UBS-Aktien nach neuem Aktienrückkaufprogramm stark im Plus
Zürich (awp) - Die Aktien der UBS legen am Mittwoch im frühen Handel deutlich zu. Die Grossbank hat mit ihrem Ergebnis für das zweite Quartal die Schätzungen der Analysten einmal mehr übertroffen. Neben den guten Zahlen dürfte vor allem das neue Aktienrückkaufprogramm den Aktienkurs beflügeln.
Die UBS-Aktien notieren um 09.45 Uhr in einem leicht festeren Gesamtmarkt 2,5 Prozent höher auf 43,50 Franken. Das bisherige Tageshoch liegt mit 43,99 nochmal klar höher und auch nicht mehr allzu weit entfernt vom aktuellen Jahreshoch bei 44,44 Franken (erzielt Mitte Juli).
Analysten bewerten das Ergebnis der Grossbank positiv. Die Experten der kanadischen RBC etwa sprechen von "starken Zahlen", was angesichts der Ergebnisse der Mitbewerber allerdings nicht überraschend gekommen sei. Die Erträge hätten von günstigen Marktbedingungen profitiert, und dank der operativen Hebelwirkung sei ein grosser Teil davon in den Gewinn eingeflossen.
Die ZKB spricht ebenfalls von einem "sehr guten" Resultat, insbesondere dank einer sehr starken Entwicklung im Investment Banking. "Obwohl diese für gewöhnlich als nicht wiederkehrend angesehen werden, spülen die Gewinne der Bank wichtiges Kapital in die Kassen", schreibt der zuständige Analyst.
Dass das Ergebnis die Schätzungen übertroffen habe, liege vor allem am Aktienhandel innerhalb der Investment Bank, heisst es bei der Bank Vontobel. Die anderen drei operativen Bereiche hätten dagegen nur leicht besser als erwartet abgeschnitten.
Auch der US-Broker Jefferies führt die über den Erwartungen ausgefallenen Zahlen auf das gute Abschneiden im Investment Banking zurück. Er erwähnt ebenfalls die starke operative Hebelwirkung. Ausserdem scheine sich die Ausgliederung des Nicht-Kerngeschäfts "dem Abschluss zu nähern", meinte der zuständige Analyst in seinem Kommentar.
Neuer Aktienrückkauf
Positiv zu vermerken sei zudem, so Jefferies, die Ankündigung des neuen Aktienrückkaufprogramms. Nachdem die UBS im laufenden Monat ein Programm über 3 Milliarden US-Dollar abgeschlossen hat, will sie bis Mitte 2027 weitere Aktien für 3 Milliarden Dollar erwerben. In den nächsten drei Monaten schon sollen Papiere im Wert von mindestens 1 Milliarde zurückgekauft werden. Je nach Entwicklung bei der Eigenkapitaldiskussion dürfte der Spielraum für weitere Rückkäufe wohl kleiner oder grösser werden.
Die ZKB hat angesichts des laufenden politischen Prozesses um die Eigenkapitalausstattung eine zurückhaltendere Kapitalrückführung erwartet und für das Gesamtjahr 2026 nur mit weiteren Aktienrückkäufen in Höhe von 0,5 bis 1 Milliarden gerechnet. Dies habe sich als zu konservativ erwiesen, kontastiert der zuständige Analyst.
Der Konsens für die Rückkäufe im zweiten Halbjahr lag bisher bei ca. 1,5 Milliarden Dollar. Die nun genannte Höhe des Aktienrückkaufprogramms deute somit zwar auf eine langsamere Entwicklung als im Konsens erwartet hin, heisst es bei RBC. Doch der Zeitplan lasse Spielraum, um zumindest die Erwartungen zu erfüllen, meint der zuständige Analyst.
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Betroffene Instrumente
| Name | Kurs | Differenz Differenz % |
52 Wochenhoch | 52 Wochentief | Volumen |
|---|---|---|---|---|---|
| UBS Group N | 43.46 |
+1.02
+2.40%
|
44.44 | 33.75 | 4'026'915.00 |
| UBS Group 2L N | 42.46 |
-0.45
-1.05%
|
44.49 | 33.86 | 250'146.00 |
| UBS Sp CDR-Reg S | 33.63 |
-0.24
-0.71%
|
34.14 | 29.56 | 150.00 |