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Dividende   19.02.2026 15:45:39

Orange will weiter wachsen - Dividende soll steigen

PARIS (awp international) - Der französische Telekomkonzern Orange will weiter wachsen und Kosten sparen. So sollen die Investitionsausgaben dank des fortschreitenden Glasfaserausbaus mittelfristig sinken und dazu beitragen, die Kosten für die Stilllegung des Kupfernetzes aufzufangen.

Der Konzern rechnet damit, bis 2028 etwa 40 Millionen neue Breitband- und Mobilfunkkunden zu gewinnen, vor allem in seiner wachstumsstärksten Region Afrika und Naher Osten, wie das Unternehmen auf seinem Kapitalmarkttag am Donnerstag mitteilte. Derzeit hat Orange weltweit etwa 340 Millionen Kunden.

Mittelfristig peilt der Konzern für den Zeitraum 2025 bis 2028 ein durchschnittliches jährliches operatives Ergebniswachstum (EbitdaAL) von rund drei Prozent an. An der Börse kam dies gut an. Für die Aktie ging es zuletzt um fast sechs Prozent auf 17,85 Euro nach oben. Seit Jahresbeginn hat das Papier ein Viertel gewonnen, in den vergangenen zwölf Monaten waren es rund 64 Prozent gewesen.

Für Analyst Nick Lyall von Berenberg liegt der Ausblick des Telekomkonzerns für 2026 im Rahmen der Erwartungen. Die Prognose für 2028 befinde sich mit einem stärkeren operativen Wachstum, geringeren Investitionen und einem höheren Barmittelfluss jedoch deutlich darüber.

Der freie Barmittelfluss soll bis 2028 um durchschnittlich jährlich 12 Prozent auf rund 5,2 Milliarden steigen, dies wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber den 3,65 Milliarden im vergangenen Jahr. Auch die Aktionäre sollen davon profitieren: 2028 werden mindestens 0,85 Euro je Anteilschein an Ausschüttung angepeilt, für das vergangene Jahr sollen die Aktionäre 0,75 Euro je Aktie bekommen.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz von Orange um 0,9 Prozent auf 40,4 Milliarden Euro gestiegen, wie das Unternehmen bereits am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach Leasingverträgen (EbitdaAL) legte um 3,8 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro zu und übertraf damit die vom Unternehmen im November ausgegebene Prognose eines Anstiegs um 3,5 Prozent.


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