UBS: Ex-CS-Manager einigen sich auf Vergleichszahlung von 115 Mio Dollar
Zürich (awp) - Eine Gruppe von Ex-Managern der Credit Suisse rund um den früheren Verwaltungsratspräsidenten Urs Rohner hat sich in den USA auf eine Zahlung von 115 Millionen US-Dollar zur Beilegung einer Sammelklage geeinigt. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, welche über die Internetseite der UBS einsehbar sind. Die Manager sind allerdings über die Organhaftpflichtversicherung versichert, und das Geld fliesst an die Grossbank.
"Wir begrüssen es, dass dieser mehrjährige Rechtsstreit durch einen Vergleich beigelegt wurde", sagte eine UBS-Sprecherin am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Zuvor hatten Bloomberg und die "Sonntagszeitung" über den Fall berichtet.
Ein New Yorker Richter habe die Einigung am Donnerstag vorläufig genehmigt, schreibt Bloomberg. Die Klage wurde 2022 von der Pensionskasse der Stadt Providence eingereicht, so die "Sonntagszeitung". Dabei geht es um Ereignisse, die zu den Archegos- und Greensill-Problemen im Jahr 2021 geführt haben, welche der CS hohe Verluste bescherten. Bemängelt wird das Versäumnis der Bank, ein risikogerechtes Managementsystem einzuführen. Stattdessen entliess die Bank aus Spargründen qualifizierte Risikomanager.
Zu den Beklagten gehören neben Rohner etwa auch Roche-Präsident Severin Schwan in seiner früheren Funktion als CS-Verwaltungsratsvize sowie Ex-CS-Chef Thomas Gottstein und die frühere CS-Risikochefin Lara Warner, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Insgesamt werden 19 ehemalige Verwaltungsräte oder exekutive Manager aufgelistet. Iqbal Khan ist nicht darunter. Der jetzige UBS-Manager war von 2015 bis 2019 Chef der internationalen Vermögensverwaltung bei der CS.
Die Zahlung erfolgt ohne Schuldeingeständnis. Sie soll aus Sicht der Manager jedoch weitere Kosten infolge von Rechtsstreitigkeiten vermeiden.
Bei einer Aktionärsklage werden die Ansprüche offenbar im Namen des Unternehmens gegen das Management geltend gemacht. Daher werden die Vergleichszahlungen in der Regel von der D&O-Versicherung (Directors and Officers) abgedeckt, und der Nettoerlös abzüglich Versicherungs- und Anwaltskosten geht an das Unternehmen - ergo als CS-Nachfolgerin in diesem Fall an die UBS.
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AUFSICHTSBEHÖRDEN, REGULIERUNGEN | 31.08.2025 17:53:34 | UBS: Ex-CS-Manager einigen sich auf Vergleichszahlung von 115 Mio Dollar |
Betroffene Instrumente
Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
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UBS Group N | 32.38 |
-0.20
-0.61%
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32.70 | 24.64 | 4'680'988.00 |
UBS Group 2L N | 31.92 |
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441'500.00 |