wenig er von dem nun auf dem Tisch liegenden Gesetzesentwurf des Ständerats zum Bankengesetz hält.
___ Ermotti warnt vor Folgen für Finanzplatz
Die kleine Kammer des Schweizer Parlaments hatte im September beschlossen, dass die UBS ihre Auslandstöchter künftig zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital (CET1) unterlegen soll. Die zuständige Kommission (WAK-S) hatte lediglich 50 Prozent CET1 und 50 Prozent AT1-Anleihen vorgeschlagen. Jetzt ist der Nationalrat am Zug.
Ermotti bezeichnete den Ständeratsentscheid als "sehr besorgniserregend". Die ohnehin strengen Schweizer Kapitalanforderungen würden übermässig verschärft.
Für den Schweizer Finanzplatz steht laut Ermotti ähnlich viel auf dem Spiel wie bei der CS-Notübernahme 2023: Die Schweiz befinde sich einmal mehr an einem Wendepunkt, an dem die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt würden, sagte Ermotti.
___ Nationalrat am Zug
Der Nationalrat könnte sich bereits in der Wintersession mit der Vorlage befassen. Die vorberatende Wirtschaftskommission (WAK-N) hat dazu in dieser Woche neben Ermotti unter anderem Finanzministerin Karin Keller-Sutter, SNB-Präsident Martin Schlegel, Finma-Präsidentin Marlene Amstad sowie den CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung, Roman Studer, angehört. Die Kommission wird voraussichtlich an ihrer Sitzung vom 23. und 24. November Anträge zuhanden der grossen Kammer stellen.
In der Kommission sei unbestritten, dass Handlungsbedarf besteht und die Eigenkapitalunterlegung ausländischer Beteiligungen gestärkt werden soll, informierte die WAK-N am Mittwoch über den Zwischenstand der Beratungen. Allerdings gehen die Meinungen über das Mass auseinander: Die einen warnten, eine zu strenge Regelung gefährde die Wettbewerbsfähigkeit der UBS. Andere hielten den Entwurf des Bundesrats für einen Kompromissvorschlag, der nicht unterschritten werden sollte.
Der Bundesrat hatte im Nachgang des CS-Debakels eine vollständige CET1-Unterlegung vorgeschlagen. Aktuell gilt: 45 Prozent CET1 plus 17 Prozent AT1. Da der Nationalrat als weniger bankenfreundlich als der Ständerat gilt, wird am Markt kaum mit einer Abmilderung der aktuellen Ständeratsvorlage (90%) gerechnet.
___ Strategie- und Ziele-Update im Februar
Bis aber über die Gesetzesvorlage endgültig entschieden ist und diese in Kraft tritt, wird noch einige Zeit vergehen. Daher betonte Ermotti, die Grossbank stehe nicht unter Druck, jetzt irgendetwas an dem derzeitigen erfolgreichen Geschäftsmodell zu ändern.
Über mögliche "Notfallpläne" zur Abfederung verschärfter Kapitalvorschriften will Ermotti deshalb auch heute noch nicht diskutieren. Auch hält die Bank an ihren laufenden Aktienrückkäufen und Dividendenversprechen fest. Über die weitere Kapitalrückführung will die UBS im Februar mit den Ergebnissen zum vierten Quartal informieren. Dann will sie auch aktualisierte Mittelfristziele vorlegen, die allerdings noch weitgehend auf der gültigen Regulierung beruhen werden.
Zum gleichen Thema
| UNTERNEHMENSERGEBNIS | 28.10.2026 21:53:21 | Microsoft startet hervorragend ins neue Geschäftsjahr - Erwartungen übertroffen |
Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| UBS Group N | 38.60 |
-0.24
-0.62%
|
45.04 | 37.56 | 3'479'974.00 |
| UBS Group 2L N | 38.61 |
-0.31
-0.80%
|
45.08 | 37.91 | 285'614.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 30.67 |
+0.05
+0.16%
|
35.43 | 30.23 | 1.00 |